Hängebrücken – Die 16 schönsten Hängebrücken zum Wandern

In unserer aktuellen Übersicht von Hängebrücken, möchte ich euch Hängebrücken in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorstellen, die ihr besuchen könnt oder sogar solltet!

Teilweise erweitern sie einen Wanderweg, verbinden 2 interessante Punkte, aber eben nicht immer. Aktuell ist der Wahn(sinn) nach der längsten Hängebrücke ausgebrochen. Die Übersicht, Wandertipps und aktuelle Eröffnungen, findet ihr im Reiseblog zu den 16 spektakulärsten Hängebrücken >>

Hängebrücken

Die neuen Hängebrücken für Wanderer und Touristen locken mit Nervenkitzel und Abenteuerlust. Unter dir ist für bis zu 500m einfach mal nichts und erst dann kommt erst der Talboden. Leicht schwankend könnt ihr diese überqueren und oft sensationelle Weitsichten durch die Täler und umliegenden Berge genießen. Dabei lassen sich die Betreiber immer neue Kombinationen einfallen. Mal mit Sprung in die Tiefe, mal mit einer Treppe ins nichts.

So wundert es nicht, dass der Fotoapparat oder das Smartphone bei jedem Besucher in der Hand oder griffbereit ist. Dieses einmalige Erlebnis muss festgehalten werden und zieht schnell seine Kreise in den Social-Medien. Besonders die Kombination mit Sonnenuntergängen ergibt spektakuläre Momente und Motive.

 

Hauptprobleme bei einigen Hängebrücken

Besonders die Geierlay und TitanRT haben mit einer sagenhaft schlechten Infrastrukturen zu kämpfen. Das ist aber bereits in der Planung verbockt worden und ich meine, da hat das letzte Stück vertrauen gefehlt, dass wirklich so viele Besucher kommen werden. Das fängt bei den Zufahrtsstrassen an, geht über die Parkplätze weiter und hört bei Toiletten auf. Dazu kommen noch die Probleme mit den Spitzenlasten an besonders schönen Wochenenden, Feier- und Brückentagen. 

Damit nicht genug. Die Besucher können an starken Tagen die Hängebrücken kaum genießen. Wie eine Perlenschnur läuft man über die Hängebrücken und stehen bleiben löst dann schon einmal kleine Staus aus. Mit einem erholsamen Tag an einer Hängebrücke, hat das nichts mehr zu tun.

Daher:

Wenn ihr könnt, nutzt lieber die Wochentage und vor allem Abendstunden. Insbesondere bei Sonnenuntergang hat man mehr davon. Ich war Abends in der Highline 179 und an der Geierlay,  was deutlich entspannter ist und man keine Probleme mit der Anfahrt oder Parkplätzen hat. Natürlich sind auch andere Besucher da, aber überschaubar und so kommt man mit denen recht gut ins Gespräch.   

 

 

Übersicht Hängebrücken


Jede Hängebrücke hat etwas Besonderes zu bieten. Mal ist es die Höhe, die Länge oder Konstruktion. Besonders Ausblicke in die Berglandschaften werten die Hängebrücken auf. Nicht zuletzt sind es aber auch die Infrastruktur der Wanderwege, Gaststätten oder Parkplätze, die wichtig sind. Daher werde ich immer die Highlights einer Hängebrücke kurz dazu schreiben. Eintrittspreise für die Hängebrücken werde ich sporadisch aktualisieren. Sortierung erfolgt nach den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol und Sonstige. Die Sortierung ist keine Rangliste.

 

 

Geierlay Hängebrücke

Länge: 360m Höhe:100 Eintritt: 0€ Seilbahn: nein

Bild: Markus Balkow / www.Schöne-Aussicht.de

Diese Hängebrücke könnt ihr kostenlos überqueren. Ja, ihr lest richtig. Obwohl sie rein touristisch angelegt ist, verzichtet man auf eine Gebühr. Allerdings nicht freiwillig, da es eine Bedingung der Förderung war. Da hier einige Wanderwege, Traumpfade und sogar der Saar-Hunsrück-Steig entlang laufen, eine sehr gute Option für Wanderfreunde. Allerdings für Autofahrer kann es teuer werden. Man zahlt pro Stunde 1 € und wer ein längeres Stück wandern möchte, ist schnell 5-10€ los. Eine Tageskarte gibt es leider nicht, aber zumindest hört es bei 16! Euro auf. Wer nur Brücke erleben möchte, sollte etwa 4€ einplanen. Vom Parkplatz zur Brücke ist es ein etwa 1,8Km langer Zuweg. Die Geierlay Hängebrücke ist 360m lang und hängt ca. 100m über dem Boden. Besonders an Wochenenden, bei schönem Wetter und an Brückentagen ist sehr viel los. Wer dem Trubel etwas entgehen will, sollte sich andere Tage suchen.

Für Wanderer dürften die Traumpfade Masdascher Burgherrenweg und Dünnbach-Pfad sehr interessant sein. Beide verfügen über Parkplätze außerhalb von Mörsdorf. Wer auf dem Saar-Hunsrück-Steig unterwegs ist, läuft unter der Geierlay Hängebrücke hindurch und kann einen Abstecher über die Brücke machen.

Für das leibliche Wohl gibt es natürlich auch eine Gaststätte, sogar mit veganer Kost.

Toiletten gibt es nur wenige und die sind recht teuer. Daher haben sich viele Naturtoiletten gebildet.

Mittlerweile war ich selber an der Geierlay Hängebrücke und hier lest ihr den Reiseblog dazu >>

 

 

Highline179 Hängebrücke

Länge: 406 Höhe:113 Eintritt: 8€ Seilbahn: nein

Bild: Markus Balkow / www.Schöne-Aussicht.de

Es ist die erste Hängebrücke, die ich bisher besucht habe. Viele kennen die Hängeseilbrücke durch die Bundesstrasse 179, die sich darunter befindet. Gut sichtbar schwankt sie über dem Tal und ist die pure Eigenwerbung. Nicht zuletzt, weil an dieser Stelle gerne mal ein Megastau ist.

Mit diesem Projekt hat Reutte einen Goldgriff gelandet. Es bringt viele Urlauber in die Region, die das Abenteuer Hängebrücke einmal erleben wollen. Die Aussicht ist zumindest sagenhaft. Mit 8€ für hin und zurück, ist es aber auch recht teuer. Dazu kommt noch die Parkgebühr. 

Zumindest ist sie nicht ganz unsinnig in die Berge gebaut worden. Sie verbindet die beiden Burganlagen auf den Bergkuppen. Die meisten Besucher haben wegen des Aufstieges nur einen Berg besucht und können nun viel einfacher die Wege für beide Burganlagen nutzen. Im Tal gibt es noch ein Museum, Gaststätte und Führungen. Gerade bei Stau auf der B179 eine nette Attraktion für eine Pause. Überquerung dauert mit Aufstieg gut eine Stunde. 

 

 

Charles Kuonen Hängebrücke

Länge: 494m Höhe: 85m Eintritt: 0€ Seilbahn: mein

Bild: © Valentin Flauraud

Während Hängebrücken wie die Geierlay oder TitanRT nur touristische Spielwiesen sind, hat die Europabrücke eine wirkliche Aufgabe. Sie komplettiert den Europaweg und die Wanderer müssen nicht mehr umständlich durch das Tal bei Randa. Die erste Brücke musste kurz nach der Eröffnung wieder geschlossen werden.  Ein Steinschlag beschädigte sie 2010 und unterbrach damit auch den Europaweg zwischen Grächen und Zermatt. Es kamen immer weniger Wanderer, die die Talquerung alles andere als einfach war.

Aber aufgeben scheint nicht die Stärke der dortigen Einwohner zu sein und man bekam erneut die Chance für eine Hängebrücke. Die Europa Hängebrücke thront nun oberhalb von Randa und ist zur Zeit die längste Hängebrücke der Welt mit 494m und schwebt 85m über dem Talgrund.

Der Name Charles Kuonen Hängebrücke kommt vom großzügigen Spender. Der erfolgreiche Unternehmer aus der Region, hat viel Geld für den Neubau gespendet und so trägt sie seinen Namen, Charles Kuonen.

Der Europaweg und die Charles Kuonen Hängebrücke

Damit ist der Europaweg wieder attraktiver geworden und nicht nur die Europa-Hängebrücke ist ein Highlight, sondern auch die Aussichten auf das Matterhorn, dem Dom als höchster Berg der Schweiz mit 4545m, sowie die Blicke auf die Berner Alpen.  Die 2-Tages-Tour ist knapp 34Km lang, hat 1400 Höhenmeter und der höchste Punkt ist 2700m hoch. Den Mittelpunkt stellt die Europahütte dar, wo ihr auch übernachten könnt. Da die Strecke als schwer eingestuft wird, nehmt gute Ausrüstung mit. Ob die Charles Kuonen Hängebrücke gesperrt ist, erfahrt ihr auf der Seite vom Europaweg.

 

 

 

TitanRT Hängebrücke im Harz

Länge: 458m Höhe: 106m Eintritt: 6€ Seilbahn: nein

Titan RT Hängebrücke

Bildrechte: Titan RT / Harzdrenalin

Mit knapp 460m Länge spannt sich die TitanRT Hängebrücke über die Rappbode-Talsperre. Sie verläuft parallel zur Krone der Staumaer in einer Höhe von – ok, ich habe nun lange genug gesucht und sie ist hoch – und hat einen besoonders breiten Laufsteg von 1,20m. So kommt man gut aneinander vorbei. Ob Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen durch die Zahlschleusen kommen, kann ich euch leider noch nicht sagen. Bei 1.20m wäre es zumindest möglich, die Hängebrücke zu überqueren. Als besonderen Kick gibt es mittig noch den Giga-Swing, wo ihr das Adrenalin noch etwas hochkochen könnt. Insgesamt stehen an der Rappbodetalsperre noch weitere Highlights zur Verfügung, sodass ein Tagesausflug lohnt. Preis für die Überquerung 6€ für Erwachsene, Kinder 4€ und Parken 2-4€. Nicht gerade preiswert, aber die Besucher kommen in strömen. Teilweise wird die Landesstrasse 96 zum riesigen wilden Parkplatz, was nicht gestattet ist. Aber die bestehenden Parkmöglichkeiten reichen, besonders an Wochenenden, einfach nicht aus. Ich habe auch irgendwo gelesen, dass Knöllchen verteilt werden. Passt also auf. Man sucht zwar nach einer Lösung, aber das ist nicht einfach.

Wer die TitanRT Hängebrücke in Ruhe genießen möchte, sollte lieber in der Woche vorbei schauen. Sie ist ganzjährig von 8-22.00 Uhr geöffnet.

 

 

Hängebrücke in Sotschi

Länge: 439m Höhe: 207 Eintritt: k.A. Seilbahn: k.A.

Mit der Eröffnung hielt das Projekt gleich mehrere Titel inne. Einer davon war “Die längste Hängebrücke der Welt”. Heute ein vergänglicher Titel, aber 2014 mit 439 Metern die Nummer 1 und selbst heute noch eine der längsten Hängebrücken der Welt. Aktuell wird sie nur von der TitanRT und der Charles Konen Hängebrücke geschlagen.

Für Sotschi mach ich einmal einen eigenen Artikel auf.

 

 

Hängebrücke Belalp-Riederalp in der Aletsch-Arena

Länge: 120m Höhe:80m Eintritt: 28CHF mit Bahnfahrt Seilbahn: nein

Mit 124m Länge und 80m über der Massaschlucht ist sie nicht Rekordverdächtig, aber sie befindet sich direkt vor der Gletschertor der Aletscharena und überspannt die Massaschlucht. Ein einzigartiges Gipfelerlebnis zwischen der Belalp und Riederalp. Aber nicht nur die Hängebrücke ist ein Highlight, sondern auch der geschützte Aletschwald mit seinen uralten Arven. Der Wanderweg ist 14,5Km lang und startet an der Seilbahn an der Belalp. Es gibt dafür extra ein Ticket mit Seilbahn und Postauto für etwas 25€ ( Stand 2017 ).

Das Schöne an der Aletscharena ist, es gibt 300Km Wanderwege mit Gletscherblicken, Tälern und urigen Wäldern. Die Hängebrücke ist sicherlich einen Besuch wert, aber eben nicht alles. Auf der Internetseite gibt es dann alles zum Wandern, zur Hängebrücke und Übernachtungsmöglichkeiten.

 

 

Titlis Cliff Walk

Länge: 100m Höhe: 500m Eintritt: 0€ Seilbahn: ja

Bild: Titlis.ch

Es ist die höchstgelegene Hängebrücke Europas auf 3041 Metern über normal Null, aber nur gut 100m lang. Das Spektakuläre ist der 500m tiefe Abgrund über dem ihr lauft und natürlich die Ausblicke auf die Gletscher. Die Überquerung ist kostenlos, aber nur bei gutem Wetter möglich. Start ist die Gletscher-Sesselbahn am Berg Titlis, wo ihr auch Skier abstellen könnt. Die Titlis Cliff Walk

 Verbindet das Südwandfenster der Gipfelstation und den Ice-Flyer an der Bergstation. Die Idee dazu kam, weil die Aussicht vom Stollenfenster nicht so toll war und viele Gäste enttäuscht waren. Da kam man auf die Idee der Hängebrücke, die nun als Titlis Cliff Walk bekannt wird.

 Allerdings ist das nur eine der Attraktionen und ergänzt den Gletscherpark, Gletscherpfad, die Grotte, Restaurants uvm.

Ihr braucht etwa 15 Minuten und es gibt keinen Eintritt. Allerdings kostet der Lift etwas.

 

 

Hängebrücke Peak Walk

Länge: 107m Höhe: – Eintritt: 0€ Seilbahn: Ja

Bildrechte Glacier 3000

Bildrechte Glacier 3000 by Tissot

Irgendwie braucht jede Brücke noch einen besonderen Zusatz und hier wirbt man mit der Verbindung von gleich 2 Gletschern. Rechts und links geht es steil bergab und man hat eine sagenhafte Weitsicht. Das lässt bei der Überquerung etwas das Feeling einer Gratwanderung auf dem Peak Walk aufkommen. Die Peak Walk Hängebrücke führt dabei vom View Point zum gut 100m entfernten Scex Rouge. Auf dem Gipfelrundgang seht ihr außerdem noch Matterhorn, Mont Blanc, Eiger, Mönch und Jungfrau. Wo hat man das schon? Eintritt kostet es keinen, aber wie üblich müsst ihr die Gipfelfahrt zahlen, aber Parkplatz ist kostenlos. Allerdings gibt es eine Karte, die auf mehreren Gebieten gilt. Das ergibt dann noch mehr Möglichkeiten, die Gipfel zu erleben.  Aber es ist ja nicht nur für die Hängebrücke, sondern es gibt noch mehr zu entdecken. Zum Beispiel der Glacier Walk, Dome Hike, Panoramen, und vieles mehr. Einige Eindrücke vom Peak Walk und den Möglichkeiten auf dem Gipfel seht ihr im Imagefilm.

Geöffnet ist der Peak Walk ganzjährig, je nach Wetter.

 

 

Die Dachstein Hängebrücke

Länge: 100m Höhe: 400m Eintritt: 10€ Seilbahn: ja

Dachstein Hängebrücke & Dachstein Dreigestirn © Ch. Buchegger / Der Dachstein

Bild:  Dachstein Hängebrücke & Dachstein Dreigestirn © Ch. Buchegger / Der Dachstein  

Kommen wir nun zur höchstgelegenen Hängebrücke Österreichs. Das ist die Hängebrücke am Dachstein, oberhalb von Schladming in der Steiermark. Die 100m Länge hören sich jetzt nicht viel an, besonders wenn andere Hängeseilbrücke mal eben 4-500m lang sind, aber da ist ja noch die Dachstein-Südwand und die geht mal eben 400m runter.  Durch die Gitterroste und Geländer könnt ihr sogar hinunter sehen. Dazu ein leichtes Schwanken und schon wird für einige eine Mutprobe daraus.

Nach der Hängebrücke gibt es noch die „Treppe ins Nichts“. Eine kleine Aussichtsplattform aus Stahl und Glas, die vom Berg weg führt. Ihr steht quasi mitten in der Luft oder eben im Nichts.

Eintritt an der Dachstein Hängebrücke kostet 10€ inkl. der Treppe ins Nichts und dem Eispalast. Dazu kommen noch 37€ für die Seilbahn ( Stand 2017 ).

 

 

Die Hängebrücke in Längenfeld

Länge: 83m Höhe: 200m Eintritt: 0€ Seilbahn: nein

Bild: Ötztal Tourismus – Ewald Schmid

Bild: Ötztal Tourismus – Ewald Schmid

Für ein Familienabenteuer zwischen Streichelzoo und einer Hängebrücke sorgt die Längenfeld Hängebrücke im Ötztal. Die zwei Sonnenbalkone Weiler Brand und Burgstein werden durch die Hängeseilbrücke von 82m verbunden und unter ihr gibt es 150m gar nichts. Dann kommt der Talboden. Wer sich darüber wagt, hat einen sagenhaften Ausblick über den Thermenort Längenfeld im Ötztal und die darum liegende Bergwelt. Ein wichtiger Hintergrund war der Steinschlag in dieser Rinne, womit man diese Gefahrenquelle ausgeschaltet hat. Trotz 400.000€ Baukosten, gibt es keinen Eintritt.

Dafür gibt es einen Wanderweg von Längenfeld zu den beiden Almen und über die Brücke. Gehzeit etwa 3 Stunden bei 280 Höhenmeter. Für die Kinder gibt es auf der Brandner Alm einen kleinen Streichelzoo.

 

 

Die Holzgauer Hängebrücke am Lechweg

Länge: 200m Höhe: 105m Eintritt: 0€ Seilbahn: nein

Der Lechweg ist eine Mehrtageswanderung mit 125 Kilometer Länge von der Lechquelle bis zum Lechfall in Füssen. Als Leading Quality Trail ist es ein Premiumweg und diese haben so einiges zu bieten. Die Hängebrücke am Lechweg ist nur ein Highlight und ich kann mich noch gut erinnern, als man Spenden suchte und dafür die Trittbretter „verkaufte“. Sicherlich eine ebenso coole Idee, wie die Überschreitung der Hängebrücke.

Ihr findet sie auf Etappe 5 des Lechwegs über der Höhenbachschlucht in Holzgau. Die 200m lange Hängeseilbrücke verbindet die Sonnenhänge am Gföllberg und das Sonnenplateaus am Schiggenberg. Für alle Wanderfreunde gibt es ab Holzgau mehrere Rundwanderwege mit Brückenüberquerung. Nehmt vielleicht den Wanderweg mit dem Simmswasserfall als zusätzliches Highlight. Wer auf dem Weitwanderweg E5 – Bodensee-Adria – unterwegs ist läuft unter der Holzgauer Hängebrücke durch und kann mit einer Schleife diese überqueren.

Auch diese Brücke ist kostenlos und somit eine sehr gute Ausflugsmöglichkeit für Familien. Es gibt rund um Holzgau und der Hängeseilbrücke auch Almen für eine Einkehr.

 

 

Die Triftbrücke in der Schweiz

Länge: 170m Höhe: 100m Eintritt: 0€ Seilbahn: ja

Bild: Robert Bösch

Im Berner Oberland gibt es eine Wanderung mit Hängebrücke. Ihr startet an der Taltation Underi Trift der Triftbahn und ihr fahrt der Triftschlucht hoch zur Bergstation. Danach geht es etwa 30 Minuten bis zur Windegghütte und über die Triftbrücke.  Generell gibt es 2 Routen.  Die T2 Variante ist für Familien, die T3 für versiertere Wanderer.  Trittsicherheit braucht es bei dem Direktabstieg und Schwierigkeitsgrad T4. Die Wanderung ist etwa 2,8Km lang. Die erste Triftbrücke wurde 2004 eröffnet, hielt aber den Wetterbedingungen nicht stand. Seit 2009 gibt es die neue Triftbrücke.

Gebaut werden musste sie, weil sich der Gletscher zurückzog und einen See bildete, der umgangen werden musste. Die Brücke war eine gute Lösung und wurde zum Touristenmagnet.

Eintritt gibt es nicht, aber die Seilbahn kostet. Denk bitte an gute Wanderausrüstung und warme Kleidung.

 

 

Panoramabrücke Sigriswil

Länge: 340m Höhe: 180m Eintritt:  8€ Seilbahn: nein

Bild: Verein Panorama Rundweg Thunersee

Eine etwas andere Konstruktion ist die Panoramabrücke Sigriswil. Sie ist nur eine von 7 Brücken, die bis zum fertigen Ausbau des Rundwanderweges um den Thunersee geplant sind. Sie ist 340m lang und spannt sich in 182m über die Gummischlucht. Ein Nervenkitzel-Erlebnis mit schöner Aussicht. Die Brücke ist breit genug für Rollstuhlfahrer. Allerdings wird ihnen und Kindern die Aussicht von den Platten am Geländer ziemlich versperrt. Da sind zwar Löcher drin, aber bei Tripadvisor wurde das bemängelt. Ebenso das der Ranger unfreundlich ist und das 8 CHF recht happig sind. Aber schaut es euch selber an. Die Hängebrücke in Sigriswil ist mit sicherheit ein Highlight.

 

Raiffeisen-Skywalk

Länge: 374m Höhe: 58m Eintritt:0€ Seilbahn: Ja

 

Die Schweizer haben schon früh den Trend von Hängebrücken erkannt und mit dem Raiffeisen-Skywalk schon 2010 eine Rekordverdächtige Hängebrücke gehabt. Sie wurde bis 2010 im Kanton Schwyz errichtet, genauer gesagt oberhalb des Sattel-Hochstuckli. Dabei führt sie 374m und in bis zu 58m Höhe über den Lauitobel. Durch die Gitterroste am Boden könnt ihr direkt nach unten schauen und diese sind auch breit genug für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen, aber nur als Einbahnstraße. Bis zur Eröffnung der Geierlay Hängebrücke, war sie somit die Längste Fußgänger Hängebrücke – weltweit? Wahrscheinlich.

Start ist an der Bergstation am Mostelberg und ihr lauft in Richtung Mostelberg. Die Wanderung dauert etwas 1h und 15 Minuten, bei gerade einmal 175 Höhenmeter.  Natürlich gibt es noch weitere Wanderwege. Grundsätzlich ist die Hängebrücke ganzjährig begehbar, aber nur wenn auch die Gondelbahn fährt. Ansonsten sind die Tore der Hängebrücke geschlossen. Eintritt braucht ihr nicht, aber die Fahrt zur Gondel und wieder zurück kostet 22 CHF und Hunde stolze 5 CHF.

Bild: SATTEL-HOCHSTUCKLI AG

 

 

Traversinasteg II – Hängebrücke mit Treppe

Länge: 95m Höhe: 62m Eintritt: 0€ Seilbahn: nein

Traversina Hängebrücke Bild: Viamala Tourismus

Bild: Viamala Tourismus

Der Traversinasteg ist zwar eine Hängebrücke, aber so ganz trifft das nicht zu. Es ist eher die Mischung aus Hängebrücke und einer schwebende Treppe, was den Traversinasteg II zu etwas besonderem in unserer Hängebrücken Runde macht. Auch die Konstruktion aus Stahlseilen und Holz gefällt mir weit besser, als Gitterroste. Es hat so ein bißchen etwas von einer 1m breiten Tribüne. Mit 56m Länge schwebt sie rund 70m über dem Viamala Tobel, aber ihr überwindet auch 22 Höhenmeter mit den Stufen. Während im touristischen Schwanzvergleich höher, weiter, spektakulärer und was weiß ich nicht alles forciert wird, ist das die Hängebrücke, die das Quäntchen coolness hat.

Außerdem wird es Wanderer freuen, dass diese Brücke nur zu Fuß erreichbar ist und Wanderer die ruhige Brücke genießen können. Die Sicht nach unten ist zwar verdeckt, aber die Aussicht in den Tobel fantastisch. Erreichen könnt ihr den Travestibersteg II nur zu Fuß über den viaSpluga-Weitwanderweg oder von Rongellen in einer 20 minütigen Wanderung. Im Winter ist die Straße dorthin gesperrt.

Der erste Traversinasteg wurde 1996 gebaut und durch einen Steinschlag zerstört. Seit 2005 ist der Traversinasteg II geöffnet. Eintritt oder Seilbahnfahrten braucht man nicht.   

 

 

Hängebrücke Hostalde

Länge: 152m Höhe: – Eintritt: 1 CHF Seilbahn: nein

Die Schweizer sind im Bau von Hängebrücken recht fleissig und als die Hostalde Hängebrücke eröffnet wurde, war sie eine der Längsten in Europa. 38m schwebt sie über dem Fluss Engstlige. Allerdings sind die Gitterroste nicht für alle Hunde geeignet.

Eintritt kostet es keinen oder kaum, aber wer nicht einkehrt wird um eine Art Spende für die Brücke gebeten. Wer einkehrt darf auch etwas Spenden 😉

Die Hängebrücke ist für Wanderer und es gibt mehrere Wandermöglichkeiten an der Brücke. Die Auenländer in der Region sind ebenso so sehenswert, wie die Hostalde Hängebrücke.

 

Eine Bitte

Ich habe nicht von allen Hängebrücken Bilder oder Videomaterial. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Bilder zur Verfügung stellen würdet. Das macht es authentischer und hilft auch anderen Wanderern. Eure Eindrücke dürft ihr gerne in die Kommentare schreiben. Dann kann ich das bei den folgenden Artikeln ergänzen.

 

 

Wie entstand der Trend zu Hängebrücken?

Als vor gut 10 Jahren die ersten langen Hängebrücken gebaut wurden, ging es vor allem um die Komplettierung von Wanderwegen. Gute Beispiele sind die Europabrücke, Lechtalbrücke und die Aspi Titter in der Aletsch-Arena. Die Besucher nahmen es dankend an und so entstanden immer mehr Hängebrücken. In Deutschland war die Geierlay-Hängebrücke ein Meilenstein, da sie mitten in Deutschland war und viele sie einfach erreichen konnten. Die Hängebrücke an der Rappbodetalsperre ist ebenso zu einem Besuchermagnet geworden und man wartet bis zu 2 Stunden um darüber laufen zu können. Diese haben aber keine direkte Funktion, sondern sind rein touristisch. 

 

Hängebrücken mit Hund

Ich habe bisher 15 Hunde gesehen, die über eine Hängebrücke laufen ohne Probleme zu machen. Selbst klein Laila, meine 7 Monate junge Malamute Hündin, ging ohne weiteres darüber. Schwanz war zwar leicht eingekniffen, aber bei den Höhen und wackeln nichts außergewöhnliches. Die Ohren standen oben und sie war neugierig am Zeitung lesen. Als dann ein Spitz kam, war die Hängebrücke außen vor und Spieltrieb überschattete alles.

Auch die anderen Hunde liefen problemlos über die Brücke, vielleicht auch, weil die Holzdielen die direkte Sicht nach unten verhindert. Bei unserem Besuch in der Leutaschklamm waren Gitterroste statt Dielen und darunter ging es 50-80m hinab. Das scheint Hunden nicht so geheuer zu sein. Passt also bei Brücken mit Gitterrosten etwas auf.

Allerdings sind die Hängebrücken nicht wirklich breit. Bei Gegenverkehr, insbesondere mit Hund, wollen die schnüffeln und spielen. Das wird schon mal eng. Normal ist das nicht problematisch, aber wenn extrem viel los ist, wird man zum Bremsklotz.

Dennoch ist es für Hunde eine Stresssituation und kleine Hunde könnte man auf den Arm nehmen, größeren einen Maulkorb verpassen. Ihr kennt eure Hunde selbst am besten, aber bei Stress ist es manchmal etwas anderes.

An der Geierlay war ich auch echt überrascht, dass es mehrere Hundestationen gab. Ich konnte am Wegesrand auch keine Hinterlassenschaften sehen, trotz der vielen Besucher und Hunde. Allgemein war es wirklich sauber! Daher nutzt die Stationen. 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar

  • Total interessanter Beitrag! So eine Brücke bringt immer noch ein bisschen mehr Abenteuer zur Wanderung! Muss ich auch mal ein paar von testen. Erstmal geht es aber jetzt in den Urlaub in ein Hotel in Lana. Liebe Grüße, Jana

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