Alpe-Adria-Radweg – 410 sagenhaft schöne Kilometer

Alpe-Adria-Radweg – 410 sagenhaft schöne Kilometer

Alpe-Adria-Radweg - 410 sagenhaft schöne Kilometer 1

Alpe-Adria-Radweg / Ciclovia Alpe Adria

Der Alpe-Adria-Radweg zählt zu den schönsten Fernradwegen Europas. Die 4-8 Etappen führen euch von Salzburg über die Alpen bis nach Grado an der Adriaküste. Dabei ist die Strecke so konzipiert, dass man keine extremen Anstiege hat und die Infrastruktur sehr gut ist. Daher könnt ihr recht entspannt die 8 Etappen genießen.

Alpe-Adria-Radweg in 4 sportlichen Etappen

Wer es etwas schneller mag, der kann den Alpe-Adria Radweg in 4 Etappen mit durchschnittlich 100 Kilometern machen. Die Details zu den Touren stehen ausführlich in der 8 Etappen Beschreibung.

  • Etappe 1 von Salzburg nach Bad Gastein – 105 Km
  • Etappe 2 Bad Gastein nach Villach – 100 Km
  • Etappe 3 Villach nach Venzone – 95 Km
  • Etappe 4 von Venzone nach Grado – 112 Km

Die 8 Etappen für Genießer im Detail

1. Etappe: Salzburg – Bischofshofen (ca. 54 km)

  • Landschaft & Route: Du startest in der Mozartstadt und folgst der sanft dahinplätschernden Salzach. Die Berge des Tengengebirges schieben sich nach und nach ins Bild.
  • Städte: Salzburg, Hallein, Bischofshofen.
  • Ausflugsziele: Keltenstadt Hallein, die spektakuläre Liechtensteinklamm nahe St. Johann.
  • Einkehrmöglichkeiten: Gemütliche Gasthäuser direkt am Salzach-Radweg; in Hallein locken urige Altstadt-Cafés.

2. Etappe: Bischofshofen – Bad Gastein (ca. 52 km)

  • Landschaft & Route: Es wird alpiner: Du radelst durch das Gasteinertal leicht ansteigend bergauf. Die Kulisse ist geprägt von saftigen Wiesen und aufragenden 3.000ern.
  • Städte: Dorfgastein, Bad Hofgastein, Bad Gastein.
  • Ausflugsziele: Die imposante Festung Hohenwerfen vor Bischofshofen und der berühmte Wasserfall mitten im Ortskern von Bad Gastein.
  • Einkehrmöglichkeiten: Traditionelle Almen im Gasteinertal für eine herzhafte Brettljause.

3. Etappe: Bad Gastein – Spittal an der Drau (ca. 59 km)

  • Landschaft & Route: In Böckstein besteigst du die Tauernschleuse (Zug). In 11 Minuten geht es unter dem Hauptalpenkamm hindurch nach Mallnitz (Kärnten). Von dort rollst du auf traumhaften Abfahrten hinab ins Mölltal und weiter an die Drau.
  • Städte: Mallnitz, Obervellach, Spittal an der Drau.
  • Ausflugsziele: Renaissance-Schloss Porcia in Spittal, Erlebniswelt Groppensteinschlucht.
  • Einkehrmöglichkeiten: Kärntner Gasthöfe mit hausgemachten Kärntner Kasnudeln.

4. Etappe: Spittal an der Drau – Villach (ca. 39 km)

  • Landschaft & Route: Eine flache, entspannte Etappe entlang des Drauradwegs. Das Tal öffnet sich, die Sonnenseite der Alpen macht sich klimatisch sofort bemerkbar.
  • Städte: Spittal, Villach.
  • Ausflugsziele: Kärnten Therme in Villach, Abstecher zum nahegelegenen Wörthersee oder Ossiacher See.
  • Einkehrmöglichkeiten: Drautaler Radlertreffs und mediterrane Osterien auf dem Hauptplatz in Villach.

5. Etappe: Villach – Tarvisio (Italien) (ca. 37 km)

  • Landschaft & Route: Du folgst der Gail und überquerst bei Arnoldstein schrittweise die Grenze nach Italien. Der Weg führt leicht bergan in die Julischen Alpen.
  • Städte: Arnoldstein, Tarvisio (Tarvis).
  • Ausflugsziele: Klosterruine Arnoldstein, Wallfahrtsort Monte Lussari (mit der Gondel erreichbar).
  • Einkehrmöglichkeiten: Wechsel von der deftigen Jause zu Ristorante, Polenta und echtem italienischen Espresso in Tarvisio.

6. Etappe: Tarvisio – Venzone (ca. 57 km)

  • Landschaft & Route: Das absolute Highlight der Tour! Du fährst im Kanaltal (Val Canale) auf einer umgebauten, stillgelegten Bahntrasse über kühne Viadukte und durch beleuchtete Tunnel.
  • Städte: Pontebba, Chiusaforte, Venzone.
  • Ausflugsziele: Alter Bahnhof Chiusaforte (heute Radler-Raststation), das wiederaufgebaute Mittelalter-Städtchen Venzone (bekannt für Kürbis-Festivals und Mumiengräber).
  • Einkehrmöglichkeiten: Radfahr-Café im alten Bahnhof Chiusaforte.

7. Etappe: Venzone – Udine (ca. 56 km)

  • Landschaft & Route: Das Gebirge lässt du hinter dir. Es geht durch die sanfte Hügellandschaft des Friaul, vorbei an Weinbergen und Maisfeldern.
  • Städte: Gemona del Friuli, Buja, Udine.
  • Ausflugsziele: Das Castello von Udine, die Piazza della Libertà (schönster Platz im venezianischen Stil auf dem Festland).
  • Einkehrmöglichkeiten: Traditionelle friulische Osterie mit Montasio-Käse und einem Glas Friulano-Wein.

8. Etappe: Udine – Grado (ca. 57 km)

  • Landschaft & Route: Absolut flaches Finale durch die Ebene zum Meer. Über eine kilometerlange Dammstraße rollst du mitten hinein in die Lagunenstadt Grado.
  • Städte: Palmanova, Aquileia, Grado.
  • Ausflugsziele: Sternförmige Festungsstadt Palmanova, römische Ausgrabungen und Basilika in Aquileia, Altstadt und Strand von Grado.
  • Einkehrmöglichkeiten: Fischrestaurants und Gelaterias direkt am Hafen von Grado.

FAQ: Praktische Tipps für deine Tour

Wie funktioniert das Radwandern ohne Gepäck?

  • Wenn du nicht mit Packtaschen reisen willst, buchst du einen Gepäcktransport-Service (z. B. von Reiseveranstaltern wie Eurobike, Kärnten Radreisen oder Funk Taxi). Dein Koffer wird morgens im Hotel abgeholt und steht nachmittags in der nächsten Unterkunft bereit. Du radelst tagsüber nur mit kleinem Tagesrucksack oder einer Lenkertasche.

Wie buche ich am besten die Übernachtungen?

  • In der Hauptsaison (Juli bis September) solltest du unbedingt vorab reservieren. Entlang der Route gibt es zahlreiche zertifizierte „bett+bike“-Betriebe in Österreich sowie bike-freundliche Hotels & Agriturismen in Italien.

Wie ist die Anbindung an den ÖPNV entlang der Strecke?

  • Sehr gut! Der Radweg verläuft in großen Teilen parallel zur Bahnlinie (Salzburg–Villach–Tarvis–Udine). Du kannst fast überall bei Unwetter oder Müdigkeit flexibel in den Zug steigen.
  • Wichtig: Für die Tauernschleuse (Böckstein – Mallnitz) fährt der Autozug mit Fahrradwagen stündlich. In Italien solltest du bei Trenitalia Fahrradtickets für Regionalzüge (Trenord / R-Züge) im Voraus reservieren.

Wie komme ich am Ende der Tour von Grado zurück zum Startpunkt?

  • Shuttle-Bus (Empfehlung): Spezielle Rad-Shuttles (z. B. Adria Bike Shuttle / Oberkofler Touristik) holen dich inkl. Fahrrad und Gepäck direkt in Grado ab und fahren nach Villach, Bischofshofen oder Salzburg.
  • Zug: Mit dem Fahrrad von Grado per Bus/Rad nach Cervignano-Aquileia oder Udine, von dort mit ÖBB/Trenitalia-Zügen zurück nach Österreich.

Gibt es ausreichend Fahrrad-Werkstätten in der Nähe?

  • Ja, in allen größeren Städten (Salzburg, Hallein, Bischofshofen, Spittal, Villach, Tarvisio, Udine) gibt es Fachgeschäfte und Reparaturservices. Entlang der Strecke stehen an vielen Radrastplätzen zudem öffentlich zugängliche Service-Stationen mit Luftpumpe und Basiswerkzeug zur Verfügung.

Wie sieht die Ladeinfrastruktur für eBikes aus?

Sehr gut ausgebaut. Vor allem im österreichischen Abschnitt (Salzburg & Kärnten) finden sich an Gaststätten und Ausflugszielen zahlreiche Ladesäulen. In Italien nimmt die Abdeckung zu, allerdings empfiehlt es sich dort, das eigene Ladekabel einzupacken und die Mittagspause in Osterien für ein kurzes Zwischenladen zu nutzen. Mit einem Standard-Akku (500–750 Wh) schaffst du die Etappen sowieso meist locker ohne Zwischenstopp.

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Lang:19Km

Hm: 870