So planst du eine sichere Bergwanderung

So planst du eine sichere Bergwanderung

Wanderurlaub - Packliste
Bergwanderungen

Wandern gilt grundsätzlich als eher sicheres Hobby, und doch kann es einige Gefahren geben. Schwierige Routen, schlechtes Wetter oder ein kleiner Unfall können zur Herausforderung werden. Wer sich jedoch vorab gut vorbereitet, wird selbst mit einigen Unvorhersehbarkeiten bestens zurechtkommen. Das fängt bei der Planung der Route an und geht hin zur richtigen Ausrüstung, die du unbedingt dabei haben solltest.

Wir geben dir in diesem Artikel praktische Tipps zur Planung deiner nächsten Bergwanderung. So steht einem unvergesslichen Erlebnis nichts mehr im Weg.

Praktische Tipps für mehr Sicherheit beim Wandern

Route vorab planen

So planst du eine sichere Bergwanderung 1

Insbesondere Bergstrecken können sich als sehr herausfordernd erweisen. Je mehr Höhenmeter es zu überwinden gilt, desto fitter muss man als Wanderer sein. Wanderanfänger sollten mit 300 bis 500 Höhenmetern pro Tag beginnen, um eine Überlastung zu vermeiden. Je nach Route entspricht das ungefähr zwei bis drei Stunden Gehzeit. Im Internet finden sich zahlreiche Karten und Routen, die sowohl Distanz als auch Höhenmeter angeben.

Wetter unbedingt berücksichtigen

Ein ebenfalls wichtiger Punkt ist das Wetter am Wandertag. Ein klarer oder bewölkter Himmel gilt als optimal, bei Regen sollte man hingegen besonders vorsichtig sein. Die Rutschgefahren steigen deutlich an, zudem kann es Felsstürze geben. Deswegen ist es grundsätzlich empfehlenswert, die Bergwanderung zu einer eher ruhigen Jahreszeit zu planen und im Falle von starkem Regen vielleicht die ganze Wanderung zu verschieben.

Gemeinsam wandern und Bekannte informieren

Selbst erfahrene Bergwanderer sollten darauf verzichten, allein zu wandern. Auch bei gutem Wetter lassen sich Unfälle niemals ausschließen. Da ist es gut, einen Partner beim Wandern zu haben. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, Verwandte oder Bekannte zu informieren, wo und wie lange man wandern geht. Idealerweise teilst du sogar die genaue Route. Sollte es dann tatsächlich mal einen Notfall geben, ist zumindest dein Standard bekannt.

Robuste Wanderschuhe mitbringen

Die richtigen Wanderschuhe gelten hingegen bei jedem Wetter als absoluter Pflichtbegleiter. Sie müssen eine griffige Sohle haben sowie über hohe Wasserdichtigkeit und Dämpfung verfügen. Sonst drohen Rutsch- und Blasengefahr. Ebenfalls wichtig: Es ist empfehlenswert, neue Schuhe vor der ersten großen Wanderung einzulaufen. So erkennt man rechtzeitig, ob es mögliche Druck- oder Reibungsstellen bei längerer Nutzung gibt.

Kleidung und Proviant

Einige Wanderer planen Bekleidung und Proviant nur im Hinblick auf die optimale Wanderdauer. Aber was ist, wenn man sich verläuft und die Route deutlich länger dauert? Zum Abend hin werden dann die Temperaturen niedriger und das Wasser wird knapp. Deswegen ist es immer besser, etwas mehr Kleidung und Proviant einzupacken. Nahrungsmittel mit hoher Kaloriendichte wie Nüsse, Käse oder Riegel sind hierfür hervorragend geeignet.

Trekking Frühstück
Trekking Frühstück

Erste-Hilfe-Set gilt ebenfalls als Muss

Man mag es kaum glauben, aber einige Menschen gehen ganz ohne Erste-Hilfe-Set wandern. Dabei stehen kleine Schnitte und Verletzungen eigentlich an der Tagesordnung, insbesondere beim anspruchsvollen Wandern in den Bergen. Achte beim Erste-Hilfe-Set unbedingt auf die Haltbarkeit und darauf, dass es vollständig ist. Das garantiert im Notfall die sofortige Einsatzbereitschaft und erste Versorgung.

Insektenschutz nicht vergessen

In einigen Ländern gibt es je nach Jahreszeit unglaublich viele Insekten. Bienen und Wespen sowie Stechmücken gelten hierbei oft als die nervigsten Begleiter. Zecken können sich hingegen sogar als gefährlich erweisen und Krankheiten übertragen. Sorge deswegen immer für ausreichenden Schutz vor Insekten. Bedecke deine Haut, setze auf Abwehrmittel und vermeide Stellen, wo sich beispielsweise Zecken gerne aufhalten.

Wichtig ist eine schnelle Entfernung und Behandlung der betroffenen Stelle.
Wichtig ist eine schnelle Entfernung und Behandlung der betroffenen Stelle.

Handy oder GPS für Notfälle einpacken

Ein Handy gehört eigentlich fast immer zur Wanderausstattung mit dazu. So lassen sich Notrufe absetzen und Routen nachverfolgen. Einige Regionen sind aber so abgelegen, dass es überhaupt keine Netzverbindung gibt. Ein richtiges GPS-Gerät ist in diesem Fall die bessere Option, da es auch ohne Mobilfunknetz funktioniert. Zudem sind entsprechende GPS-Tracker deutlich robuster und verfügen über eine weitaus längere Akkulaufzeit.

Urlaub am Diemelsee

Powerbank als Notstromversorgung

Auf gut vernetzten Routen erweisen sich Handys zur Navigation oft als ausreichende Lösung, aber sie leiden unter geringen Akkulaufzeiten. Wer nebenbei noch viele Fotos machen möchte, wird besonders schnell den Akku leeren. Hier kann eine Powerbank genau die richtige Antwort sein. Es gibt spezielle Modelle für Wanderer und Camper, die mit hoher Robustheit überzeugen. Kleinere Stöße stellen dann keine Gefahr mehr dar.

Extra-Tipp: Vernetzt bleiben bei mehrtägigen Wanderungen

Als leidenschaftlicher Wanderer wirst du früher oder später eine mehrtägige Route in Angriff nehmen. Je nach Land und Strecke wirst du dabei vermutlich in einer Hütte, einem Hotel oder einem Hostel übernachten. Selbst in günstigen Unterkünften steht heutzutage oft ein öffentliches WLAN zur Verfügung, mit dem du online bleiben kannst.

Allerdings werden Sicherheit und Privatsphäre in öffentlichen WLANs häufig vernachlässigt. Solche Netzwerke sind oftmals nicht ausreichend geschützt und können potenziellen Angreifern Möglichkeiten bieten, deinen Datenverkehr mitzulesen. In seltenen Fällen können Fehlkonfigurationen wie offenes Port Forwarding zusätzliche Schwachstellen darstellen. Port Forwarding bedeutet, dass bestimmte Zugriffe aus dem Internet direkt auf Geräte im lokalen Netzwerk weitergeleitet werden – was bei öffentlichen WLANs vermieden werden sollte.

Um deine Sicherheit und Privatsphäre zu wahren, empfiehlt sich die Nutzung eines VPN (virtuellen privaten Netzwerks). Mit einer VPN-App auf deinem Smartphone, Tablet oder Laptop kannst du deine Daten verschlüsselt übertragen und bist auch im öffentlichen WLAN deutlich besser vor Angriffen geschützt. So kannst du bedenkenlos online gehen, Freunde kontaktieren oder deine Fotos abends sicher in die Cloud hochladen.

Fazit: Mit der richtigen Vorbereitung wird die nächste Bergwanderung zum unvergesslichen Erlebnis

Insbesondere als Anfänger solltest du die oben genannten Tipps beachten, um dich auf deine nächste Bergwanderung perfekt vorzubereiten. Plane vorab deine Route, berücksichtige die Wetterverhältnisse und setze auf die richtige Ausrüstung. Wenn du jetzt noch in Begleitung mit einem Freund oder Partner wandern gehst, kann eigentlich nichts mehr schieflaufen.

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