Blasen vorbeugen – Die 10 besten Tipps für blasenfreie Füße

Blasen vorbeugen – Einleitung

Blasen vermeiden und vorbeigen – So geht es wirklich. Eine Tour mit Blasen ist das wohl unangenehmste Erlebnis auf einer Wanderung. Mit einigen Tipps & Tricks könnt ihr aber das Schlimmste vermeiden oder erst gar keine Blasen beim Wandern bekommen. Falls es aber doch passiert, habe ich noch einige Empfehlungen, wie ihr die Blasen beim Wandern erträglich(er) machen könnt. Meine Tipps zu Blasen beim Wandern und Sport, lest ihr im Wanderblog.

Kurzinfo zum vorbeugen von Blasen


Neu: Trekkingplätze – Es ist der Trend vom naturnahen Micro-Urlaub


Zwei Dinge lösen Blasen aus: Reibung und Druck. Dazu kommen 2 verstärkende Aspekte, nämlich Feuchtigkeit und Wärme. Alles zielt darauf ab, diese 4 Sachen zu verringern um Blasen zu vermeiden. Zuerst können wir die Haut vorbereiten. Barfuss laufen bildet schützende Hornhaut, viel wandern und Hirschtalg macht die Haut geschmeidig. Gegen Reibung und Druck helfen nur wirklich passende Schuhe, die vorzugsweise gut eingelaufen sind. Rutscht ihr bergab weit nach vorne, hilft eine Einlegesohle. Besonders beim gefürchteten Fersenschlupf könnte eine andere Schnürung helfen. Nachschnüren sollte man nach 2Km ebenfalls. Gegen Wärme und Schweiss helfen Wanderschuhe die nicht so sehr gefüttert und atmungsaktiv sind. Bei Pausen auch mal ausziehen und alles trocknen lassen. Baumwollsocken sind tabu! Nur Socken nehmen, die Schweiss nach außen transportieren.

  • ? Wie entstehen Blasen?

    Blasen entstehen, da durch Reibung oder Druck die Verbindung der Hautschichten beschädigt werden und sich mit Flüssigkeit füllen. Wasser und Wärme begünstigen den Effekt. Zu den Details >>

     
     
  • ? Wie kann man Blasen Vorbeugen?

    Alles basiert darauf, dass man Reibung und Druck vermeiden sollte. Außerdem begünstigen Wärme und Feuchtigkeit die Blasenbildung. Diese versucht man ebenfalls zu vermeiden. Zu den Details >>

Blasen vorbeugen

Wie kann ich Blasen vorbeugen – 10 Tipps

  1. Beim Schuhkauf darauf achten, dass alles sitzt, nichts drückt und vorne etwas Platz ist.
  2. Wenn der Schuh nicht optimal sitzt nachschnüren oder eine andere Schnürung wählen.
  3. Auch Strümpfe helfen gegen Blasen. Die Details wie ihr Blaen mit Wanderstrümpfen vorbeugen könnt, findet ihr hier: Die richtigen Wandersocken gegen Blasen
  4. Dem Wetter angepasste Schuhe anziehen, damit es im Inneren nicht unnötig warm und feucht wird
  5. Unterwegs ruhig mal die Wanderschuhe / Strümpfe ausziehen und trocken lassen. Evtl. mit 2 Paar Socken arbeiten und jeweils ein Paar am Rucksack hängen lassen.
  6. Den Fuß vorher mit Hirschtalg einreiben. Das verschließt die Poren und vermindert Blasenbildung.
  7. Viel wandern! Der Fuß gewöhnt sich dann an das Wandern und bildet Hornhaut, was wie eine Schutzschicht ist.
  8. Wenn ihr merkt, es entsteht eine Blase sofort tapen oder Blasenpflaster nutzen.
  9. Gerade durch die Unisex Wanderschuhe, sind die Einlegesohlen oft nicht optimal, wodurch man rutscht. Hier passende Einlagen kaufen.
  10. Es gibt Technologien, die Blasen vermeiden sollen. Dazu gehört Surround, was den Wanderschuh trockener hält oder Schuhe mit einer Art Bowdenzüge, welche den Fersenbereich besser schnüren. Habe das mal bei Meindl gesehen.

Blasen beim Wandern vorbeugen

Wohl das Unangenehmste was bei einer Wandertour passieren kann, ist eine Blase. Diese entstehen durch Reibung zwischen der Haut und dem Schuh, wobei die Strümpfe als zusätzlicher Reibefaktor dienen können oder aber auch als Schutz. Da die Entstehung einer Blase länger dauert, könnt ihr frühzeitig etwas dagegen tun. Besonders beliebt sind Blasenpflaster, Salbe, spezielle Schuhe oder Strümpfe.  Was nun folgt sind ( hoffentlich ) alle Tipps und Tricks, damit ihr ihr Blasen beim Wandern verbeugen könnt und für den Fall der Fälle einige Tipps kennt, die Linderung verschaffen

-Lange Version –

Aber soweit muss es ja nicht kommen. Der beste Tipp ist immer noch, viel Wandern. Das ist gesund und beruhigt ungemein. Es heisst ja nicht umsonst “Doktor Wald” . Besonders bei längeren Touren empfiehlt es sich dazu, gut eingelaufene Wanderschuhe zu nutzen. Die haben sich bereits auf den Fuss angepasst, bilden an kritischen Stellen Hornhaut und reiben normalerweise nicht mehr oder man hat sie aussortiert / gewechselt.

Wie entsteht eine Blase beim Wandern?

Blasen vorbeugen
Blasen vorbeugen

Wir haben 3 Hautschichten die miteinander verbunden sind. Normalerweise ist das so gut verwachsen, dass wir selbst bei längeren Touren keine Probleme bekommen. Kommen aber zusätzliche Aspekte dazu, bilden sich schnell Blasen. Durch die Bewegung und deren Scherkräfte, lösen sich die Hautverbindungen und füllen sich mit Wasser. Die typische Blase ist dann entstanden.

 

Die 4 Aspekte der Blasenbildung

  1. Reibung ist die bekannteste Form der Blasenbildung und am bekanntesten der Fersenschlupf. Aber auch an der Sohle, den Zehen und schlecht verarbeiteten Stellen, kann eine Blase entstehen.
  2. Druckstellen. Am häufigsten sind das kleine Steine die in den Schuh gelangen, Falten in den Strümpfen, Nähte oder das Hinterteil der Ösen. Durch den Druck und Bewegung, entsteht dann die Blase.
  3. Nun noch 2 Faktoren, die das begünstigen. Wärme ist ein echtes Problem und hier sollten die Wanderschuhe und Wanderstrümpfe zum Wetter passen. Das ist nicht immer einfach. Wer will schon 3 Paar Schuhe und 10 unterschiedliche Socken schleppen, aber es braucht einen Kompromiß. Wärme lässt nicht nur euren Fuß größer werden, sondern fördert auch den vierten Faktor.
  4. Schwitzen und die damit verbundene Nässen sind das größte Problem. Die Haut weicht auf und Blasen können so schneller entstehen. Die effektivsten Möglichkeiten um Blasen vorzubeugen, gehen das Problem Nässe an.

 

Wie kann man Blasen vorbeugen?


Im Prinzip versuchen wir einen oder mehrere der oben genannten Aspekte zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Allerdings entstehen die Blasen an unterschiedlichen Stellen und daher gibt es auch unterschiedliche Tipps. Ich fange mit den allgemeinen Tipps an und danach gibt es weitere Informationen zu speziellen Blasen.

Wichtig ist, dass es keine 100%ige Strategie gibt, sondern ihr auch heraus finden müsst, was bei euch am besten wirkt.

Die richtigen Wanderschuhe

Das A und O sind die richtigen Wanderschuhe für die entsprechende Tour. Im alpinen Bereich braucht man daher andere Schuhe, als bei einer leichten Wanderung durch ein Tal. Generell gilt aber, dass die Schuhe passen müssen und es etwas Spiel im Zehenbereich geben muss. Mit der passenden Schnürung darf der Wanderschuh nicht drücken oder scheuern. Ebenso dürfen keine Nähte oder Falten drücken. Wichtig ist noch, dass ihr bergab nicht soweit nach vorne rutscht. Dadurch können sich sehr unangenehme Blasen und der Fußsohle und wenn ihr auch noch vorne anstoßt, an den Zehen bilden. Ich rate daher zum Kauf in einem Geschäft vor Ort, mit guter Beratung.

Im Geschäft testen: Nutzt beim anprobieren ruhig ein paar dickere Strümpfe ( Tennissocken ) und schnürt die Schuhe gut zu. Lauft ein paar Meter und wenn dann nichts drückt, ihr nicht im Schuh wackeln könnt, ist er gut. Dazu gehören auch die Innennähte und Ösen. Selbst kleinste Stellen können zu Blasen führen und daher gut auf dieses wesentliche Merkmal achten.

Online? Ich rate beim Kauf der Wanderschuhe oder Bergstiefel von Onlineshops ab. Dort könnt ihr nicht anprobieren und werden kaum beraten. Vor allem fallen euch Druckstellen beim Anprobieren und etwas Laufen auf, was definitiv ein Kaufkriterium ist. Ebenso fallen die Leisten der einzelnen Hersteller anders aus, was ihr mit anprobieren testen könnt. Viele Geschäfte über kleine Laufparcours, wo ihr mal bergauf / bergab testen könnt. Vielleicht sind die Schuhe dann nen Zehner teurer, aber spätestens bei der ersten Blase durch falsche Wanderschuhe, ist euch das egal.

 

Irrtum? Membran oder lieber nicht?

Eine Diskussion die ich bereits bei den Nordic Walking Schuhen kenne. Wann sind Membranen wie Gore-Tex oder eVent sinnvoll? Nach vielen Diskussionen im Forum, habe ich dann folgendes empfohlen und damit konnten sich alle anfreunden: Bis 15Grad funktionierer Membranen gut. Mit 1,5 Augen zudrücken, kann man bis 20Grad noch empfehlen. Ab 20 Grad solltet ihr auf Schuhe ohne Membran zurück greifen. Aber es ist doch so, gerade an heißen Tagen, wäre eine funktionierende Amungsaktivität super, aber je wärmer, desto schlechter wird der Schweißnebel nach draußen gebracht. Da hilt auch das neue Surroung nicht, was besonders den Schweiß der Fußsohle nach außen bringen soll.

Auch bei Wanderungen mit großen temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, würde ich keine Membranen nehmen, sondern lieber Schuhe, wo man auch mal 2 Paar Socken anziehen kann.

 

Wie läuft man Wanderschuhe richtig ein?

Blasen vorbeugen - Die 10 besten Tipps für blasenfreie Füße 3Zuerst rate ich zu einer kleinen Runde von 30 Minuten, wo ihr genau drauf achtet, ob ihr in dieser Zeit Druckstellen spürt. Dahinter steckt, dass sich die Füße nach etwa 15 Minuten vergrößern. Wenn ihr Druckstellen spürt, dann zuerst versuchen nachzuschnüren. Hilft das auch nicht und es gibt noch eine Druckstelle, solltet ihr eine Nummer größer kaufen oder müsst ein anderes Model testen. Hat aber alles geklappt, dann könnt ihr euch steigern. Nach ca. 10 Stunden Wanderzeit, gelten Wanderschuhe als eingelaufen.

 

Wanderschuhe für Manner und Frauen

Männer und Frauen haben unterschiedliche Fußformen. Dass muss sich natürlich auch im Leisten wieder spiegeln und wie schon gesagt, nur wenn der Wanderschuh gut passt, gibt es keine Blasen oder zumindest nur selten. Frauenfüße sind schmaler und die Wölbung an der Fußsohle fällt flacher aus. Daher ist der Leisten auch schmaler und die Einlegesohle im Schuh auch flacher. Bei Männern dementsprechend anders rum. Unisex Wanderschuhe versuchen da einen Mittelweg und das klappt auch ganz gut, aber wenn nicht, greift zu einem Damen- oder Herrenschuh. Lasst euch da auf keinen Kompromiß ein, der später zu Blasen beim Wandern führt.

 

Passformen, Nähte und schlechte Verarbeitung

Wenn die Passform nicht stimmt, braucht ihr eigentlich gar nicht erst los. Ich hatte mal welche, die waren mir im Mittelfuß zu eng. In dem Fall, tauscht die Schuhe um. Auch wenn ihr Druckstellen durch Nähte, Ösen, Schnürsenkel oder bei der Lasche bemerkt, bringt das nichts. Ebenso bei schlecht verarbeiteten Schuhen im inneren, wenn Stoffe nicht richtig liegen oder die Polsterung nicht sitzt. Das führt beim Wandern unweigerlich zu Blasenbildung.

 

Einlegesohlen

Gerade bei den Markenmodellen sind gute Einlegesohlen im Schuh. Aber Manchmal passt das nicht und besonders bergab darf man nicht nach vorne rutschen. Andere Einlegesohlen können hier wahre Wunder bewirken und manchmal braucht es 2 oder 3 Anläufe, bis die Richtigen gefunden sind. Besonders orthopädische Einlegesohlen haben einen guten Ruf. Ich brauchte das bisher aber nicht. Auch hier rate ich, geht in euer Schuh- oder Sportgeschäft, bzw. Orthopäden und lasst euch beraten.

 

Keine Chance dem Wasser

Aber auch Wasser kann in den Schuh eindringen. Dazu sollte man seine Schuhe gut mit Lederfett / Imprägnierspray behandeln. Die Pflege der Wanderschuhe ist tatsächlich das A und O. Aber vermeidet bei kombinierten Wanderschuhen, dass Lederfett auf die atmungsaktiven Bereiche kommt und somit die Poren verschließt.

Es kann natürlich auch oben in den Schaft laufen, zB wenn man kurze Hosen anhat und ein Regenschauer kommt. Hier wieder lange Trekkinghosen anziehen und evtl. durch ein Stretchband zusätzlich abdichten. Bei der 48h Wanderung gab es ein Unwetter nach einer Hitzewelle und einer hatte Gamaschen an. Der war echt happy, während alle anderen die Schuhe randvoll mit Wasser hatten.

Worauf solltet ihr unterwegs achten?


Wanderschuhe nachschnüren – Eine alte Weisheit, die aber nur die Wenigsten anwenden… ich auch. Beim Wandern erzeugt der Fuß Wärme und gewinnt leicht an Volumen. Nach 1-2 Kilometern macht es daher Sinn, die Schuhe nachzuschnüren, damit keine Reibepunkte entstehen. Macht das BEVOR ihr Reibung feststellt, denn dann ist es meist schon zu spät. Kleiner Tipp: Bereits beim Schuhkauf darauf achten, dass der Fuß an Volumen gewinnt.

Mantra: Trocknen ist ein Wundermittel – Zugegeben, ich halte mich auch nur selten dran, versuche es aber zumindest bei längeren Touren nicht zu vernachlässigen. Vielleicht schludere ich da auch etwas, weil ich kaum Blasen bekomme. Ihr solltet regelmäßig die Wanderschuhe und Strümpfe ausziehen und trocknen. Die 24h Wanderer haben gerne auch ein zweites Paar Socken dabei und wechseln regelmäßig. Warum das so wichtig ist:

  • Der Hitzestau im Wanderschuh wird aufgelöst
  • Die Haut kann wieder trocknen
  • Der Strumpf speichert Feuchtigkeit und liegt wie ein Schwamm auf der Haut, die dadurch schneller weich wird. Daher ist ein trockener Strumpf das A und O.
  • Die Feuchtigkeit im Schuh kann ebenfalls entweichen
  • Ihr könnt die Pause nutzen um die Füße einzucremen. Lest dazu auch Hirschtalg

Eine Faustformel gibt es nicht. jedoch ist es so, je wärmer es draußen ist, desto öfters solltet ihr eine Pause zum Trocknen einlegen. Ich empfehle so als Mittelmaß alle 2-3 Stunden für eine halbe Stunde.

 

Steinchen im Schuh

Diese erzeugen Druck und darunter bewegt sich die Haut. Das kann zu Blasen führen oder auch kleinen offenen Wunden, wenn die Steine spitz sind. In jedem Fall wird eure Haut beschädigt und zieht daher die Wanderschuhe aus und entfernt die Steinchen umgegehnd. Dasselbe gilt auch für Sand, Tannadeln oder kleines Holz, eben alles was Druck ausübt. Vor allem solltet ihr es sofort entfernen. Jetzt, quasi unverzüglich 😉

Strümpfe gegen Blasen

Blasen vorbeugen - Die 10 besten Tipps für blasenfreie Füße 4Die alte Regel, nur getragene Strümpfe anziehen gilt immer noch. Aber nehmt bloß keine Baumwoll- oder Tennissocken. Diese saugen sich mit der Feuchtigkeit voll und transportieren diese kaum weiter. Das ist aber notwendig, da nur so die Atmungsaktivität der Schuhe funktioniert.

Es gibt dafür richtige Wanderstrümpfe.  Diese sind zwar teurer, aber aus hochfunktionellen Stoffen um keine Falten zu werfen. Eine Falte würde zwangsläufig zu Blasen führen. Außerdem sind diese an wichtigen Stellen verstärkt. Sehr beliebt sind auch Wandersocken aus Merinowolle, aber passt auf, deren Farmen betreiben oft Mulesing und das ist abartig…

Eine andere Variante stellen doppellagige Strümpfe dar. Die reiben  untereinander und das schont die Haut, was Blasen am Fuß vermeidet. Diese doppellagigen Strümpfe verlagern die Reibung und so reibt nicht Strumpf gegen die Haut, sondern Strumpf gegen Strumpf. Eigentlich ist es ein altes Prinzip aus einem dünnen Nylonstrupf und darüber die eigentliche Wandersocke. Bei der Bundeswehr rät5 man, 2 Baumwollsocken zu nehmen.

Grundsätzlich funktioniert das super,  aber ich habe mit der Haltbarkeit der Wrightsocks arge Probleme. Die Sommerstrümpfe lösten sich nach wenigen Wanderungen großflächig auf. Dann hatte ich noch die normalen Wanderstrümpfe und auch hier war die Haltbarkeit weit unter den X-Socks und den Discountstrüpfen. Da fehlt mir einfach die Langlebeigkeit / Nachhaltigkeit für den Preis. Zumindest ist man kulant und wollte mir neue Wandersocken schicken. Löst nur das Problem nicht… Mittlerweile habe ich hier doppellagige Strümpfe von XSocks. Es kann also gut sein, dass auch andere Marken solche Wandersocken haben. Was mir bei den XSocks gefällt, dass wichtige Stellen verstärkt sind.

Die besten Erfahrungen habe ich mit Socken gemacht, die an den kritischen Stellen verstärkt waren. Die gibt es quasi von jedem Hersteller und ich habe sogar welche von Lidl, die seit 8 Jahren! einen sehr guten Job machen. Naja, in den letzten 2 Jahren sinkt die Elastizität, aber es sei ihnen gegönnt.

Blasen vorbeugen – Erweitertes Wissen

Wie kann man Blasen an der Ferse vorbeugen?

Dabei rutscht ihr ganz leicht aus dem Schuh und meistens sind das nur Millimeter. Verstärkt wird das teilweise noch durch schlecht sitzende Strümpfe, die auch noch rutschen. Das führt unweigerlich zu den Fersenblasen und machen das Wandern zur Hölle.

  1. Am wichtigsten ist natürlich der passende Wanderschuh um einer Blase an der Ferse vorzubeugen. Jeder Schuh fällt etwas anders aus und so ist es ratsam, mehrere Schuhe von unterschiedlichen Marken zu probieren. Nur wenn eure Ferse gut vom Wanderschuh umschlossen wird und ihr nicht rutscht, ist es gut. Bedenkt aber, dass bei einer Wanderung an Fußvolumen die Füße leicht anschwellen. Zieht im Zweifelsfall beim Probieren eine zweite Socke an.
  2. Die Schnürung trägt enorm zur Vermeidung von Blasen an der Ferse bei. Es gibt dazu einige Videos bei Youtube, die das genau zeigen. Besonders die Tiefzugöse ist hier sehr hilfreich, da man so den Vorderfuß recht unabhängig vom Knöchel schnüren kann.
  3. Blasen vorbeugen an der Ferse geht auch über neue Technologien. Zum Beispiel das variofix von Meindl. Das ist ein Band um die Ferse ( Speed wire genannt ), dass sich beim Schnüren der Schuhe zusammen zieht und somit den Schuh um die Ferse schliesst.
  4. Auch weniger Wärme und Feuchtigkeit im Schuh, tragen zur Vermeidung von Blasen bei. Mittlerweile gibt es in einigen Schuhen das Surround System, dass für eine bessere Atmungsaktivität steht. Schuhe aus, Pause machen und derweil trocknen lassen, geht natürlich auch.

 

Blasen vorbeugen bei hohen Schuhen

Bei Wanderschuhen ist das ja noch relativ einfach. Bei Bergstiefeln oder hohen Wanderschuhen ist das schon etwas schwieriger. Blasen bei hohen Schuhen fängt auch beim Schuhkauf an, aber oft ist der modische Aspekt hier wichtiger. Wenn es dann drückt und mal läzft, wird es schnell unangenehm.

  1. Bereits beim Schuhkauf daraf achten, dass es keinen Fersenschlupf gibt
  2. Die Wanderstiefel sollten eine Tiefzugöse haben
  3. Die Stiefel immer angepasst für die Tour kaufen ( Temperatur ist hier sehr wichtig )
  4. Die Lasche darf keine Falten haben

 

 

 

Bergab gehen und dabei Blasen vermeiden


Tegernsee
Blasen behandeln

Oft vergessen wird das bergab Wandern. Wenn ihr mit dem Fuß nicht richtig auf der Einlegesohle sitzt, rutsch ihr bei jedem Schritt ein paar Millimeter nach vor und das ist Reibung. Stoßt ihr dabei noch vorne an, dann gibt das eine zusätzliche Druckstelle. Durch eine feste ( nicht zu fest ) Schnürung kann man die Passform etwas anpassen. Bei Youtube gibt es einige gute Videos, wie man Wanderstiefel richtig schnürt. Wenn das Problem dennoch bleibt könnt ihr andere Einlegesohlen probieren. Die vom Orthopäden sind zwar teurer, aber meist auch wesentlich besser als Standartmodelle.

Wanderstöcke helfen hier auch. Wenn ihr diese nach vorne nehmt und euch beim Auftreten abstützt, entlastet das nicht nur die Gelenke, sondern auch das nach vorne rutschen wird etwas weniger. Gerade bei langen Abstiegen, sind Wanderstöcke Pflicht.

Neue Technologien in den Wanderschuhen


Sicherlich ist Atmungsaktivität und Memo-Foam ein Begriff bei den neuen Technologien, aber Surround oder Variofix? Wie das wirklich hilft, erfahrt ihr hier.

  • Mit Surround gegen Blasen beim Sport

Das ist eine neue Technologie von Gore-Tex, die deutlich mehr Feuchtigkeit aus dem Schuh transportieren kann. Den meisten Schweiß bilder der Fuß an der Fußsohle, aber da gab es keine Membran, zumindest bisher. Mit Surround wurde das behoben und in die Schuhsohle eine atmungsaktive Membran, auch Layer genannt, eingebaut. Seitlich sind spezielle Auslässe für den Layer, die den schnellen Abtransport der Feuchtigkeit ermöglichen. Der entstehende Schweißnebel wird zügig über den Layer nach außen transportiert und hält den Innenraum trockener, als bei herkömmlichen Wanderschuhen.

Wichtig dabei sind auch die Strümpfe. Diese müssen aus Funktionstextilien sein und die Weiterleitung ermöglichen. Baumwolle würde sich nur vollsaugen und der Effekt von Surround kaum wirken.

Damit bleibt der Schuh noch trockener und somit auch die Haut.

 

  • Mit Variofix gegen Fersenschlupf

Fersenschlupf ist die häufigste Ursache für Blasen. Sitzt der Schuh nicht richtig an der Ferse, dann reibt der Schuh gegen eure Strümpfe und die scheuern euch die Haut auf. Es gibt wohl keinen Wanderer oder Läufer, der das Problem nicht kennt. Auch wenn sich alle Hersteller größte Mühe geben, den Schuh für alle Fersen zu optimieren, es geht nicht. Jeder Fuß fällt eben anders aus.

Variofix von Meindl geht da einen anderen Weg. Über die Schnürung und einem Y-förmigen Seilzug, wird der Fersenbereich auch um die Ferse zugeschnürt. Dabei schnürt man seine Schuhe wie üblich zu und den Rest erledigt der neue Seilzug.

Nun passen Meindl Schuhe bei uns immer sehr gut und ich kann euch nicht einmal sagen, ob das in einem Test funktioniert. Wir hatten wie üblich keine Blasen an den Fersen. Allerdings sitzt der Fuß im Fersenbereich nach dem Schnüren besser als davor. Das beste Zeichen dafür, dass es funktioniert.

 

Hirschtalg gegen Blasen

Auch das gibt es. Fußcremes und besonders Hirschtalg und Vaseline. Damit den ganzen Fuß gründlich einschmieren und besonders an den gefährlichen Stellen dick auftragen. Das macht die Haut geschmeidig, vermindert Reibung und die Fettschicht schließt die Poren, wodurch diese kaum Schweiss absondern. Damit bleiben die Füße länger trocken.

Blasenpflaster nutzen


Vorbeugend könnt ihr Blasenpflaster auf kritische Stellen kleben. Das hilft extrem gut, aber vermindert auch die Bildung von Hornhaut als Schutzschicht. Daher lieber die Wanderschuhe einlaufen.

Vor allem haben die Blasenpflaster den Vorteil, ihr könnt sie einfach mitnehmen und wenn man merkt, es bildet sich eine Blase, dann frühzeitig nutzen. Je nach Status der Blase kann das nicht immer verhindert werden, weil die Haut bereits geschädigt ist, aber zumindest verzögert es die Blasenbildung.

 

Füße tapen

Besonders bei Läufern als Schnellfix beliebt ist das abtapen betroffener Stellen. Die Funktion ist ähnlich wie bei Blasenpflaster, nur nicht steril. Hier haben Blasenpflaster einen Vorteil, aber tapen kann man auch großflächig.

 

Bergab Wanderstöcke nutzen

Bergab rutschen wir ganz leicht nach vorne. Manchmal spürt man dann die Zehen, wie sie vorne leicht anstoßen. Mit den passenden Wanderschuhen, Einlegesohlen und Schnürung sollte man nur ganz wenig rutschen, aber das kann schon reichen. Wanderstöcke haben hier den Vorteil, dass man sanfter mit dem Schuh aufsetzt und so die Kräfte vach vorne etwas abfedert. Die Reibung sinkt und damit auch die Möglichkeit für eine Blase.

 

Blasen richtig behandeln


Was hilft gegen geschlossene Blasen?

Ist die Blase noch geschlossen nicht aufstechen (aufstechen kommt später). Die obere intakte Haut und das Wasser / Blut darunter sind eine guter Infektionsschutz.

1. Druck auf die Blase vermindern. Ihr könnte die Schnürung lockern, andere Schuhe anziehen, Strümpfe ausziehen / wechseln oder Schuhe eine Weile ausziehen.

2. Blasenpflaster decken die Blase ab und haben im inneren eine Art Gelkern. Der entwässert die Blase ohne die Haut zu beschädigen und bildet ein Gelkissen das schützend wirkt.

 

Sehr große Blasen
<
Vorsichtig aufstechen und dabei die Haut so wenig wie möglich beschädigen. Macht dazu 2 kleine Löcher mit einer Nadel und drückt das Wasser heraus. Die Haut legt sich auf die gereizte Stelle und wirkt als leichter Schutz. Achtet bei der AKtion auf Sauberkeit. Danach mit Pflaster und Tape ordentlich abkleben.

 

Was hilft gegen offene Blasen?

Solange die Blase geschlossen ist, ist sie auch ein Schutz gegen Keime, Bakterien und Verunreinigungen. Bei einer offenen Blase solltet ihr versuchen, diesen Schutz zu erhalten. Legt dazu die Haut auf die betroffene Stelle. Jetzt solltet ihr diese noch weiter schützen. Dafür nimmt man Pflaster die nicht mit der Wunde verkleben, Blasenpflaster oder unterwegs Tape. Das ist wirklich nur kurze Notlösung, wenn es gar nicht anders geht. Legt davor noch etwas Foli auf die Blase, damit die Haut nicht am Kleber klebt.

Bei offenen Blasen hilft auch eine gute Wundversorgung. Es gibt Wundheilsalben, die ihr in der Apotheke bekommt. Aber es gibt auch zahlreiche Hausmittel, die gegen Infekte, Keime und Verunreinigungen helfen.

Facebook
Twitter
YouTube
Pinterest
Instagram