Begegnung mit einem Bären, was tun?

Schweden / Dalarna

Braunbär – Was tut man, wenn man einen sieht?

( Ich war auf einem kleinen Bärenseminar in Schweden, wo 3.000 Bären leben )

Töten! Da kam die Tage die Info, dass ein Braunbär am Plansee gesehen wurde. Sofort meldeten sich Agrar- und Jägersleut, die den Braunbär entnehmen wollen. Die Bezirkslandwirtschaftskammer stellte gleich einen Antrag auf Entnahme von Bär und Wolf.

Heißt nicht mehr als töten, umbringen, killen oder erschiessen. Nur haben die wahrscheinlichs keine Ahnung,  vertreten hauptsächlich ihre Lobby oder noch schlimmer, wissen es und WOLLEN Angst verbreiten um die Meinung zu manipulieren.

Das alles erinnert an Bruno, der vor 14 Jahren etwa 30 Schafe gerissen hat, aber keinen Menschen angegriffen hat. Letzten Endes, wurde er erschossen…

 

Das sagt die führende Expertin von Braunbären

Ich bin kein Spezialist für Braunbären, aber war vor 2 Monaten im schwedischen Dalarna eingeladen und dort bei einer Wildness- und Forschungsstation. Hier trafen wir auch eine der weltweit führenden Bärenspezialistinnen, die uns erst einen Vortrag hielt und danach ging es auf eine Exkursion.

Begegnung mit einem Bären, was tun? 12Nachdem das Angst machen ja oberstes Gebot dieser ( aus meiner Sicht Idioten ) ist, will ich einmal weiter geben, was die fachkundigen Forscher heraus gefunden haben. Dabei ist zu bedenken, dass in Schweden und hauptsächlich in Nordschweden etwa 3000 Braunbären leben.

  • Braunbären verbreiten sich nur extrem langsam. Norwegen und Schweden hatten ihre Braunbären vor über 100 Jahren fast gänzlich ausgerottet, nur in Schweden waren wenige übersehen worden. Bis heute hat sich der Braunbär nicht nach Norwegen ausgebreitet.
  • Wenn Braunbären Menschen bemerken, versuchen sie die Menschen zu umgehen oder sich unauffällig in ihrer Höhle zu verhalten.
  • Kommt es dennoch zum Kontakt, machen sie Scheinangriffe und man kann sich ruhig zurück ziehen.
  • Selbst wenn Bärenjungen dabei sind, versuchen sie zuerst zu verjagen!
  • Ignoriert man dieses, dann wird es sicherlich gefährlich. Man muss sie schon arg reizen, damit diese richtig angreifen. Allerdings, wer so blöde ist, hat es nicht anders verdient. Evolution hat da seine Berechtigung!
  • In den letzten 20 Jahren gab es nur wenige Angriffe auf Menschen und ich meine, nur einer tödlich.

 

Bilder / Grafiken aus dem Wildness-Kurs

Bild 1: Das waren die Angriffe von Bären. Blau hatten eine Waffe, rot unbewaffnet. Die meisten Angriffe gab es auf Elchjäger (13), gefolgt von Angriffen auf Menschen, die kranken Bären helfen wollten (5). Zeitraum: 20 Jahre! Population im Schnitt 3.000 Bären.

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Bild 2: So bewegt sich ein Bär, wenn Menschen in seine Nähe kommen. Gestrichelt war das Expeditionsteam, rot der Bär. Gut zu erkennen, dass der Bär einen Bogen macht und den Menschen ausweicht. Das ist sein natürliches und vorranhgiges Verhalten. Begegnung mit einem Bären, was tun? 14

Bild 3: Hier in Zahlen zu sehen. 70% weichen aus, 11% verstecken sich und 19% entfernen sich noch weiter.

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Bild5: Mit ihr waren wir auf einem kurzen Bärentrek, der auch landschaftlich eindrucksvoll war. Dabei geht es nicht darum einen Bären zu sehen, sondern seine Lebensweise kennen zu lernen. War sehr informativ und spannend!

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Den Bärentrek könnt ihr hier buchen: http://www.bjorn-vildmark.com Nein, das ist kein bezahlter Link oder bezahlte Werbung. Das ist eine Empfehlung aus Überzeugung.

So sieht eine Bärenhöhle wirklich aus

Tatsächlich sind es eher leicht geschützte Mulden, die eher nach Schlafplätzen aussehen. Die können auch mal etwas tiefer sein. Im Umfeld sieht man dann Spuren an den Bäumen, zum Beispiel Kratzspuren, wenn die Jungen klettern lernen.

Begegnung mit einem Bären, was tun? 19Fazit Braunbär:

Der Bär versucht den Kontakt zu vermeiden oder durch verjagen die Situation zu beruhigen. Erst wenn man zahlreiche Warnungen ignoriert, wird es gefährlich. Das gilt aber nur für Braunbären. Anderee Bärenarten können sich anders verhalten.

 

Bärenexkursionen:

Björn and Vildmark bieten auch mehrere Exkursionen an. Dabei geht es nicht darum, die Bären zu sehen, sondern zu erkunden, wie sie leben. In der Nähe gibt es dann einen Wildpark, wo man diese und andere Tiere sehen kann. Sogar Schneeloaparden!

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Wie gesagt, ich bin kein Experte für Braunbären, die aber schon. Vielleicht wäre es besser, wenn diese ganzen schwach Begabten, die nur töten im Kopf haben, mal solch einem Vortrag beiwohnen. Es kann doch nicht sein, dass unsere einzige Antwort auf Bären oder Wölfe ist, dass wir sofort alles umbringen wollen.

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