Jacobsweg

Jacobsweg

Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela

Jacobsweg Wanderung

PilgerwegEine Pilgerreise auf dem Jacobsweg ist f√ľr viele Menschen ein zentrales Ereignis in ihrem Leben. Dabei geht es l√§ngst nicht mehr ausschlie√ülich um christliches Pilgern, sondern um spirituelle Erfahrungen und mentale Erleuchtungen f√ľr jedermann. Allerdings ist eine solche Reise nicht gerade mit einem Wochenendausflug zu vergleichen, weshalb bereits in der Vorbereitung einige Punkte beachtet werden sollten.

 

Vorbereitung

Die erste Frage, die man an sich stellen sollte, lautet: Wieviel Zeit steht mir √ľberhaupt zur Verf√ľgung? Davon h√§ngt die gesamte weitere Planung der Strecke ab, also vor allem die Routen und die Gesamtl√§nge. Es empfiehlt sich, hier mindestens zwei bis drei Wochen einzuplanen, da es sonst nur schwerlich gelingt, sich vom (Berufs- oder Familien-) Alltag zu l√∂sen.

Jacobsweg 1Weiterhin ist es wichtig, sich √ľber das Budget, welches f√ľr das Wandern zur Verf√ľgung steht, klarzuwerden. Es gibt Menschen, die mit ca. 7‚ā¨ am Tag auskommen, andere ben√∂tigen 50‚ā¨. Wahrscheinlich ist es am vern√ľnftigsten, sich irgendwo zwischen diesen beiden Extremen einzuordnen.

Man sollte ebenfalls dar√ľber nachdenken, wo man starten m√∂chte. Je nachdem, wie die ersten beiden Fragen beantwortet werden, ist es nicht unbedingt ratsam, den Jacobsweg von Beginn an zu laufen. Es gibt viele m√∂gliche Startpunkte, sodass man sich hier den anderen Rahmenbedingungen unterordnen kann.

 

Eine kleine Jacobsweg Packliste

Neben den allgemeinen Reiseplanungen und ‚Äďvorbereitungen ist auf jeden Fall genau zu √ľberlegen, was man auf die Reise mitnimmt. Da es sich in der Regel um mehrere Wochen handelt, solle man auf verschiedene Eventualit√§ten vorbereitet sein! Die wichtigsten Gegenst√§nde lassen sich grob in die Punkte Kleidung / Ausr√ľstung, Hygiene und Technik untergliedern.

Das Fundament der Ausr√ľstung ist ein stabiler Wanderrucksack oder eine Krakse mit mindestens 45l Fassungsverm√∂gen. F√ľr Regentage sollte dieser zus√§tzlich eine wasserfeste Schutzplane enthalten. In den Rucksack sollte man ein robustes Paar Wanderschuhe stecken sowie ein Paar leichtere Schuhe. Socken braucht man zwei bis drei Paar. Au√üerdem empfiehlt sich eine Trekkinghose, idealerweise mit Zip-off, um sie in eine kurze Hose umzuwandeln. Auch zwei oder drei Funktionsunterhosen und Funktions-T-shirts sollten eingeplant werden. Je nach Jahreszeit ben√∂tigt man au√üerdem eine d√ľnne oder dickere Jacke sowie ein Regencape. Weitere Ausr√ľstungsgegenst√§nde sind ein Schlafsack, eine Reisehandtuch sowie eine Kopfbedeckung gegen die Sonne. Wenn man keine Unterk√ľnfte nutzen m√∂chte, ben√∂tigt man zus√§tzlich ein Zelt und eine Isomatte.

Jacobsweg 2Hygieneartikel sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Reisearsenals. Gleichwohl muss man sich beim Pilgern einschr√§nken, damit der Rucksack nicht zu voll wird. Die g√§ngige Ausstattung besteht hier aus einem Hygienebeutel, der eine Zahnb√ľrste, Zahnpasta, Seife beziehungsweise Shampoo und Sonnencreme enth√§lt. Wenn man besonders lange unterwegs ist, sollten au√üerdem Rasierer, Fingernagelschere und ggf. auch Verh√ľtungsmittel eingepackt werden. F√ľr Notf√§lle sollte eine kleine Reiseapotheke nicht vergessen werden. Wenn die eigene physischer Verfassung nicht mehr die allerbeste ist, sollte man nicht ohne Magnesiumtabletten aufbrechen.

An Technik ben√∂tigt man nicht viel. Eigentlich sollte hier einzig eine Stirnlampe eingepackt werden. Das Pilgern auf dem Jacobsweg dient ja gerade dazu, sich vom Alltagsstress zu befreien. Smartphones und Tablets zerst√∂ren nur die Atmosph√§re. Man ist besser beraten, sich ein oder zwei gute B√ľcher einzupacken, die man abends im Lampenschein oder am Feuer liest.

 

 

 

Highlights auf dem Jacobsweg

Wenn man sich gut auf die Reise zum und auf dem Jacobsweg vorbereitet, steht einer eindrucksvollen und erfahrungsreisen Zeit nichts mehr im Wege. Die Abenteuer, die man beim Pilgern erlebt, richten sich jedoch h√§ufig nach innen. Es geht hier nicht darum, Action zu haben, sondern um eine spirituelle Pers√∂nlichkeitserweiterung. Viele Menschen sind in der heutigen Zeit geradezu in ihrem Alltag gefangen und haben keine M√∂glichkeit, grundlegend √ľber sich und die Welt nachzudenken. Weil sie nie die Gelegenheit dazu bekommen, wissen viele von ihnen nicht einmal mehr, wie das geht. Wenn sie dann pl√∂tzlich tage- und wochenlang unter der Sonne Nordspaniens wandern, durch nichts abgelenkt werden und v√∂llig frei sind, kann dies fundamentale Einsichten und Erkenntnisse hervorrufen. Manch ein Wandernder sucht Orientierung, bevor er sich in einen neuen Lebensabschnitt (Beruf, Heirat, Kinder usw.) begibt. Andere Pilgernde ben√∂tigen einfach eine Auszeit. Gleichviel wie unterschiedlich die Motivationen und Gr√ľnde f√ľr die Entscheidung sind, sich auf den Pilgerweg zu begeben, es geht im Kern stets um eine mentale Erweiterung. Wie diese konkret aussieht, ob sie im Schwei√üe des Angesichts oder nachts am Lagerfeuer kommt, ob sie sich schlagartig oder gem√§chlich einstellt, all dies kann nicht pauschal beantwortet werden. Trotzdem d√ľrfte sie wohl das gr√∂√üte Highlight der Pilgerreise darstellen.

Eine Reise bleibt jedoch nie nur wegen eines gro√üen Ereignisses in Erinnerung. Sie lebt vielmehr von den kleinen und unscheinbaren Dingen, die man erst im Nachhinein zu sch√§tzen lernt. So wird man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Menge spannender Menschen treffen, welche einen durch ihre Geschichten und Ansichten inspirieren k√∂nnen. Gleichzeitig erh√§lt man die Gelegenheit, mit Fremden √ľber hoch pers√∂nliche Angelegenheiten zu sprechen. Auf dem Jacobsweg herrscht, ganz im Sinne Goethes, eine Art Wahlverwandtschaft zwischen den Reisenden.

Etwas, dessen man sich wahrscheinlich auch erst nach der Reise bewusst wird, ist die Tatsache, dass man lernte sich zu √ľberwinden. Viele Stunden lang war man schwer bepackt gewandert, tagein und tagaus. Wahrscheinlich wird man im ganzen n√§chsten Jahr nicht so viel Sport treiben, wie in einigen wenigen Wochen Wallfahrt. Diese innere Erkenntnis gibt vielen Menschen die n√∂tige Kraft und Ausdauer, auch andere Lebensaufgaben zu meistern.

Fazit

Eine Reise zum Jakobsweg ist eine M√∂glichkeit, sich eine neue Perspektive zu verschaffen. Sie eignet sich f√ľr all jene, die das unbestimmte Gef√ľhl haben sich neu orientieren zu m√ľssen. Allerdings sollte man sich nicht Hals √ľber Kopf in das Abenteuer st√ľrzen, sondern die Reise wohl√ľberlegt planen. Dann jedoch hat man wahrscheinlich eine tief pr√§gende Zeit vor sich, die man niemals vergisst

Jacobsweg 3Dieser Beitrag ist eine bezahlte Werbung, was aber nichts an meiner Meinung √§ndert. * ist Affily und ihr unterst√ľtzt damit diesen Blog. Besten Dank!

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