Nordrhein-Westphalen ist ein El Dorado für Wanderer
NRW ist mein Mekka für Fernwege, vor allem die oft nicht enden wollenden Laubwälder sind Quell des erholsamen Wanderns über mehrere Tage. Aber ich liebe auch das Wasser in Form von Seen und Flüssen. Diese beruhigende Atmosphäre und intakte Natur wollt ihr doch nicht verpassen?
Damit ihr den Doktor Wald und den Wasserfreund Dr. Kneipp bei einer Mehrtageswanderung in NRW erleben könnt, gibt es nun die schönsten NRW Fernwege und Steige in einer Übersicht und ich war auf allen Weitwanderwegen unterwegs und kann diese aus eigener Erfahrung empfehlen.
Das ist keine Topliste. Alle Wege sind sehr schön!
Diemelsteig
Der Diemelsteig ist der vielleicht beste Fernweg in NRW, denn mit seinen Trekkingplätzen habt ihr die Wahl, wie ihr das Abenteuer Mehrtageswanderung gestalten wollt. Dazu kommt, dass ihr viele Möglichkeiten habt, euer Wasser aufzufüllen. Die 3 oder 4 Etappen führen euch großzügig um den Diemelsee, bis hinauf zum Dommelturm und durch die Landschaften des Sauerlandes.
Die Wege im Sauerland sind Qualitätswege und hier ist die ganze Region eine Qualitätsregion. Dieser perfekte Service, die unverlaufbare Beschilderung und die traumhaften Aussichten machen den Diemelsteig zu einem spannenden Wanderweg. Mit der 48h Extrem Extrem, die man zusammen mit dem Willinger Uplandsteig macht, hat man sogar das härteste Weitwanderevent etabliert.
Etappen
This is a placeholder tab content. It is important to have the necessary information in the block, but at this stage, it is just a placeholder to help you visualise how the content is displayed. Feel free to edit this with your actual content.
Accordion title 2
This is a placeholder tab content. It is important to have the necessary information in the block, but at this stage, it is just a placeholder to help you visualise how the content is displayed. Feel free to edit this with your actual content.
Hoch und runter macht hungrig, kein Wunder, dass man hier auch sehr gut einkehren kann. Ihr wandert hier durch das Upland und habt mit Kahle Pön und der Hochheide einen wunderbaren Kontrast zu den waldigen Abschnitten in den Bergen. Highlight ist dabei der Clemensberg mit seiner Aussicht, wo es sogar noch Schutzkabinen für Wanderer gibt, wenn gesprengt wird. Aber der Steinbruch ist stillgelegt. Hier ist auch das NSG „Neuer Hagen“, daher Hunde bitte anleinen. Aber auch außerhalb der Heide kommen Wanderer ins schwärmen, wenn sie die Aussicht vom Dommelturm über das Hochsauerland genießen oder einer Abkühlung im Bömighäuser See nicht widerstehen können. Widerstehen kann man auch schlecht der Aussicht im Cafe Fernblick oder dem leckeren Essen in der Graf-Stolberg-Hütte. Wie beim Diemelsteig schön geschrieben, arbeitet man sehr innovativ zusammen. Neueste Attraktion ist Deutschland längste Hängebrücke. Die ihr mit einem kleinen Abstecher auch mitnehmen könnt.
4,5 Sterne für einen gelungenen Wanderweg durch das Upland und seiner innovativen Ideen
Weitere Ausflüge in der Nähe: Trekkingpark Sauerland, Wandern- und Radwege, Curioseum, Diemelsee, die Hochheide mit dem Turm, längste Hängebrücke in Deutschland, Mühlenkopfschanze, Ettelsberg
Ich bin in Rheine gestartet und zwar zum Marktfest und war zuerst im Doppellecker-Bus, eine Doppelstockbus im 50er Jahre Design, dass ein fahrendes Café ist. Kann sein, dass ihr den eher in Tecklenburg am Bahnhof findet. Gut gestärkt ging es los und was da alles für Highlights kamen. Die leicht bergige Region lässt den Wanderer ohne viele Höhenmeter wandern, dennoch habe ich immer wieder schöne Aussichten auf das Münsterland und später den Teutoburger Wald. In Hörstel gibt es diese spannende Schleuse, den Bevergerner Pättken und diese herrliche Altstadt von Tecklenburg. Da solltet ihr auch mal einkehren, da gibt es sehr gutes Essen und Geheimtipp: Im Naturfreundehaus auch den Streuobstwiesensaft… aber nur kurz, der ist immer ausverkauft.
Beeindruckend ist der Canyon in Lengerich mit der türkisen Farbe. Ein Naturschutzgebiet, dass aus einem ehemaligem Abbaugebiet entstanden ist. Bleibt bitte an den beiden Aussichtspunkten . Nicht zu vergessen die Dörenther Klippen, die sich unterirdisch bis zu den Externsteinen ziehen. In Ibbenbüren könnt ihr das Schloß sehen, auch vom Baumwipfelpfad aus.
Ihr seht, der Hermannsweg hat 8 wirklich spannende Etappen ist ist der vielleicht schönste Fernweg in NRW, auch wegen der vielen Highlights und den Ausflugsmöglichkeiten.
4,5 Sterne für diesen sehr schönen Weg, da er viel Laubwald besitzt und jede Menge Highlights verbindet.
Weitere Ausflüge in der Nähe: Tecklenburger Altstadt, Canyon, das hockende Weib, Teutoschleifen, Doppellecker uvm.
Gastronomie: Auf alllen Etappen gibt es kleine und größere Einkehrmöglichkeiten.
Gastgeber für einen Urlaub: Wandergastgeber auf den Hermannsweg findet ihr hier>>
5 Seen Fernweg im Sauerland
Dieser Fernweg verbindet alle 5 Seen im Sauerland, die ja bereits beliebt zum Wandern sind. So ist man tagsüber unterwegs und grad im Sommer, gibt es Abends auch einmal eine kühle Erfrischung. Das ist aber kein offizieller Weg, er ist nicht beschildert und ihr wandert nach GPS oder einfach den Wegweisern zum nächsten Etappenziel folgen. Ihr müsst auch nicht starr der Route folgen, sondern könnt noch Abstecher oder Varianten einplanen. Start ist der Biggesee, dann hoch zum Sorpesee, dann weiter zum Möhnesee und als nächstes wandert ihr zum Diemelsee. Hier gibt es Trekkingplätze! Dann geht es weiter zum Hennesee, wo ihr die 192 Km geschafft habt. Unterwegs bekommt ihr viele der schönsten Regionen im Sauerland zu sehen, die für Wanderer viel zu bieten haben. Durch viel Wasser und Schatten, ist die Wanderung auch mit Hund geeignet.
Die Toskana des Sauerlandes lädt zum entspannten Wandern ein und verbindet alle 9 Ortsteile von Medebach. Mit Tagesetappen von 3-400 Höhenmetern, ist der Bergweg einer der sanften Fernwege im Sauerland. Dabei geizt er nicht mit bergigen Aussichten, idyllischen Tälern oder mit der wunderschönen Natur des Sauerlandes. Als ich auf dem Medebacher Bergweg unterwegs war, schien die Sonne und das Gras war leicht strohig. Dies war mit der restlichen Kulissen ein sagenhaft schöne Strecke. Dazwischen immer wieder schattige Waldabschnitte, auch mit der Orke und Berge mit Aussichten. Wenn die Natur in das Urbane führte, traf ich fast überall auf wunderschöne Fachwerkhäuser. Eine Region zum Verlieben. Besonders das Orketal, die Heide und das Schwerspatmuseum will ich euch ans Herz legen.
Der bekannte Fernweg E1 führt euch ebenfalls durch das Sauerland und zwar auf 180Km. Dabei sind so bekannte Orte und Regionen wie Marsberg, Adorf, Willingen, Bad Berleburg, Siegen und in Herdorf verlasst ihr das schöne Sauerland. Damit hat der Weitwanderweg E1 eine sehr spannende Wegeführung, nicht zletzt mit zahlreichen Highlights wie Kirchen, Wälder, Hängebrücken, Sportstätten und dazu ist die Region noch Wanderbares Deutschland zertifiziert. Auch wenn ihr nicht den gesamten Fernweg wandert, aber die 180Km sind gut geeignet, um den E1 zu testen.
Wandern vom Osten in den Westen – Die Sauerland Waldroute ist einer der Besten. Auch er gehört zu dem Prädikatswegen und in die erste Qualitätsregion. Was den Weg auch noch so interessant macht, dass es zahlreiche Rundwege in den einzelnen Regionen gibt. Nicht jeder will 240Km wandern, aber so hat man die Wahl und kann den Weg auch in mehreren Besuchen erkunden. Er ist dabei eine Mischung aus Strecken- und Rundweg. Bei dem Dorf Herrlichkeit trennt sich der Weg in eine Nord- und Südroute, die euch nördlich über Alme nach Marsberg führt und über den Diemelsee wieder nach Herrlichkeit. Hier bekommt ihr alles, was das Sauerland an Schönheiten zu bieten hat. Wälder, Seen, Täler, Aussichten und wer mag, kann sogar auf einigen Abschnitten im Zelt übernachten. Meine Lieblingsstele ist dabei immer noch der Eisenberg mit seinen Knorreichen.
4 Sterne für einen sehr schönen Wanderweg quer durch das Sauerland
Weitere Ausflüge in der Nähe: Bei 250Km gibt es überall etwas zu entdecken.
Gastronomie: Jede Menge am Wegesrand.
Gastgeber für einen Urlaub:
Der große D
Ich war in Drolshagen auf dem Kultour-Wanderweg unterwegs und mit Mischwäldern, aber auch Seen bekommt man mich ja immer. Mit der Listertalsperre und dem Biggesee, hat man gleich 2 schön gelegene Seen, wo Der große D vorbei führt. Ich kann euch aber sagen, die Region mag so ein bißchen der Underdog im Sauerland sein, aber landschaftlich ebenfalls reizvoll. Immerhin seid ihr auf den 70Km auch im Bergischen Land und dem Drolshagener Land unterwegs. Der Fernweg ist dabei nicht ganz so schwer und wird in 4 Etappen eingeteilt. Landschaftlich erwartet euch eine sehr schöne Bergwelt, Täler und viel Wasser. Perfekt auch mit Hund. Wer nicht immer nur den Mainstrteam sucht, der kann auf Dem großen D pures Wandervergnügen erleben und einige schöne Tage verbringen. Und kochen können die auch, ich habe damals ein super Spargelmenü gegessen.
Die 250Km lange Wanderung teilt sich in 2 Varianten. Zum einen mit 11 Etappen von Altena nach Korbach, oder in 12 Etappen von Meinerzhagen nach Korbach. Von Korbach bis Kuckuck sind beide Strecken identisch, danach teilen sie sich auf. Unterm Strick wandert ihr von Gipfel zu Gipfel und genießt die traumhaft schöne Landschaft im Sauerland. Ihr solltet natürlich auf den Astenturm, oder den Sauerland-Stabil-Stuhl in der Medebacher Bucht. Aber auch rund um Tittmaringshausen ist es wunderschön, dann umrundet man so halb Winterberg und diese fantastische Berglandschaft, dann weiter nach Bad Fredeburg und bis Kuckuck, wo sich der Weg teilt. Es erwartet euch eine grandiose Mischung aus den Sauerländer Bergen, aber auch weiten Ebenen, Tälern und vielem sehr schönen Ortschaften. Kein einfacher Weg, der aber mit vielen fantastischen Aussichten aufwartet. Und wer mag schöne Aussichten nicht?
Dieser Weg wird euch gefallen! Es ist eher ein gut ausgebauter Spazierweg im Sauerland von 16Km und hat kaum Höhenmeter. Dafür aber einige schattige Abschnitte, ihr könnt einkehren und habt die Aussichten auf das Ausgleichsbecken, die Vorstufe und den Sorpesee. Im Sommer locken die Strände und Buchten zu einer Erfrischung!
GPS und Komoot Karte
Hier die GPS-Karte zur Wanderung bei Komoot. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei Komoot folgt. https://www.komoot.de/user/madraxx – Viel Spaß auf der Tour! Mad und Laila 😉
Eigentlich ist die Wanderung um den Sorpesee etwa 22Km, aber es gibt noch eine kürzere Variante mit 16Km oder ihr nehmt das Schiff für eine Abkürzung. Ich zeige euch nun die kurze Wanderung und beschreibe anschließend noch den restlichen Teil der langen Route.
Wissenswertes zum Sorpesee: Es ist der Drittgrößte See im Sauerland und ist künstlich als Stausee angelegt. Es gibt mehrere Badestrände, Schiffe und Freizeitmöglichkeiten. Sehr gut geeignet für ein Ausflug im Sauerland .
Markus
Die Wanderung startet in Langscheid, was ich auch gut mit dem Bus erreichen könnt. Als beliebter See im Sauerland ist der mit ÖPNV gut vernetzt. Ihr wandert nun zuerst über die 700m lange Krone und seht links das Ausgleichsbecken und rechts den Sorpesee. Leider haben Kyrill und der Borkenkäfer aus dem einst waldreichen Ausblick eine mitgenommene Landschaft gemacht. Sie hat dennoch ihre Reize und oft lohnt der Blick auf die kleinen Details am Weg.
Und so wandert ihr auf dem Randweg entlang der Halbinseln und Buchten. Der Weg ist eher ein gut ausgebauter Spazierweg, also passend zu einem Freizeitsee. Er führt euch dennoch sehr naturnah nach Amecke.
Hier trennen sich die kurze und lange Variante. Ihr wandert über die kleine Staumauer an der Vorstufe entlang zum Campinnglatz und weiter in Richtung Langscheid. Der Weg ist weiterhin gut ausgebaut, aber hat immer wieder Mischwälder und ist daher vom Borkenkäfer kaum betroffen.
Fazit: Dank des gut ausgebauten Weges, würde ich diese Route eher als Spazierweg um die Sorpetalsperre bezeichnen. Er bietet die typischen kleinen Abwechslungen eines Freizeitweges und kann daher auch gut mit einem Strandbesuch und Einkehr kombiniert werden.
Sorpetalsperre Rundweg
Hier wandert ihr noch ein Stück durch Amecke, könnt einkehren und wandert dabei mit um die Vorstufe.
Uplandsteig – Einer der schönsten Fernwege im Sauerland
67 Km – 1640Hm – schwer – Sauerland
Der Uplandsteig zählt zu den schönsten Fernwegen im Sauerland, weil er eine gelungene Mischung aus viel Natur, tollen Aussichten, vielen kleinen Highlights und gutem Essen darstellt. Aber auch Events wie die 48h Extrem Extrem, Winter-Wandertage oder der Trekkingpark machen den Uplandsteig so charmant. Es ist nicht das Eine, es ist das runde Gesamtpaket und dazu noch ein Qualitätswanderweg. Gehört auf die Bucket List!
GPS und Komoot Karte
Hier die GPS-Karte zur Wanderung bei Komoot. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir bei Komoot folgt. https://www.komoot.de/user/madraxx – Viel Spaß auf der Tour! Mad und Laila 😉
Als Wanderer, als Fotograf und bekennender Fan von schönen Aussichten muss ich euch den Uplandsteig vorstellen. Er ist eine grandiose Kombination und zeigt einige der schönsten Seiten vom Wandern im Sauerland. Daher ist er auch bei den schönsten Fernwegen dabei. Auf 67Km habt ihr die Hochheide mit dem Clemensberg, Kahle Pön mit der Graf-Stolberg-Hütte, aber auch die 360 Grad Aussicht vom Dommelturm über das Hochsauerland, oder die Aussicht vom Hochheideturm.
Selbst das Cafe Fernblick lockt mit Aussichten und auch der Aussichtsturm auf der Schwalenburg ist nicht zu verachten. Ein sehr schöner Abschnitt ist auch bei Welleringhausen, oder bei Usseln.
Schwalenburg
Dazu kommt, dass ihr diese Wanderung auch als Trekkingtour machen könnt. Der Trekkingpark war der erste seiner Art im Sauerland und wurde zusammen mit dem Diemelsteig etabliert.
Die vielen kleinen Besuche haben mir gezeigt, wie Facettenreich dieser Wanderweg im Sauerland ist. Mal war ich in Tannenwäldern unterwegs, dann auf Wiesen oder wanderte durch Buchenwälder. Meist hatte ich auch schöne Aussichten auf das Hochsauerland und seine tief eingeschnittenen Täler. Diese natürliche Abwechslung wertet den Uplandsteig auf und macht ihn so interessant. Außerdem befindet sich einer der Seelenorte auf der Etappe 3, der Krutenberg.
Uplandsteig Neerdar Etappe 4
Warum der Uplandsteig?
Sehr aussichtsreiche Strecke
Viel natürliche Abwechslung
Hochheiden
Qualitätsweg
Viele kleine Highlights am Weg
Sehr guter Wanderservice / Qualitätsregion
Wandern ohne Gepäck mit diversen Angeboten möglich
Nützliches
Service: Die Tourist-Information verfügt über Leihausrüstung wie Wanderstöcke, aber auch Karten und Regenschutz. Dies kann zu regulären Öffnungszeiten abgerufen werden.
GPS Daten: Diese habe ich hier noch zusammengestellt und ihr könnt diese mit Komoot nachwandern ohne euch zu verlaufen. Ansonsten habt ihr natürlich auch eine sehr gute Beschilderung am Weg durch zahlreiche Wegweiser mit Zusatzinformationen.
Parken: Das geht an der Tourist-Information, auch über mehrere Tage und ist kostenlos.
Campen: Das ist nicht ausgeschrieben, aber auch nicht untersagt. ich sehe dort immer wieder Camper. Im Gebäuder der Tourist-Information sind dazu auch sanitäre Anlagen ( am Kino ) und ein Cafe.
ÖPNV: Hier fahren Bus und Bahn nach Willingen, aber zum Teil auch an der Strecke. Zusätzlich gibt es das Anruf Sammel Taxi / AST.
Hunde: Sind hier willkommen und auch bei den Einkehrmöglichkeiten gab es immer Wasser. Unterwegs kommen auch kleine Bäche, Flüsse und Seen zum Trinken und Abkühlen. Der häufige Wechsel von offenen und schatten Abschnitten ist für Hunde gut geeignet. Nehmt Tütchen mit.
Uplandsteig Etappen
Etappe 1 von Willingen nach Rattlar – 11Km, 360Hm, Medium
Etappe 2 von Rattlar nach Eimelrod – 12Km, 320Hm, Medium
Etappe 3 von Eimelrod nach Usseln – 24Km, 780Hm, Schwer
Etappe 4 von Usseln nach Willingen – 24Km, 560Hm, Medium
Das ist aber noch nicht alles. Wer die Wanderwoche voll machen möchte, kann den Uplandsteig um den Diemelsteig erweitern und hat 3 weitere Etappen.
Highlights an den Etappen:
Uplandsteig Etappe 1
Strecke: 11Km HM: 360m Einkehr: Gastgeber:
Hier gibt es Waldwege, Pfade und Bachlandschaften. Am Cafe „Fernblick“ müsst ihr mal einkehren, ganz liebe Gastgeber und super Ausblick! Dann die Schwalenburg mit ihren Wällen. Danach geht es noch hoch zum Burgringturm und in das Aarbachtal
Hier gibt es viele kleine Dörfer und den Dommelturm mit seinen Weitsichten über das Hochsauerland. Ihr wandert dann entlang der Dommel. Am Ende eines meiner Lieblingsorte – Eimelrod. Traumhaft schöne Lage, ein sehr guter Gastgeber und ein wunderschöner Trekkingplatz.
Es geht hinauf zum Kahlen Pön, wo einen die Hochheide erwartet und dazu traumhafte Aussichten auf Usseln. Hier ist die Graf-Stolberg-Hütte mit ihren köstlichen regionalen Speisen und dem Biergarten mit Aussicht. Etwas weiter ist noch die Diemelquelle. Eine sehr abwechslungsreiche Strecke.
Naturbelassen Strecken und das Naturschutzgebiet Neuer Hagen mit dem Clemensberg sind die Highlights, aber eigentlich ist die gesamte Strecke sehr reizvoll und bildet den perfekten Abschluss am Uplandsteig.
Das Sauerland ist die erste Qualitätsregion Wanderbares Deutschland und bietet den höchsten Standard zum Wandern. Besonders die Fernwege profitieren davon, da die Wanderfreunde guten Service und Essen zu schätzen wissen. Hier stelle ich euch 7 der schönsten Weitwanderwege vor, die ihr unbedingt wandern solltet. Auf allen war ich schon teilweise unterwegs und es ist einfach so, dass Sauerland ist das schönste Mittelgebirge in Deutschland. Also viel Spaß und gutes Wetter!
Wanderdaumen: Alle 7 bekommen von mit den Wanderdaumen, da die Wege pures Wandervergnügen sind.
Das ist keine Topliste. Alle Wege sind sehr schön!
Diemelsteig
Der Diemelsteig ist ein abwechslungsreiches Sammelsurium aus ganz vielen Kleinoden, Natur und Seelenorten, was diesen Fernweg so spannend macht. Ich bin oft dort und haben Lieblingsplätze wie den Knorreichenwald auf dem Eisenberg entdeckt, oder die Aussicht St. Muffert auf den Diemelsee. Aber auch die Biber am Itterzufluss beobachtet und die Aufnahmen vom Dommelturm gemacht. Selbst das Trekkingabenteuer habe ich unter 1000 Sternen genossen. Die 4 Etappen bieten tolle Aussichten, aber besondere Orte, Einkehrmöglichkeiten und Mischwälder. Das ist oft eine atemberaubende Kulisse, vor allem im goldenen Herbst. Aber es gibt auch wunderschöne Täler und viel Wasser. Vor allem gefällt mir, dass man sich zusammen mit dem Uplandsteig vermarktet und sehr innovativ am Markt auftritt, wie mit der 48h Extrem Extrem, der Mutter die Extremwanderungen oder auch dem Trekkingpark mit 9 Plattformen an beiden Steigen.
Hoch und runter macht hungrig, kein Wunder, dass man hier auch sehr gut einkehren kann. Ihr wandert hier durch das Upland und habt mit Kahle Pön und der Hochheide einen wunderbaren Kontrast zu den waldigen Abschnitten in den Bergen. Highlight ist dabei der Clemensberg mit seiner Aussicht, wo es sogar noch Schutzkabinen für Wanderer gibt, wenn gesprengt wird. Aber der Steinbruch ist stillgelegt. Hier ist auch das NSG „Neuer Hagen“, daher Hunde bitte anleinen. Aber auch außerhalb der Heide kommen Wanderer ins schwärmen, wenn sie die Aussicht vom Dommelturm über das Hochsauerland genießen oder einer Abkühlung im Bömighäuser See nicht widerstehen können. Widerstehen kann man auch schlecht der Aussicht im Cafe Fernblick oder dem leckeren Essen in der Graf-Stolberg-Hütte. Wie beim Diemelsteig schön geschrieben, arbeitet man sehr innovativ zusammen. Neueste Attraktion ist Deutschland längste Hängebrücke. Die ihr mit einem kleinen Abstecher auch mitnehmen könnt.
4,5 Sterne für einen gelungenen Wanderweg durch das Upland und seiner innovativen Ideen
Weitere Ausflüge in der Nähe: Trekkingpark Sauerland, Wandern- und Radwege, Curioseum, Diemelsee, die Hochheide mit dem Turm, längste Hängebrücke in Deutschland, Mühlenkopfschanze, Ettelsberg
Die Toskana des Sauerlandes lädt zum entspannten Wandern ein und verbindet alle 9 Ortsteile von Medebach. Mit Tagesetappen von 3-400 Höhenmetern, ist der Bergweg einer der sanften Fernwege im Sauerland. Dabei geizt er nicht mit bergigen Aussichten, idyllischen Tälern oder mit der wunderschönen Natur des Sauerlandes. Als ich auf dem Medebacher Bergweg unterwegs war, schien die Sonne und das Gras war leicht strohig. Dies war mit der restlichen Kulissen ein sagenhaft schöne Strecke. Dazwischen immer wieder schattige Waldabschnitte, auch mit der Orke und Berge mit Aussichten. Wenn die Natur in das Urbane führte, traf ich fast überall auf wunderschöne Fachwerkhäuser. Eine Region zum Verlieben. Besonders das Orketal, die Heide und das Schwerspatmuseum will ich euch ans Herz legen.
Der bekannte Fernweg E1 führt euch ebenfalls durch das Sauerland und zwar auf 180Km. Dabei sind so bekannte Orte und Regionen wie Marsberg, Adorf, Willingen, Bad Berleburg, Siegen und in Herdorf verlasst ihr das schöne Sauerland. Damit hat der Weitwanderweg E1 eine sehr spannende Wegeführung, nicht zletzt mit zahlreichen Highlights wie Kirchen, Wälder, Hängebrücken, Sportstätten und dazu ist die Region noch Wanderbares Deutschland zertifiziert. Auch wenn ihr nicht den gesamten Fernweg wandert, aber die 180Km sind gut geeignet, um den E1 zu testen.
Wandern vom Osten in den Westen – Die Sauerland Waldroute ist einer der Besten. Auch er gehört zu dem Prädikatswegen und in die erste Qualitätsregion. Was den Weg auch noch so interessant macht, dass es zahlreiche Rundwege in den einzelnen Regionen gibt. Nicht jeder will 240Km wandern, aber so hat man die Wahl und kann den Weg auch in mehreren Besuchen erkunden. Er ist dabei eine Mischung aus Strecken- und Rundweg. Bei dem Dorf Herrlichkeit trennt sich der Weg in eine Nord- und Südroute, die euch nördlich über Alme nach Marsberg führt und über den Diemelsee wieder nach Herrlichkeit. Hier bekommt ihr alles, was das Sauerland an Schönheiten zu bieten hat. Wälder, Seen, Täler, Aussichten und wer mag, kann sogar auf einigen Abschnitten im Zelt übernachten. Meine Lieblingsstele ist dabei immer noch der Eisenberg mit seinen Knorreichen.
4 Sterne für einen sehr schönen Wanderweg quer durch das Sauerland
Weitere Ausflüge in der Nähe: Bei 250Km gibt es überall etwas zu entdecken.
Gastronomie: Jede Menge am Wegesrand.
Gastgeber für einen Urlaub:
Der große D
Ich war in Drolshagen auf dem Kultour-Wanderweg unterwegs und mit Mischwäldern, aber auch Seen bekommt man mich ja immer. Mit der Listertalsperre und dem Biggesee, hat man gleich 2 schön gelegene Seen, wo Der große D vorbei führt. Ich kann euch aber sagen, die Region mag so ein bißchen der Underdog im Sauerland sein, aber landschaftlich ebenfalls reizvoll. Immerhin seid ihr auf den 70Km auch im Bergischen Land und dem Drolshagener Land unterwegs. Der Fernweg ist dabei nicht ganz so schwer und wird in 4 Etappen eingeteilt. Landschaftlich erwartet euch eine sehr schöne Bergwelt, Täler und viel Wasser. Perfekt auch mit Hund. Wer nicht immer nur den Mainstrteam sucht, der kann auf Dem großen D pures Wandervergnügen erleben und einige schöne Tage verbringen. Und kochen können die auch, ich habe damals ein super Spargelmenü gegessen.
Die 250Km lange Wanderung teilt sich in 2 Varianten. Zum einen mit 11 Etappen von Altena nach Korbach, oder in 12 Etappen von Meinerzhagen nach Korbach. Von Korbach bis Kuckuck sind beide Strecken identisch, danach teilen sie sich auf. Unterm Strick wandert ihr von Gipfel zu Gipfel und genießt die traumhaft schöne Landschaft im Sauerland. Ihr solltet natürlich auf den Astenturm, oder den Sauerland-Stabil-Stuhl in der Medebacher Bucht. Aber auch rund um Tittmaringshausen ist es wunderschön, dann umrundet man so halb Winterberg und diese fantastische Berglandschaft, dann weiter nach Bad Fredeburg und bis Kuckuck, wo sich der Weg teilt. Es erwartet euch eine grandiose Mischung aus den Sauerländer Bergen, aber auch weiten Ebenen, Tälern und vielem sehr schönen Ortschaften. Kein einfacher Weg, der aber mit vielen fantastischen Aussichten aufwartet. Und wer mag schöne Aussichten nicht?
4 Sterne für diesen sehr schönen Weg über die Sauerländer Gipfel
Weitere Ausflüge in der Nähe: Bei 250Km gibt es überall etwas zu entdecken.
Gastronomie: jede Menge am Wegesrand. Sind im Sauerland allgemein alle gut.
Gastgeber für einen Urlaub:
5 Seen Fernweg im Sauerland
Dieser Fernweg verbindet alle 5 Seen im Sauerland, die ja bereits beliebt zum Wandern sind. So ist man tagsüber unterwegs und grad im Sommer, gibt es Abends auch einmal eine kühle Erfrischung. Das ist aber kein offizieller Weg, er ist nicht beschildert und ihr wandert nach GPS oder einfach den Wegweisern zum nächsten Etappenziel folgen. Ihr müsst auch nicht starr der Route folgen, sondern könnt noch Abstecher oder Varianten einplanen. Start ist der Biggesee, dann hoch zum Sorpesee, dann weiter zum Möhnesee und als nächstes wandert ihr zum Diemelsee. Hier gibt es Trekkingplätze! Dann geht es weiter zum Hennesee, wo ihr die 192 Km geschafft habt. Unterwegs bekommt ihr viele der schönsten Regionen im Sauerland zu sehen, die für Wanderer viel zu bieten haben. Durch viel Wasser und Schatten, ist die Wanderung auch mit Hund geeignet.
Sonne tanken, Aussichten genießen und charmante Orte sehen.
Bei meinem Besuch auf dem Medebacher Bergweg ( 65Km ), habe ich mehr Kleinode gesehen, als ich mir vorher ausgemalt habe. Besonders die Region um Titmaringhausen mit seinen Tälern und Kahle Pön, obwohl auch… und genau das macht es so charmant, die natürlichen Eindrücke waren so vielfältig, dass man nur schwer sagen kann, was man zuerst nennen soll. Genau mein Ding. Aber eines kann ich sagen, der Titel „Toskana des Sauerlands“ passt wirklich und daher schaut auf die Bilder.
Karte Medebacher Bergweg
Etappen des Medebacher Bergweges
Start ist an der Tourist- Information, wo ihr auch Karten und Informationen bekommt. Die Etappe 1 führt uns auf einem geschottertem Hohlweg aus Medebach und der ist Geschichtsträchtig. Früher fuhr hier die „Kleinbahn Steinhelle-Medebach„. Es folgt das Brühnetal mit einer Mischung aus Mischwald und Bach. Daher auch gut für Hunde geeignet. Es folgt das kleine Dorf Berge, das wir durchwandern und weiter geht es nach Medelon. Hier könnt ihr einkehren und auch übernachten.
Etappe 2 ist die vielleicht anspruchsvollste, da es etwa 400 bergauf zum Roßberg geht. Vorher kommt noch das wunderschöne Orketal, bestehend aus dem Fluss der sich teilweise durch Wälder schlängelt, aber es auch weitläufige Wiesen gibt. Dann geht es bergauf… und weiter nach Deufeld.
–
.
Medebacher Bergweg – Die Sauerland Toscana
Bergig ist er, aber 1.950 Höhenmeter auf 65Km sind 33 Höhenmeter / Kilometer. Für das Hochsauerland eher der mittlere Bereich und ein guter Start für eine Weitwanderung im Sauerland. Wer mag, das gibt es auch ohne Gepäck als Angebot.
Wir umrunden halb Medebach an der Waldkante und der Bach Brühne begleitet uns. Es geht durch Berge, einem Ortsteil von Medebach und weiter nach Dreislar.
Schwerspatmuseum Dreislar
Ein richtig netter Bergort und das Highlight, das Schwerspatmuseum. Jetzt mal ehrlich, was stellt man sich unter Schwerspat vor? Ein Besuch klärt das und wo man sonst oft die Ehrenamtler im Rentenalter sieht, begleitet mich ein ungewöhnlich junger Mann durch das Museum. Grad die Rentner können ja immer aus dem Nähkästchen plaudern, er aber auch!
Wer nun schwere Kost dank Schwerspat erwartet, wird enttäuscht. Hier hat man eine sehr schöne Lichtinstallation, die vor allem Kristalle in den Vitrinen in Szene setzt. Außerdem kann man einiges anfassen, erhält viele Informationen und bestaunt immer wieder die Vielfalt der Steine. Und ihr könnt vor Ort auch welche kaufen.
Weiter geht es nach Medelon und Dreislar liegt wirklich sehr schön eingebettet in Berge. Es geht weiter nach Medelon, wo das Ende von Etappe 1 am Wanderportal in der Ortsmitte ist. Evtl. könnt ihr noch zum Jugendzeltplatz oder Wanderparkplatz Orketal.
Gleich auf Etappe 2 tauchen Laila und ich in das Orketal ein. Der kleine Fluß ist die Lebensader und hält einige kleine Schönheiten bereit. Es dauerte daher nicht lange und ich hatte einen sehr schönen Fotospot gefunden. Aber das Tal selber ist auch schön und wechselt zwischen Wissen und Waldrand ab.
OrketalDie OrkeFotospotSuper Beschilderung
Dann biegt man rechts ab und wandert auf einer sehr waldreichen Strecke Richtung Küstelberg. Unterwegs müssen wir etwa 400 Hm bewältigen und wandern vorbei am Giebel und weiter hinauf zum Rösberggipfel. Hier haben wir die Winterberger Hochfläche mit einer fantastischen Aussicht vor uns. Nun geht es noch etwas bergab und man erreicht Küstelberg.
Nun startet Etappe 3 und das ist vielleicht die schönste Etappe vom Medebacher Bergweg. Alleine schon der Weg nach Titmaringhausen und weiter durch das wunderschöne Tal hinauf bis zur Bankgruppe mit Aussicht… Schaut euch die Aussicht an… ist das nicht der Ort, wo das Wanderherz schlägt? Die Aussicht hatte ich dann auch grühs, leider war der Sonnenaufgang kaum zu sehen.
Medebacher Bergweg
Aber es geht ja weiter Kahle Pön zur Diemelquelle und dann die Graf-Stollberg-Hütte. Letztere müsst ihr einkehren! Mega Lecker, tolle Aussicht und dort trifft man mich meistens, wenn ich im Sauerland bin. Aber nun….
Es geht weiter zum Vogelschutzgebiet und Lift, eine traumhaft schöne Strecke, mal wieder, die mir extrem gut gefallen hat. Oben sind auch Aussichtspunkte, Tafeln, Schutzhütte und Bänke. Dazu hat man noch eine Aussicht wie gemalt. Kein Wunder, dass hier zahlreiche Wanderwege verlaufen. Das ist wie ein Wandermagnet.
Nun geht es noch nach Düdinghausen.
Letzte Etappe führt zurück nach Medebach und noch einmal durch das wellige Höhenprofil des Sauerlandes. Auffällig war auf den Etappen des Medebacher Bergweges, die vielen wunderschön aufgearbeiteten Fachwerkhäuser. Alles wirkte auch sehr aufgeräumt und sauber. Damit hatte man immer die Abwechslung aus Natur und historischen Bauten.
9 Orte mit faszinierenden Fachwerkhäusern
Faziz: Auch wenn ich ein wenig von Etappe 3 schwärme, der ganze Bergweg ist genau das, was man im Sauerland erwartet, abwechslungsreich und unverlaufbar!
Ich war auf Schnuppertour und habe mir die Winterberger Hochtour angesehen. Ich stelle immer wieder fest, dass das Sauerland ein eindrucksvolles Mittelgebirge und wie geschaffen zum Wandern ist. Die Hochtour verbindet alle Orte von Winterberg, 4 Berge, mehrere Täler und kulinarisch gesehen, könnt ihr eure Energiebilanz auf schmackhafte Weise ausgeglichen halten. Einkehrmöglichkeiten gibt es reichlich 😉
Abgesehen davon, ist die Winterberger Hochtour auch ein Qualitätswanderweg und die Sauerland Wanderdörfer die erste Qualitätsregion von Wanderbares Deutschland. Ich muss aber gestehen, dass ich diese Qualität fast schon als den normalen Standard ansehe, so stark ist das gefestigt und das ist gut so. Qualität spürt man einfach und nimmt es gerne an.
Die Winterberger Hochtour – Entdeckertour im Sauerland
Es war nicht mein erster Besuch in Winterberg, ich war schon einmal bei einem Event dort. Da war ich unter anderem auf der Hochheide, was ja fast schon das Wanderdrehkreuz im Sauerland ist. Hier verlaufen zahlreiche Top Wanderwege und angesichts der natürlichen Schönheit ist das auch kein Wunder. Also wollte ich auf der Kurztour mir einige Highlights ansehen. So schlenderte ich durch Winterberg, war einkehren, besuchte mehrere der kleinen Wanderdörfer von Winterberg und fand mich auf dem Fabelhaften Elfensteig wieder, der teilweise mit der Hochtour zusammen verläuft. Den Abschluß aber machte eine ganz besondere Wanderung in Hallenberg…
Winterberger Hochtour – Züchen
Wanderdorf Winterberg
Während das Wanderdorf Winterberg natürlich das Aushängeschild für Wintersport und Wandern im Sauerland ist, zieht es mich eher in die Dörfer. Dort gab es wunderschöne Fachwerkhäuser und so viele Blumen, dass man meint, die haben einen Blumenstandleitung nach Holland. Dazu die meist sehr schönen Tallagen und immer wieder kleine Highlights bis hin zum Sonnenuntergang am Kahlen Asten.
Winterberg ist für mich als Tagesausflug sehr interessant. Schön einkehren kann man hier überall, auf dem Markt flanieren, vielleicht noch Ausrüstung im Sportgeschäft kaufen, sich in der Touristinformation beraten lassen oder eine der vielen Führungen nutzen. Genau genommen, reicht ein Tag wohl nicht. Bei dem Hauptartikel zu den Wanderdörfern habe ich schnell zum Wort Erkunden gegriffen. Das Wanderdorf bietet manchmal doch mehr, als man zuerst denkt.
So war ich an der Ruhrquelle, die bei der Hitze leer war. Aber vom Parkplatz aus hatte ich Hütten gesehen und stand prompt an einem Wald-Infozentrum. Die Hütten waren unterschiedlich verbiunden. Mal ein Steg, ein Tau oder Hängebrücke. Das hat etwas Spielcharme und dürfte Kindern gefallen. Aber es geht hier auch um den Wald und wie nützlich er ist.
Erkundet habe ich dann auch Hallenberg, was zum Wanderdorf gehört. Aber nicht einfach so, denn es gab an diesem Freitag eine Nächtwächterführung. Start 21.00 Uhr bei Dunkelheit, was der passende Rahmen war. Laila war auch dabei und hatte ebenso Spaß. Die Führung war kurzweilig und mit kleinen Episoden der Stadt sehr unterhaltsam. Aber es war gerade die Stromsparverordnung raus und stellenweise hatten wir kein Licht. Hatte man damals ja auch nicht und irgendwie wäre nun eine Nachtwächterlampe sehr cool gewesen. Dann hätten der Nachwächter mit seinem Kostüm, Pike und Lampe, noch etwas authentischer gewirkt.
Nachtwächter Tour Hallenberg
So musste mein Videolicht herhalten 😉 Aber solche kleine Einlagen machen eine Führung sogar noch etwas charmanter. Ich kann diese euch nur empfehlen. Sie ist immer am ersten Freitag im Monat. Wer da nicht da ist, es gibt weitere zahlreiche Führungen in und um Winterberg als Prospekt oder fragt eure Gastgeber / Tourist Information.
Etappe 1 führt euch vom Kahlen Asten nach Siedlingshausen. Die knapp 13Km lange Etappe hat 200m Aufstieg und knapp 600 Abstieg.
Falls ihr von Winterberg startet, geht es erst hinauf zum Kahlen Asten. Dann seid ihr bei knapp 20Km. Wem das zu viel ist, der kann die Etappen auch anders legen und nur bis Altastenberg wandern.
Am Kahlen Asten hat man eine fantastische Rundumsicht und es lohnt sich, einen Tag früher anzureisen. So könnt ihr Winterberg besuchen, auf den Turm gehen oder auch einkehren. Besonders die Abendstimmung ist sehr angenehm, nicht zuletzt, weil sich dort noch weitere Gäste befinden und bei Picknick oder einem Gläschen Wein, den Tag ausklingen lassen.
Gebau das habe ich gemacht und mit Dachzelt den Abend genossen. Frühs hat man wieder den herrlichen Ausblick und wenn ihr zum Skilift kommt, habt ihr einen super Fernblick auf eure Tagesetappe. Ihr wandert Richtung Altastenberg und weiter nach Siedlingshausen.
Etappe 2 führt euch auf 19Km von Siedlingshausen nach Grönebach. Dabei geht es etwa 550m bergauf und 400 hinab. Auf der Strecke liegen die Ortsteile Niedersfeld und Hildfeld.
Etappe 3 führt euch nun in das idyllische Züchen, aber die 18Km haben es in sich. Es geht 620m bergauf und 740 hinab. Ich Züchen war ich noch auf dem Fabelhaften Elfensteig, der teilweise auf der Hochtour verläuft.
Auf Etappe 4 wandert ihr nun von Züchen nach Langewiese über Mollseifen. Die Etappe ist 24Km lang und hat 610 Höhenmeter.
Etappe 5 geht von Langewiese zum Endpunkt am Kahlen Asten. Bis dahin sind es nur 4Km und 130 Höhenmeter. Wer bis Winterberg wandert, hat etwa 10Km zu wandern.
Auf Etappe 2 von Hörstel nach Tecklenburg warten auf euch 20 Highlights auf 20 Kilometern und es ist einer der schönsten Etappen auf deutschen fernwegen.
Ich war auf einer der schönsten Etappen des Hermannsteigs unterwegs und hier findet ihr die Highlights, GPS-Daten, Gaststätten, tolle Fotospots und hier Menge Bilder.
Darum lohnt es sich:
Extrem Abwechslungsreich
Ausgezeichnet von Wanderbares Deutschland
Nasse Dreieck, Dörenther Dreieck, Brochterbeck und Tecklenburg
Auch wenn es nur wenige Höhenmeter sind, einige Stellen sind recht pfadig und besonders die Pfade rund um das Hockende Weib haben viele Wurzeln. Nehmt daher festes Schuhwerk mit. Wanderstöcke sind aber nicht unbedingt nötig. Ansonsten dem Wetter angepasste Kleidung.
Am Start Bahnhof gibt es einen großen öffentlichen Parkplatz der kostenlos ist. Am eigentlichen Start, dem Huckberg, befindet sich ein weiterer kleiner Parkplatz. Dieser ist ebenfalls kostenlos.
Hermannsweg mit Hund
Das geht sehr gut. Es gibt immer mal wieder Wasser, aber nehmt dennoch etwas mit. Einige Abschnitte sind Naturschutzgebiet, daher die Hunde bitte an die Leine.
Welch3e Jahreszeit?
Da es in NRW nur selten Schnee gibt, kann der Hermannsweg fast ganzjährig gewandert werden. Die Wegestruktur ist gut. Im Winter könnte es Eis geben, da entweder vorsichtig oder später wandern.
Blog zur Etappe 2
Der Abschnitt zwischen Hörstel und Tecklenburg ist sicherlich der schönste auf den Hermannshöhen und kann auch als Weg mit den meisten anderen Etappen auf Fernwegen mithalten. ERr hat so viel zu bieten und das bei nur wenigen Höhenmetern. Da sage ich mal: Entspannt die Vielfalt genießen.
Hermannsweg Etappe 2
Ich habe in den letzten Jahren alle Teutoschleifen erwandert und war immer wieder kurz auf dem Hermannsweg, meist bei den besonderen Highlights. Nun stelle ich euch die Etappen 2 und 3 einmal vor, wo sich viele kleine und große Ausflugsziele befinden. Es wird eine interessante Liason und zeigt, warum der Hermannsweg einer der ältesten Wege mit dem Zertifikat von von Wanderbares Deutschland ist und zu den Top Trails gehört. Lasst uns einmal loslegen…
Hermannsweg von Hörstel nach Tecklenburg
Auf Etappe 1 geht es von Rheine nach Hörstel und diese ist recht urban. Hörstel ist der Übergang in die waldreichen Etappen, aber nicht ohne einen letzten urbanen Eindruck zu hinterlassen.
Start ist eine unscheinbare Bank neben der Straße am Huckberg. Wer mit dem Auto kommt, der hat 50m im Wald einen kostenlosen Parkplatz. Wenn ihr mit dem ÖPNV anreist, gibt es dahin einen Zuweg von 1,5 Kilometern durch Hörstel, aber ohne Höhenmeter. Geht also recht fix.
Vom Huckberg geht es zuerst ein kleines Stückchen auf einem Waldpfad zum Nassen Dreieck. Hier ist die Wasserkreuzung aus dem Dortmund-Ems-Kanal und Mittellandkanal. Hier haben wir wunderschöne Brücken im alten Stil, dann den roten Pavillion als Aussichtsplattform und können die vielen Schiffe beobachten, die hier vorbei kommen. Wenn ihr nach links schaut, dann seht ihr auch die Gaststätte „Zum nassen Dreieck“. Da habe ich bereits drin gegessen und kann das empfehlen. Ist zwar etwas früh auf der Tour, aber vielleicht nach Etappe 1, wenn ihr Hunger habt.
Nun geht es erst einmal hinauf zur Schönen Aussicht, unserem nächsten Höhepunkt. Wir müssen stolze 70 Höhenmeter überwinden und das auf einem urigen Pfad. Ihr schafft das schon 😉 Und oben wartet als Belohnung eine schöne Aussicht. Ist ja wie in den Alpen, nur muss man da eine Null an die 70 hängen.
Vielleicht ist das auch ein Vorteil. Man hat auch sehr schöne Strecken, Aussichten und Highlights, aber nicht diese enorm langen Anstiege.
Nunja, oben erwartet mich die Aussicht auf das Münsterland. Was ich vor mir sehe, ist auf einer Metalltafel zu sehen und einige Dinge davon, werde ich heute noch sehen. Ist bestimmt auch Abends im Sonnenuntergang ein schöner Spot, um den Abend ausklingen zu lassen.
Es geht weiter in Richtung Brochterbeck. Auf dem Kann des nördlichen Teutoburger Wald führt mich der Weg durch lichten und dichten Wald. Gerade im Herbst ist das eine farbenfrohe Kulisse durch die vielen Laubbäume und Büsche. Nimmt man es genau, bin ich ja erst 5 Kilometer unterwegs und hatte schon einige ganz unterschiedliche Eindrücke. Aber es wird noch besser!
Dörenther Klippen
Denn nun wandere ich weiter in Richtung der Dörenther Klippen. Nach den Externsteinen das imposanteste Sandsteingebilde im Teutoburger Wald. Wobei man gar nicht so viel sieht, denn ein großer Teil ist unter der Erde. Im Bereich vom „Hockenden Weib“ ist die markanteste Stelle und unzählige Felsen bilden ein besonders schönes Felsenareal.
Wer in leichter Kletterlaune ist geht recht den Pfad hinauf und bahnt sich einen Weg über die Pfade durch die Felsen und über Plateaus. Ich bin hier zum dritten Mal und es ist immer wieder beeindruckend.
Hier ist dann auch das Hockende Weib, dass einer Sage zufolge ihre Kinder vor einer Flut schütze und sie oben auf den Klippen die Kinder über das Wasser hielt, bis die Flut zurück ging und sie versteinerte. Danach treffen wir auf den Weg, der an den Klippen vorbei führt und wir stehen an der Almhütte Dörenther Klippen. Hier gibt es Getränke und auch mal Kuchen. Eine Speisekarte gibt es nicht. Scheinbar macht das auch nichts, denn der Biergarten ist voll und die Gäste gut gelaunt. Wer mag, es gibt auch einen Aussichtsturm mit Weitblick.
Wir laufen nun weiter über die Klippen, die mit Wald bewachsen sind. Nach 3,5 Kilometern kommt die große Waldkreuzung und kurz danach der Dreikaiserstuhl.
Auch hier ragen die Klippen aus dem Boden und sind eine beeindruckende Felsformation. Man kletter dort herum, aber ist im Wald und es gibt keine Weitsichten. Einige Kletterfans haben mehrere Routen, auf dem sie ihrem Hobby frönen.
Bocketalblick
100m weiter haben wir dann den fehlenden Ausblick. Da ist der Bocketalblick am Königstein. Da sind die Felsen direkt an der Waldkante und man hat eine Art felsige Aussichtsplattform. Unter mir raschelt es und ich höre… auch, ein Kletterfreund oder auch 2… So ist das hier 😉
Eine Bank gibt es auch, wo ihr das Panorama genießen könnt.
Idyllisches Brochterbeck
Es geht bergab und wir verlassen so langsam den Wald und kommen auf eine Streuobstwiese mit Infotafeln. Das ist eine nette Abwechslung, aber noch besser ist der Streuobstwiesensaft! Den gibt es nicht hier, aber am Ende der Etappe 2 in Tecklenburg. Da ist das ANTL, aber leider ist der schnell ausverkauft und der Laden hat nur sehr eingeschränkte Öffnungszeiten. Aber es lohnt sich, der Streuobstwiesensaft ist extrem gut.
Nach 13 Kilometer habt ihr vielleicht Hunger? Wenn ihr nach der Streuobstwiese geradeaus lauft, kommt ihr nach Brochterbeck. In der historischen Gaststätte Franz gibt es am Wochenende etwas zu essen. Diese liegt direkt am Weg in Brochterbeck. Ihr könnt aber auch links zum Ringhotel Teutoburger Wald. Das ist nur ein kleiner Umweg, aber die haben extra für Wanderer eine Mittagskarte und es ist die ganze Woche geöffnet. Ich kenne dort den Chef und auch das Hotel. Ich sage es mal so, es dürfte euch sehr gut schmecken und gefallen.
Richtung Tecklenburg
Nach Brochterbeck erwartet uns noch einmal ein kleiner Aussichtspunkt auf das Münsterland und diese Aussicht bleibt uns etwas erhalten, wenn wir dem Hermannsweg folgen.
Dabei sehen wir auch den „kleinen Canyon“. Quasi ein Vorgeschmack auf die Etappe 3. Der hat sich in einem kleinen Steinbruch gebildet und ist auch leicht türkisgrün. Auf dem Weg genießt man den Weitblick, hoffentlich etwas Sonne bis man nach Tecklenburg kommt und vom Bismarckturm empfangen wird. Den Schlüssen gibt es im Hotel, dass 50m weiter ist. Hier könntet ihr einkehren, aber da ist es immer recht voll.
Aber ihr seid ja schon fast am Ziel. Ein paar Minuten weiter seid ihr am Parkplatz Münsterlandblick, wo eure Tour zu Ende ist.
Tecklenburg – Balkon des Münsterlandes
Nun kommt der Genussteil. Eigentlich rate ich euch zu einem Tag Pause. Tecklenburg lohnt sich wirklich zu erkunden und nicht nur einfach durch zu wandern. So könntet ihr nach der Tour Kaffee und Windbeutel, oder auch kalten Hund, im Doppellecker genießen. Das ist ein Doppeldeckerbus im 50er Jahre Stil, der meist am Bahnhof steht. Ihr könntet aber auch mit einer Postkutsche fahren, das ANTL besuchen und Streuobstwiesensaft und andere Naturprodukte zu kaufen.
Aber das eigentliche Highlight ist die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, Burganlagen bis hin zum Burgtheater. Zentraler Punkt ist der Markt, wo man auch gut einkehren kann. Von hier aus könnt ihr durch die Geschäfte schlendern, das Moderson- oder Puppenmuseum besuchen, hoch zum Burgtheater oder in die Tourist-Information.
Wer mag, kann auch wandern. Es gibt 2 kleine Wanderungen. Zum einen Modersons Spuren in Richtung Kurpark oder Tecklenburger Romantik. Beides Premiumwege.
Fazit Etappe 2
Sie ist vielleicht die schönste Etappe auf dem Hermannsweg, auch wegen der vielen Highlights. Zusammen mit Tecklenburg ist ein Tag fast schon zu kurz, wenn man alles erleben will. Trotz 20Km und 450 Höhenmetern, ist diese Wanderung nicht allzu anstrengend. Definitiv auf Augenhöhe mit den schönsten Wegen, die Deutschland zu bieten hat.
Begründung: Die Etappe 2 bekommt die Auszeichnung, da sie den Wanderern viele kleine und große Eindrücke beschert. Mal steht man staunend an einer Schleuse, sieht die Schiffe an einer Wasserkreuzung, wandert danach durch urige Laubwälder und Felsformationen und kann die Etappe im wunderschönen Tecklenburg beenden. Gern auch mit einer Einkehr.
Außerdem hat sie kaum Höhenmeter und ist daher für jedermann zu schaffen. Dennoch besitzt die Tour einen angenehmen Bergcharakter. Einkehrmöglichkeiten gibt es ebenfalls. Zusammen gefasst, alles was man sich als Wanderer wünscht auf einer Wanderung.
Diese Rothaarsteig-Spur ist auch im Herbst / Winter ein erlebenswertes Highlight. Schaut euch meine Bilder und Bericht an, danach wollt ihr dort auch wandern.
Wanderung Romantischer-Hickengrund
Wandertipp
Kurz: Diese Wanderung am und auf dem Rothaarsteig führt euch durch das Siegen-Wittgensteiner Land, das an das Sauerland angrenzt und sogar ein Dreiländereck hat. Gleich nach dem Start taucht ihr in ein Naturschutzgebiet ein, wandert durch viel Wald, habt wunderschöne Aussichten, erlebt Hörspiele, genießt die Vesperbänke und deren Ausblicke.
Mit knapp 25Km keine kurze Tour aber die Höhenmeter verteilen sich sehr gut. Wer mag, kann diese auch als Nord- und Südtour wandern. Beschilderung ist perfekt, immerhin hat man ja auch das Zertifikat von Wanderbares Deutschland. Definitiv eine sehr schöne Tour für alle Jahreszeiten.
Wanderweg mit Karte und GPS
Markierung: Liegendes weißes R auf schwarzem Grund. Beschriftung Rothaarsteig-Spur. Teilweise mit Richtungspfeilen.
Eiskalter Genuss – Der Wanderweg Romantischer Hickengrund im Winter
Romantischer Hickengrund im Winter
Die rothaarsteig Spur Romantischer Hickengrund ist einer der Rundwanderwege am Rothaarsteig. Er ist 25Km lang und hat etwa 550 Höhenmeter, die sich gut verteilen. Das macht ihn zu einem mittelschweren Wanderweg. Dank des Mittelgebirgsflairs, dem Tal und seinen Wäldern, hat der Wanderer eine Abwechslungsreiche Tour. Das hört sich jetzt gar nicht so spannend an, wie man es vor Ort erlebt… und im Winter hat die Wanderung noch ihren ganz eigenen Reiz. Ich war mit Laila und Dachzelt bei zapfigen -5 bis -11 Grad unterwegs… Warum ihr das auch einmal machen solltet, lest ihr im Wanderblog.
Video
Romantischer Hickengrund im Winter
Grillhütte am Romantischer Hickengrund
Morgenstund hat Gold…. Oder der frühe Vogel… kann mich mal. Wer will schon um 6 Uhr morgens los, damit er die Sonne beim Wandern aufgehen sieht. Aber wir haben den 21. Dezember und bei meiner Herbst- und Wintertour, den kürzesten Tag des Jahres. Sonnenaufgang ist da erst deutlich nach 10 Uhr im Hickengrund. Chapeau, genau mein Ding… Ok, die -11 Grad hier an der Grillhütte waren im Dachzelt zapfig, aber der Blick hinaus verriet schon, dass dieser Tag fantastisch werden würde. So schälte ich mich aus dem warmen Schlafsack.
Da die Bäume ohne Blätter sind, schiebt sich die Sonne über die Berge und die Bäume werfen kaum enden wollende Schatten weit in das Tal. Dabei reicht die Sonneneinstrahlung noch lange nicht, um die Raureif-Landschaft aufzutauen. Gräser, Blätter, Büsche und Äpfel sehen dabei wie gemalt aus und tauchen die Landschaft in ein Winterkostüm.
Winter am Romantischer Hickengrund
Winter kann so wundervoll sein.
Weg zum Großer Stein
Eigentlich könnte ich hier starten, ist ja ein Rundwanderweg. Aber ich fahre zum eigentlichen Startort nach Burbach, wo es kostenlose Parkplätze gibt. Hier stehen Infotafeln und weisen auf das erste Highlight hin. Den großen Stein. Hört sich ja schon spannend an… naja, nicht wirklich.
Aber auf dem Weg dahin, gibt es ein Naturschutzgebiet, eine Hörstation und nach knapp 1,5 Kilometern die Hochzeit mit dem Rothaarsteig. Also Wanderschuhe geschnürt, Laila an die Leine und mit der Kamera los.
Bereits nach wenigen Metern bin ich am Naturschutzgebiet und die Sonne sticht durch die Bäume. Sonnenstrahlen statt Laubblätter, was bei -6 Grad angenehm ist. Den Rest erledigt die Bewegungswärme. Kalt wird mir also nicht.
Ich wandere weiter und siehe da, eine Hörstation. Gleich mal ausprobiert und schön gekurbelt. Mehr dazu gibt es dann im Video 😉. Kurz danach eine Kreuzung, wo ich auf den Rothaarsteig treffe. Ich müsste links runter, aber rechts ist der Große Stein. Ups, das ist kein Stein und auch nicht langweilig. Sondern ein Steinfeld mit Moosbewachsenen Steinen, lichter Wald, Baumstämmen und die Sonne verzaubert die Kulisse auch noch mit langen Schatten. Man sollte aber auf den Pfaden bleiben, es ist rutschig.
Romantischer Hickengrund – Hier Großer Stein
Der Weg und seine Highlights
Die Wegequalität ist auch für Herbst- und Wintertouren geeignet. Es sind fast alles befestigte Wege und in gutem Zustand. Wir haben hier das Problem mit dem Borkenkäfer gehabt, aber das ist beim Weg kaum zu merken. Hier und da mal eine kleine Stelle. Bei meinem Besuch war das eh gefroren.
Naturschutzgebiet
Hörstationen
Großer Stein
Mehrere sehr schöne Aussichten
5 Vespertische
Alte Brecheranlage Lützeln
Kaolin Tongrube und der Aussichtspunkt
Dreiländereck
Hütten
Bäche
5 Gaststätten in den Ortschaften
Nach dem ersten kurzen Anstieg, geht der Wanderweg eher wellig weiter. Auf den letzten Kilometern wandern wir noch einmal hinab in das Tal und hoch zum Start.
Da im Winter die Tage kürzer sind, könnt ihr die Wanderung auch teilen. Es gibt dafür extra die Nord- und Südvariante.
Picknick Wanderung
Das erste Highlight sind die 5 Vespertische auf der Wanderung. Diese stehen immer an sehr aussichtsreichen Stellen und gerade im Winter könnt ihr hier einen Tee trinken und etwas essen. Angesichts der weniges Tagesstunden im Winter, sind diese Picknickpausen ideal. Eine Einkehr braucht halt immer Zeit.
Heißer Tee? Kaffee? Die Vespertische am Wegesrand.
Unterwegs gibt es auch 5 Gaststätten in den Ortschaften, die ihr mit einem kleinen Abstecher erreicht. Achtet aber bitte auf de Öffnungszeiten.
Die großen Highlights sucht man hier vergebens, aber diese werden aktuell ja eh überrannt und das mag auch nicht jeder. Hier sind es eher die kleinen Highlights für Naturliebhaber und Hundefreunde. Da wir uns auf den Bergrücken um den Hickengrund bewegen, haben wir immer wieder Weitsichten auf die Orte oder in das weite Land. Dazu kommen Bäche, Laubwälder, Gesteinsformationen bis hin zu Naturschutzgebieten.
Aber auch der Mansch hat hier seine Spuren hinterlassen. Wir wandern an der alten Brechanlage vorbei zu einer Tongrube mit Aussichtsplattform, es gibt die Hörstationen, die Grillhütte und Apfelbäume.
So hat der Romantische Hickengrund eine sehr angenehme Kombination und dazu dieses tolle Lichtspiel.
Die Natur
Auch wenn die Region bergig bis urban ist, sie hat immer wieder tolle Oasen. Als erstes stand ich an dem kleinen Bach in Lützeln und konnte die Kulisse mit der Sonne genießen. Oder der Aussichtspunkt über der Tongrube, der diesen grandiosen Blick auf die Berge und den Wald hat. Die Baumallee über der Grillhütte oder das moosbewachsene Steinfeld. Aber auch viele kleine Eindrücke, besonders durch den Raureif, sind im Winter immer wieder schön.
Natur am Weg
Wandern mit Hund
Ich war mit Laila unterwegs und der Weg ist ideal für Hunde. Dank kleiner Bäche kann man sein Wasser auffüllen. Snacks bitte mitnehmen. Grundsätzlich gilt auf den Wegen, dass der Hund entweder sehr gut abrufbar sein muss, oder an der Leine geführt werden soll. Im Bereich von NSG generell an die Leine.
Da die Wege sehr gut ausgebaut sind, gibt es auch kaum Gefahren für die Fellnasen. Schuhe sind auch nicht nötig.
Fazit:
Klar ist der Rothaarsteig ein beliebter Wanderweg, aber die Rundwanderwege wie der Romantische Hickengrund, sind auch im Herbst und Winter ein sehr guter Wandertipp. Seit Jahren entdecken die Wanderer den Winter immer mehr, da wir kaum noch Schnee haben. Warum nicht auf Qualität setzen? Die Beschilderung, die Wege und die Natur ergeben ein rundes Paket für eine Winter-Wanderung. Und besonders bei Minusgraden ist es noch einen Tick schöner.
Offene Landschaften, schattige Baumabschnitte und tolle bergsichten machen die Etappe 3 von Eimelrod nach Usseln so charmant, dass man glatt die 25 Kilometer und 800 Höhenmeter vergisst.
Die Etappe 3 besticht durch sein weitgehend offenes Gelände. Tolle Wiesen, leichte Berge und sogar ein See machen die Kulisse aus. Das geht schon in Eimelrod, eurem Startpunkt los und zieht sich so bis zum knapp 25 Kilometer entfernten Usseln. Mit 800 Höhenmetern ist es damit die Längste, aber auch Höhenmeterreichste Etappe auf dem Uplandsteig. Dazwischen habt ihr so Kleinode wie Bömighausen, den Badesee, Welleringhausen mit seinem Naturschutzgebiet und den Kahlen Pön und seine Bergwelt.
Übersicht
Vom Ortshern Eimelrod startet ihr in Richtung Neerdar und den ersten Kilometer geht es bergauf bis zum Trekkingplatz. Wer hier startet erspart sich den kleinen Aufstieg und nun geht es leicht wellig Richtung Neerdar, das im Tal liegt und wir hinunter wandern. Wir haben hier links und rechts hauptsächlich Wiesen, sehen auch mal Kühe und manchmal auch schattenspendende Bäume.
Nach der Eisenbahnunterquerung sehen wir dann Neerdar und folgen dem Uplandsteig. Nun geht es durch einen lichten Wald nach Bömighausen, das wir umrunden und vom Weg eine schöne Aussicht auf den Ort haben und dann beim Badesee ankommen. Hier könnt ihr eintauchen, euch erfrischen oder eine Pause einlegen.
Denn nun geht der Uplandsteig bergauf Richtung Welleringhausen und dem Naturschutzgebiet. Landschaftlich sehr reizvoll und da die Steigung eher leicht ist, könnt ihr gemütlich hinauf wandern. Ihr folgt dem Steig weiter leicht bergauf und wandert über lichte Wälder und Wiesen vorbei an Güdinghausen.
Bei Kilometer 37,3 könnt ihr euch auch für die Talvariante entscheiden. Das gabelt sich kurz hinter Welleringhausen und ihr geht für 6,5 Kilometer durch ein Tal bis Usseln, wo ihr an der Diemelquelle wieder auf den normalen Uplandsteig trefft. Auf diesen 6,5 Kilometern habt ihr nur etwa 200 Höhenmeter.
Es geht weiter zu einem weiteren Highlight, dass ebenfalls ein Naturschutzgebiet ist. Der Kahle Pön ist der Hausberg von Usseln und liegt auf der Bergvariante ( es gibt noch eine Talvariante ). Ihr wandert hoch zur Graf-Stollberg-Hütte, wo ihr auch sehr gut einkehren könnt. Beim Essen oder Wandern könnt ihr die fantastische Aussicht auf die Upländer Bergwelt genießen.
Die Graf-Stollberg-Hütte
hat einen großen Biergarten, aber auch einen sehr schönen Innenbereich. Das Essen ist sehr gut, egal ob Schnitzel, Vegan oder der Kuchen. Vor allem wird hier sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt.
Gestärkt und mit schönen Aussichten versorgt, geht es nun die letzten Kilometer hinunter nach Usseln. Dabei trefft ihr noch auf die Diemelquelle, wo es Sitzgelegenheiten und auch ein kühlendes Armbad gibt. Hier treffen auch die Berg- und Talvariante aufeinander und es geht wieder normal weiter.
Wahrscheinlich habt ihr dort ein Quartier. Wer zum Trekkingplatz Usseln geht, hat Abendseinen schönen Sonnenuntergang hinter Usseln. Der Platz heisst „Milchstrasse“, da in der Nähe das neue Milchwerk zu sehen ist. Das passt irgendwie zum Humor der Initiatoren.
Gastgeber, Angebote und Transfer
In Usseln gibt es zahlreiche Gastgeber und Angebote. Das geht von der Pension los und reicht bis zum Hotel. Ihr habt da eine recht große Auswahl. Einige nehmen auch Wanderer für eine Nacht auf ( evtl. gegen kleinen Aufpreis ) und es gibt auch welche die Transfers zu den jeweiligen Startpunkten anbieten und euch abholen.
Es gibt aber auch die Möglichkeit mit dem ÖPNV zu fahren.
Der Blick von der recht offen gestalteten Etappe 3 auf die Upländer Bergwelt ist traumhaft und mit Highlights wie Bömighausen und seinem See, dem Naturschutzgebiet in Welleringhausen, Kahlen Pön und Usseln gibt es auf den knapp 25 Kilometern jede Menge zu sehen. Mit 800 Höhenmetern ist sie zwar auch die schwerste Etappe, aber die Steigungen sind meist sanfter Natur. Außerdem gibt es zahlreiche Sitzbänke und Abkühlungsmöglichkeiten.
Eine wunderschöne Etappe von Rattlar nach Eimelrod von 12 Kilometern, wo ihr unbedingt hoch zum Dommelturm solltet. In Eimelrod gibt es auch einen Trekkingplatz.
Das wird wieder ein Fest für die schönen Aussichten, denn diese sind allgegenwärtig.
Die Etappe 2 ist mit 12 Kilometern Länge eher kurz und hat auch nur 300 Höhenmeter. Allerdings gibt es 2 unterschiedliche Startorte, je nachdem ob man die Trekkingtour oder den klassischen Steig wandert. Im Prinzip könnt ihr die Etappe 1 und 2 auch als eone Etappe wandern.
Start Trekkingplatz Schwalefeld
Dieser Start liegt vor der eigentlichen Etappe 2 die in Rattlar beginnt. Aber die Aussicht vom Trekkingplatz, die Schutzhütte und die Nähe zur Schwalenburg ist für den Trekkingplatz natürlich eine sehr gute Wahl. Bis nach Rattlar sind es etwa 3 Kilometer, die ihr erst durch das Aartal wandert und dann weiter über den Frankenweg in den höchstgelegenen Ortsteil von Willingen.
Nun trefft ihr wieder auf die normale Strecke von Etappe 2 des Uplandsteigs.
Rattlar
Ihr verlasst Rattlar auf Wiesenwegen und durchquert ein Waldstück in Richtung der Dommelhöfe. Eigentlich geht es hier rechts weg, aber mit einem kleinen Abstecher kommt ihr hoch auf den Dommelturm mit seiner fantastischen 360 Grad Aussicht.
Vom kleinen Parkplatz aus, gibt es 3 Wege die hoch führen. Der mittlere ist etwas steiler, die anderen beiden länger und führen um den Dommelberg herum. Ich empfehle rechtsherum und den mittleren Weg wieder hinunter. Der Umweg ist etwa 1 – 1,5 Kilometer und etwa 150 Höhenmeter.
Oben vor dem Turm gibt es auch eine Sitzbank und Schutzhütte.
Dommeltal und Dommelturm
Weiter geht es durch das Dommeltal bis zur Hauptstrasse und weiter auf dem Uplandsteig. Ihr seid hier auch auf dem Diemelsteig, die sich ein Stück des Weges teilen. Nach 100m macht der Wald wieder auf und ihr habt links wieder traumhafte Aussichten.
Etwas weiter wechselt die Kulisse rechts von den Wiesen zu Bergsichten auf das Upland und wenn ihr dann nach hinten schaut, sehr ihr auch den Hochheideturm auf dem Ettelsberg.
Ein Baum mit Wegweiser und Sitzbank markiert die vielleicht schönste Aussicht auf diesem Abschnitt und wenn ihr genau schaut, etwa 100m weiter ist schon der nächste Trekkingplatz Niegelscheid.
Da das bis dahin nur wenige Kilometer waren, habt ihr die Wahl dort zu übernachten oder noch 3 Kilometer bis Hemmighausen / Eimelrod zu wandern. In Eimelrod gibt es ebenfalls einen Trekkingplatz und auch Pensionen. Als ich auf dem Trekkingplatz in Eimelrod übernachtet habe, traf ich eine Wanderin die dort in der Pension übernachtet hat. Die war sehr angetan von der pendion, Service und Frühstück.
Aber zurück zum Uplandsteig
Lauft ihr weiter Richtung Hemmighausen kamen bei mir Rapsfelder in Goldgelb, eine Schutzhütte und auch Sitzbänke. Auch hier sieht man weiterhin das Upland und wandert vorbei am kleinen Ort Niegelscheid bis Hemmighausen.
Eimelrod
Eimelrod
Eimelrod kommt gleich im Anschluss. Die Orte haben eine herrliche Tallage und sehr schöne naturnahe Wege. Außerdem liegt der Trekkingplatz wunderschön in einer Schneise in einem Miniwäldchen mit Blick über den oberen Teil von Eimelrod.
Gastgeber Etappe 2
Landgasthof Sauer in Eimelrod
ÖPNV
Mit der Buslinie 507 könnt ihr nach Willingen fahren. Eine aktive Bahnverbindung gibt es nicht.
Der Diemelsteig ist ein Qualitätswanderweg im Sauerland und einer der schönsten Fernwege. Er kann in 3 oder 4 Etappen gewandert werden, die ihr von Gasthof zu Gasthof, mit Standquartier oder als Trekkingtour unternehmen könnt. Unterwegs findet ihr Biber, Knorreichenwälder, den Diemelsee und Aussichten über das Hochsauerland.
Parken
Am Start in Heringhausen gibt es an der Touristinformation einen Parkplatz. Wenn ihr von einem Standquartier startet, helfen euch die Gastgeber gerne weiter oder haben eigene Stellplätze.
Es gibt eine ganze Reihe Gaststätten am Wegesrand, auch mit Biergarten.Ich habe euch diese unten im Beitrag nach Etappen gelistet. Erkundigt euch zu den Öffnungszeiten.
🏰 Sehenswertes
Neben einer zauberhaften Natur und schönen Aussichten, habt ihr unterwegs einige Highlights zum Entdecken.
Diemelsee
Promenade
Liebesinsel
Klippe St. Muffert
Eisenberg
Staumauer
Adorf
Dommelturm
Itterzufluss mit den Bibern
Visionarium
🏕️ Spannendes
Trekkingpark: Wie wäre es, die Tour als Trekkingtour mit Zelt zu unternehmen? Die Plätze sind gut ausgestattet und haben eine super Aussicht auf die Region.
48h Extrem-Extrem: Das Langstreckenevent auf dem Diemel- und Uplandsteig zählt als eines der härtesten Events für Wanderer, aber auch eines der Emotionalsten.
Nützliches in Kürze
Wo befindet sich der Diemelsteig?
Der Diemelsteig verläuft um den Diemelsee, Hemmighausen und Schweinsbühl im Sauerland, wo er euch durch Hessen und NRW führt.
Infos:
Die richtige Vorbereitung ist das A und O. Hier habe ich viele hilfreiche Tipps für deine Tour auf dem Diemelsteig.
Diemelsteig: Er ist ein zertifizierter Qualitätswanderweg und befindet sich in der Qualitätsregion Sauerland. Daher ist er unverlaufbar beschildert und es gibt einen sehr guten Service. Das sorgt für entspanntes Wandern in der zauberhaften Natur. Mit 63Km und 1.700 Höhenmeter ist er im Bereich der mittelschweren Fernwege. Ein super Einstieg, da ihr den Diemelsee und das Hochsauerland kombiniert.
Diemelsteig – Fernweg im Sauerland
Anfahrt / ÖPNV
Auto: Über Marsberg, Bad Arolsen, Willingen oder Korbach kommt man sehr gut zum Diemelsee. Vor allem sind die Strecken nur wenig befahren und landschaftlich reizvoll.
Bahn: Ohr könnt mit dem Zug nach Korbach oder Willingen fahren. Vor Korbach fährt regelmäßig die Buslinie 566 nach Heringhausen, oder die Buslinie 560 ab Willingen.
AST: Das AnrufSammelTaxi ergänzt das Busangebot, wenn diese nicht fahren und kann im Vorfeld einfach gebucht werden.
Service
Etappen: Wenn ihr zu den Etappen kommt, gibt es viele wichtige Informationen zu den Gastgebern, Einkehr bis hin zum Parken.
Wegequalität: Ihr habt sehr viele klassische Waldwege, gepaart mit Pfaden und wenig Asphalt. Daher sind vernünftige Wanderschuhe sinnvoll. ich empfehle mindestens gute MidCuts mit gut profilierter Sohle. Wanderstöcke sind hier ebenfalls hilfreich, aber nicht zwingend nötig, außer bei viel Gepäck.
Toiletten: Es gibt einige öffentliche Toiletten am Weg, vor allem in den Gaststätten. In Heringhausen in der Touristinformation, Adorf im Rathaus, Grube Christiane und durch den Trekkingpark auch an den Trekkingplätzen am Weg.
Wasser: Hier habt ihr mehrere Gaststätten, die Tourist-Information, Grube Christiane und das Adorfer Rathaus. Mit Diemel, Itter und Rhene habt ihr 3 Bäche mit Wasser für Hunde, oder nehmt Filter mit zum säubern.
Ihr könnt den Diemelsteig in 3 oder 4 Etappen wandern. Ich habe euch hier die gemütliche 4 Etappen Variante zusammengestellt. Man kann das einfach besser genießen, hat mehr Zeit zum einkehren und erholt sich sanft. Die 3 Etappen Variante ist aber ebenso schön! Daher hier die Komplette Diemelsteig Wanderung als Karte, die ihr mit Komoot wandern könnt.
Etappe 1 – Aussichtsreich
Die Etappe 1 führt euch von Heringhausen nach Adorf und hält für euch die schönste Aussicht auf den Diemelsee bereit – Die Klippe St Muffert. Außerdem erwarten euch Knorreichenwälder, Wiesen und Aussichten. Mit nur 13 Kilometern könnt ihr Vormittags stressfrei anreisen und auf der Wanderung noch in die Grube Christiane besuchen.
Neben den Angebote, könnt ihr auch eigene Gastgeber nutzen. Hier eine Auswahl:
Gasthof Zur Linde
Landhaus Hofmeister
Landhaus Bornemann
Hilfreiches
Hier gibt es einen großen Edeka mit Bäcker
Das Tretbecken erfrischt und tut gut
Etappe 2 – Mehr als still
Auf der Etappe 2 erwartet euch ein sehr schöner Abschnitt mit dem „Weg der Stille“, aber auch der Seelenort „Adorfer Klippen“, die „Rhene-Quelle“ und das „Kloster Flechtdorf“. Da vergehen die 21Km wie im Flug. Bei Schweinsbühl kommt ihr auch am Trekkingplatz vorbei und 300m weiter ist ein sehr schönes Tretbecken. Unterwegs könnt ihr im Kloster-Cafe einkehren.
Das Kloster Flechtdorf solltet ihr unbedingt besuchen und es gibt hier auch Führungen
Etappe 3 – Die Biber
Euer Tagesziel ist die Staumauer und bis dahin erwartet euch ein grandioser Mix aus Wäldern, Wiesenlandschaften und mit einem kleinen Abstecher auch der Dommelturm mit seinen phantastischen Ausblick auf das Hochsauerland.
Mein Liebling ist aber der Itterzufluß. Da lohnt sich ein ganz kleiner Abstecher auf den Pfad, der direkt an der Itter liegt. Ihr müsst nur zur Bank laufen und dann links. Hier sind die Biber zu Hause und ihr könnt bis an ihr Revier.
Anschließend geht es über die Straße und ihr habt rechts den Diemelsee, während ihr schattig dem Weg folgt. Kurz vor der Staumauer sind Badestrände, aber auch Fritten Jupp und weitere Einkehrmöglichkeiten.
Ihr kommt auch an 2 Trekkingplätzen vorbei. Das sind Niedelscheid und Stormbruch.
Die letzte Etappe hält mit dem Eisenberg und der Strecke zur Klippe St Muffert einen der schönsten Abschnitte auf dem Diemelsteig für euch bereit. Zuerst geht es hoch zu einem Aussichtspunkt unterhalb des Eisenbergs, danach kommt ein Laubwald, der dann in einen Knorreichenwald übergeht und an der Klippe St Muffert endet. Unterwegs gibt es eine weitere schöne Aussicht auf den Diemelsee. Vor allem im Herbst eine goldene Kulisse.
Der Hermannsweg war ein ständiger Begleiter, als ich auf allen Teutoschleifen und Teutoschleifchen unterwegs war. Ich habe daher nicht nur den Hermannsweg als Fernwanderweg kennen gelernt, sondern auch die Regionen um den Weg, die Highlights die nicht direkt am Weg lagen und konnte das vielleicht sogar intensiver genießen. Hier stelle ich euch alle Etappen vor, was deren Besonderheiten sind, Einkehrmöglichkeiten und alles was uns als Wanderfreunde sonst noch interessiert.
Im Bocketal bei Brochterbeck treffen sich mehrere Premiumwege und der Spazierweg zum Dreikaiserstuhl ist der Kürzeste, aber sicherlich auch einer der interessantesten Wege, denn unterwegs gibt es noch die Streuobstwiesen und urige Abschnitte.