48h Extrem-Extrem – Von herzlich bis schmerzlich

Die 48h Stunden Extrem Extrem 2022

Oder was bezahlt ist, wird bis zum Ende gemacht!

48h Extrem-Extrem - Von herzlich bis schmerzlich 1Sagte unterwegs ein, na könnt ihr euch es denken? Ein Schwabe 😉 und das trifft auch die Stimmung wieder. Zwischen dem „ich schaffe es“ und vielen Kilometern, ging es wieder ausgesprochen herzlich zu. Selbst die zum ersten Mal diese Wanderung machten, wurden schnell angesteckt. Nicht selten kannten sie den ein oder anderen, von einer der 24h Wanderungen und wollten es wissen.

Schafft man diese Distanz?

Von den knapp 150 Startern kamen 93 im Ziel an. Davon sehr viele, die sich zum ersten Mal getraut haben. Wenn ihr die Zielfotos seht, die sind zwar erschöpft und glücklich, aber nicht fix und alle. Ok, der Erste war bereits nach 25,5h im Ziel. Mehr als 6Km/h im Schnitt, trotz Pausen….

Viele hatten auch schon einen Haken an der 48h Wanderung dran und starteten dennoch. Einigen liefen hier zum vierten Mal ins Ziel. Dennoch werden die 48h Wanderungen wohl kaum die 24h Wanderungen ersetzen. Es bleibt einfach eine besondere Herausforderung.

48h Extrem-Extrem - Von herzlich bis schmerzlich 2Herzlich und herzhaft(es)

Bei der Versorgung wird schnell klar, die vielen Helfer machen das Event so charmant. Da wurden die Wanderer regelrecht betüdelt und mit allerlei Leckereien verköstigt. Das ging von leckerem Kartoffelsalat im Landgasthaus Sauer bis hin zum hausgemachten Kuchen. Selbst die Waffelstation in der Gemeinde Adorf entpuppte sich als ungewöhnliches Highlight mit der Pizzawaffel. Hört sich verrückt an, war aber sehr lecker!

Diese Ameisenarmee an Helfern – DANKE!

 

Lieber genussvoll? Der Trekkingpark

Das die Trekkingplätze so dicht an den beiden Steigen Diemelsteig und Uplandsteig sind, hat auch seine Nachteile. Wenn man nach 100Km an so einem Trekkingplatz vorbei kommt… da ist dieses Podest, da sind die Sitzbänke… da ist die Müdigkeit… fiese Nummer 😉

Für alle anderen entpuppt sich der Trekkingpark als eine aussichtsreiche Wandertour bei Tag und Nacht. Die Plätze haben alle eine sehr schöne Aussicht, da sie am Weg liegen und nicht wie so oft, versteckt im Wald. Es gibt an den beiden Steigen 9 Trekkingplätze, wodurch ihr eure Tour nach eurem Geschmack planen könnt.

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Die Strecke

Bis auf kleine Anpassungen wandert ihr auf den beiden Steigen, die sowieso schon sehr gut ausgeschildert sind als Prädikatswege. Dazu kommen hunderte Bänder und zusätzliche Schilder. So könnt ihr euch sehr schön auf die Landschaft konzentrieren.

Start war an der Tourist Information Diemelsee, wo es zuerst mal joch St. Muffert ging. Das ist die schönste Aussicht auf den Diemelsee und danach geht es zu den Knorreichen auf dem Eisenberg. Eine sagenhaft schöne Kulisse! Dazu scheint die Sonne und es geht hinab zur Staumauer. Ich werde nun nicht jeden Meter beschreiben, aber natürlich ist der Kahle Pön, die Hochheide und Dommelhof ebenso schön, wie Eimelrod oder Adorf. Die Kulisse mit sanften Hügeln bis hin zu Bergkämmen zählt zu den schönsten Landschaften im Sauerland.

Das das Wetter in der ersten Nacht regnerisch wurde, naja… Tags drauf war es wieder normal bis sonnig. So konnten die Starten die Strecke auf dem Uplandsteig auch genießen.

48h Extrem-Extrem - Von herzlich bis schmerzlich 4Eine Gasexplosion auf dem Campingplatz führte dazu, dass eine ganze Reihe der Helfer zum Feuerwehreinsatz musste. Dennoch lief das Event normal weiter.

Im Ziel war die Freude groß, vor allem bei dem kalten Bierchen 😉

Glückwunsch an alle!

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Bilder des Events 2022

Highlights in den Regionen Willingen und Diemelsee

Trekkingpark Sauerland

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Ihr könnt Upland- und Diemelsteig kombinieren, habt 9 Trekkingplätze und es gibt viele Möglichkeiten, Wasser aufzufüllen. Vor allem liegen die Trekkingplätze an besonders aussichtsreichen Stellen und nicht versteckt im Wald.

 

Lesetipps zum Uplandsteig / Diemelsteig: TrekkingparkTrekkingplätze Sauerland

Irgendwie braucht jede Sportart ihre Höhepunkte und den sportlichen Vergleich. Die Wanderbranche hat ihren gefunden und etwas ganz einzigartiges kreiert. Es geht nicht nur darum die 156Km in 48h zu schaffen, sondern es gemeinsam zu bewältigen, sich gegenseitig zu motivieren und zusammen dem Wetter zu trotzen. Selbst beim Schreiben bekomme ich noch Gänsehaut, wenn ich an die letzten 2 Tage zurück denke. Lasst euch im Bericht in die vielleicht emotionalste Wanderung entführen, die wir haben.

Allerdings gibt es nicht ganz so viele Bilder und weniger Blog, dafür mehr Video. Ich bin mir sicher, dass Martin / Powerwalker wieder einen super Bericht von unterwegs für euch haben wird.

Die 48 Stunden Extrem-Extrem 2018

Kann man das Feeling von 2017 noch toppen? Der letzte Bericht ist mit viel Herzblut geschrieben und dieses Mal kommt noch dazu, dass sich viele Wiederholungstäter kennen oder dieses Mal das Ziel erreichen wollen.

Die Auswirkungen von 2017 spiegeln sich hier in einem extrem familiären Wiedersehen wieder. 2 Tage Extrem-Extrem + Unwetter, haben Freundschaften entstehen lassen. Die Teilnehmer fallen sich in die Arme, freuen sich riesig die Mitstreiter zu sehen und haben sich viel zu erzählen. Ich kenne noch einige Events, wo das ähnlich ist, aber die 48h Wanderer legen da noch eine Schippe drauf. Selbst die Organisatoren werden auf herzlichste begrüßt und später in Gesprächen wird klar, wie dankbar die Teilnehmer über diesen persönlich Support des Orga-Teams sind.

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Ein Geschenk für den Bürgermeister vom Diemelsee

Auch wenn er gerne wandert, aber seine Kollegen und Mitarbeiter waren so nett und haben ihm eine Startkarte geschenkt. Natürlich ganz ohne Hintergedanken 😉 So musste er auch seine Wanderschuhe schnüren und mit on Tour gehen.

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Ich mach dann mal Bilder und Videos

Selbst ich werde von vielen begrüßt, freue mich ebenso riesig wie alle anderen, die Wanderer zu sehen und ratsche mit ihnen. Natürlich gibt es Bilder und erste Videos. Ich kann euch gar nicht genug danken, dass ihr so gut mitarbeitet, selbst nach 156km. Es macht mir die Arbeit nicht nur leichter, sondern motiviert auch mich. Nur so kann ich die Stimmung des Events wieder geben und die war sensationell. Danke auch, dass ihr euch die Zeit für kleine Interviews genommen habt.

 

3 – 2 – 1 und Start

Nachdem das Gepäck verstaut ist, die Rucksäcke gepackt sind und die Ansprache vorüber ist, geht es zum Start. Dieses Jahr ist die Touristinformation Diemelsee das Start und Ziel des Events. Hier geht es von Heringhausen zum Edersee, über Willingen zurück zum Diemelsee. Dazwischen liegen 156Km, 3200 Höhenmeter, 8 Versorgungsstationen, 6 Prädikatswanderwege und 2 Nächte.

Noch sind die Teilnehmer gut gelaunt, denn das Wetter ist perfekt. Der Startschuss ertönt und los geht es in ein neues Abenteuer. Und mal wieder wird das Wetter, das dritte Extrem werden.

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Entlang dem Diemelsteig

Es geht ein kleines Stück am Diemelsee entlang und hinauf zur Klippe St. Muffert. Eine tolle Aussicht mit Schutzhütte, die direkt am Diemelsteig liegt. Hier habt ihr einen wundervollen Ausblick auf die 2 Arme des Diemelsees und besonders im Herbst ist das wunderschön.

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Entlang dem Diemelsteig geht es nach Rhena zur örtlichen Fleischerei, wo sich die erste Verpflegungsstation befindet. Ich wandere den Teilnehmern von hier aus entgegen und genieße die tolle Landschaft. Nach nur 3Km ziehen schwere Wolken auf und zwingen mich zur Umkehr. Ich treffe auf Winni, Thilo und Thorsten, mit denen ich zurück wandere.

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Es kommt zu einem ersten Schauer, aber hält nicht lange. Zumindest vorerst. Der Einstieg in die erste Nacht bleibt weitgehend trocken. Ich warte derweil an der beliebten Bolognese-Station in Basdorf.

 

Auf zum Edersee

Basdorf ist immer der Einstieg in eines der schönsten Abschnitte am Edersee. Zuvor gibt es aber erst einmal die beliebte Bolognese mit Nudeln. Die Mannschaft verpflegt schon seit Jahren die Wanderer und manchmal sogar mit selbst gebackenen Kuchen. Hier gibt es neben der normalen Verpflegung auch Bier und alkoholfreies Hefe.

Bis hier hin hat es auch der Bürgermeister geschafft. Stolze 51 Kilometer kann er sich bei der Extrem-Extrem auf die Fahnen schreiben. Glückwunsch.

Vor hier geht es zum Aussichtspunkt „Schöne Aussicht“ am Knorreichenstieg und auch auf den pfadigen Abschnitt des Urwaldsteigs, der hier parallel zum Edersee verläuft. Die Nacht war extrem kalt und so wollte ich dort den Sonnenaufgang fest halten. Aber schwere graue Wolken verhinderten das. Ich kann euch diesen Abschnitt zum Nachwandern wärmstens empfehlen, denn ich war dort schon und er ist wunderschön.

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48h Extrem-Extrem - Von herzlich bis schmerzlich 145Wetter, Wetter, Wetter…

Im Wetterbericht kam es schon, der Vormittag sollte verregnet sein. Die Teilnehmer sind gut ausgerüstet und stecken das weg. Aber nach der Nacht ist das irgendwie kein schöner Start in den neuen Tag. Aus dem regnerisch am Vormittag, wurde dann wechselhaft am Nachmittag… So zieht man seine Regenklamotten an und wieder aus… mehrfach…

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Herzhausen

Über Herzhausen ging es weiter nach Goldhausen auf dem Sauerländer Höhenflug. Hier gibt es besonders schöne Aussichten und gerade vor Goldhausen hat man rechts einen wunderschönen Weitblick.

Zwischenstation war hier die Almhütte bei 80Km und da gab es Leberkäse mit Bratkartoffeln. Typisch bayerisch? Mein Essen war viel zu ölig. Sonst war das hier echt lecker, aber das liegt dann schwer im Magen und in Bayern geht man eher sparsam mit Öl um. Der Kuchen soll dafür extrem gut gewesen sein…

Auf dem Uplandsteig

Ich fuhr nach Usseln bei Kilometer 101 und wollte auf dem Uplandsteig den Wanderern nach Goldhausen entgegen wandern. So schnappte ich meine Kameras, nahm klein Laila mit und los ging es. Obwohl die Teilnehmer bereits 24h in den Beinen hatten, waren sie gut gelaunt. Ich habe sogar das Gefühl, dass diese kleine Micro-Abwechslungen in Form von Fotoshootings eine willkommene Abwechslung sind. Einfach mal aus dem Trott kommen, Kopf wieder einschalten und etwas Spaß genießen. So bekomme ich auch immer kleine Mini-Interviews. Danke – Danke – Danke!

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Ich merkte auch schnell, dass sich das Feld bereits weit auseinander gezogen hat. Außerdem sammeln sich die Wanderer in kleinen Gruppen von 2-6 Personen, um sich zu motivieren, zu reden und zu helfen. Es ist Tag 2 und da wird das immer wichtiger.

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Dazu die tolle Landschaft. Das Tal besteht aus Wald und Kuhwiesen. Ich wandere mit meinem Hund auf einem typischen Wanderweg und komme an Weizenfelder. Dazu der Himmel mit schönen Wolken. Lange währt die Freude aber nicht.

Gerade noch tolle Bilder gemacht, bekomme ich die ersten Regentropfen ab. Keine 200m weiter dann ein ausgewachsener Schauer. Ich lege mich mit Laila unter einen Baum und harre der Dinge.

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Ein Wanderer kommt. Es ist Thilo und wir wandern zurück nach Usseln in strömenden Regen.

 

Willingen im Sauerland

Dank dem schlechten Wetter war ich nur kurz in Willingen bei Kilometer 125. Hier an der Touristinfo gab es Gulaschsuppe. Ich traf weitere Belgier, die echt gut drauf waren. Ich habe nun sogar eine Begrüßung auf flämisch.

Ich bekam einen Tipp. Am Cafe Fernblick soll man schöne Motive haben. Ja, es ist echt schön dort und der Inhaber half mir weiter. Vielen Dank an dieser Stelle und bei meinem nächsten Besuch, probiere ich noch die Küche aus.

Definitiv ein aussichtsreicher Abschnitt des Uplandsteiges.

 

Anruf: 2 Belgier im Ziel

Ich schaue auf die Uhr, 19.10 Uhr ??? Unter 27h die 156Km geschafft. Krasse Leistung! In der Facebookgruppe piensen derweil einige rum, dass dies kein Wandern mehr wäre. Total sinnlos, weil jeder seinen Stiefel läuft und die Belgier sind echt gut trainiert, weil sie viele Extremtouren machen. Von daher: Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung!

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Der Dommelturm

Der Uplandsteig und Diemelsteig ergänzen sich, sodass ich nun wieder auf dem Diemelsteig bin und das in der Nähe des Dommelturms bei Kilometer 140. Ich finde eine Richtung mit toller Silhouette und Sonnenuntergang, der mal wieder von Wolken verhangen ist.

Aber es reißt immer mal wieder auf und ich kann Bilder machen. Ich sehe Ludwig, einen Hund der mitgelaufen und offensichtlich am Ende aller Kräfte ist.

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Letzte Station: Stormbruch

Auch hier sieht man wieder, wie wichtig Vereinsarbeit ist. Es gab belegte Brote, Eier und selbst gebackenen Kuchen. Die Betreuung war super, was später im Ziel auch mehrfach erwähnt wurde.

 

Im Ziel – unbeschreiblich…

Es ist das emotionale Ende und für viele der Beginn einer Freundschaft. Sie kommen an, sind stolz es geschafft zu haben und genießen die Momente gemeinsam mit den anderen. Sogar das versprochene Bier steht da.

Immer mehr der Finisher kommen an. Ich weiß gar nicht, wie viele es geschafft haben.  Es ist auch irgendwie egal, denn viele Wanderer sind extrem weit gekommen oder haben ihre selbst gesteckten Ziele erreicht. Absolut tolle Leistung von allen!

Im Video habe ich gesagt, es ist das Härteste Wanderevent der Welt, aber auch das Emotionalste. Es ist kaum zu beschreiben, wie die Teilnehmer in diesen 2 Tagen zusammen gewachsen sind. Man muss das im Ziel wirklich einmal erleben.  An vielen kleinen Gesten merkt man, dass hier Freundschaften entstehen. Man will sich wieder treffen, oder mal gemeinsam einen der 6 Wanderwege zusammen wandern. Andere verabreden sich bereits für 2019 oder verabschieden sich auf das Herzlichste von gemeinsamen Weggefährten.

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Das Orga-Team und die Vereine / Helfer

Ich habe mich mit vielen Teilnehmern unterhalten und einige kenne ich ja schon seit der ersten Edersee 24h Wanderung. Alle loben die Organisation und das Orga-Team, samt der Helfer und Vereine. Manchmal ist es die warme Suppe zum richtigen Zeitpunkt, oder das man abgeholt wird, manchmal auch nur, dass eine Decke zu einer Station gefahren wird, damit man etwas schlafen kann. Gemeinsam wird den Teilnehmern in allen Situationen geholfen.

Man hat das Gefühl, das Orga-Team ist immer da und hilft. Geht nicht, gibt es nicht. Das merke ich auch immer in den Unterhaltungen, wie dankbar die Teilnehmer sind. Das Verhältnis zwischen Orga und Wanderern ist wirklich sehr freundschaftlich. Man sieht das auch gut, bevor das Event startet. Die Begrüßungen sind sehr persönlich und herzlich.

 

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Bilder der Extrem-Extrem 2018

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