So vermeidest du die typischen Betrugsmaschen bei deinem nächsten Urlaub

Die meisten Menschen planen ihren nächsten Urlaub bereits Monate im Voraus. Abgesehen von Flügen und Hotels sollten Reisende sich vor allem auch zu den möglichen Betrugsmaschen vor Ort informieren. Einige Ziele sind nämlich berühmt-berüchtigt, wenn es um den Betrug von unwissenden Urlaubern geht. Die eigentlich entspannende Reise kann dann schnell zu einer teuren und frustrierenden Erfahrung werden.
Dieser Artikel stellt die gängigsten Betrugsmaschen vor und gibt praktische Tipps, wie sich mögliche Risiken umgehen lassen. So wird der nächste Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis ganz ohne negative Zwischenfälle.
Vorsicht vor Fake-Unterkünften im Internet
Das Internet hat die Reise- und Hotelbranche von Grund auf verändert. Doch es gibt hierbei auch eine Gefahr: Betrüger listen auf den beliebten Plattformen gerne sogenannte Fake-Unterkünfte. Das sind Ferienhäuser und Wohnungen, die es gar nicht gibt. Sie nutzen hierfür im Internet gestohlene Bilder und Beschreibungen gepaart mit einem sehr attraktiven Preis.
Bei einer möglichen Buchung versuchen sie die Interessenten von der Plattform zu locken und verweisen auf weitere Kommunikation via Messenger-App oder E-Mail. Sie verlangen dann oft eine Vorauszahlung, um die Unterkunft zu sichern. Die Zahlung muss aus vorgeschobenen Gründen oft durch eine Überweisung auf ein ausländisches Konto erfolgen.

Wer sich darauf einlässt, sieht das Geld nie wieder. Reisende merken oft erst bei ihrer Ankunft, dass der ganze Prozess komplett vorgespielt war. Deswegen sollten die Kommunikation und alle Zahlungen immer nur über die seriöse Buchungsplattform erfolgen. Oder man bucht lieber gleich ein richtiges Hotel und spart sich somit dieses mögliche Risiko.
Taxi-Abzocke in vielen Ländern nicht unüblich
Die meisten Taxifahrer sind ehrliche und hart arbeitende Menschen. Es gibt jedoch auch hier je nach Zielland mal mehr und mal weniger schwarze Schafe unter ihnen. Die Betrugsmaschen sind jedoch fast immer identisch: Sie verweigern das Einschalten des Taxameters, nutzen manipulierte Zähler oder bestehen auf astronomische Festpreise.
Grundsätzlich gilt: Sollte ein Taxifahrer einen Festpreis anbieten, kostet das immer mehr als das Taxameter. Verhandeln kann helfen, sofern man sich mit den lokalen Preisen ein wenig auskennt. Sonst gibt es heute in vielen Ländern praktische Apps zur Vermittlung von Fahrdiensten. Diese funktionieren in der Regel sogar am Flughafen.

Sensible Daten im öffentlichen WLAN schützen
Durch die Digitalisierung gibt es heute noch eine weitere Gefahr bzw. Betrugsmasche, die du im Urlaub unbedingt kennen solltest. Es geht um das Stehlen von privaten Daten via öffentlichem WLAN. Kriminelle klinken sich hierfür in das gleiche WLAN vor Ort ein, ob in der Hotel-Lobby oder im Café und greifen dann bei der Übertragung sensible Daten ab.
In einigen Fällen stellen sie dafür sogar ein eigenes WLAN bereit (ein sogenannter Evil Twin), der diesen Vorgang noch einfacher macht. Sie haben es oft auf Kontodaten abgesehen, ob Online-Bank, E-Mail oder Social Media. Deswegen sollte man bei der Nutzung des öffentlichen WLANs immer etwas vorsichtiger sein und auf eine VPN-App zurückgreifen.
Wie funktioniert ein VPN? Die Abkürzung steht für virtuelles privates Netzwerk und die App baut einen sicher verschlüsselten Tunnel zum Übertragen aller Daten auf. Das bietet einen effizienten Schutz im öffentlichen WLAN und sogar vor dem zuvor genannten Evil Twin. Betrüger sind dann nicht mehr in der Lage, sensible Daten zu erbeuten und zu missbrauchen.

Vermeintlich kostenlose Geschenke immer Verweigern
An den Touristen-Hotspots in Europa werden häufig vermeintlich kostenlose Geschenke verteilt. Besonders beliebt sind Freundschaftsbänder aller Art und in unterschiedlichen Farben. Auf Nachfrage wird einem noch ganz klar gesagt, diese seien komplett kostenlos. Wer jedoch eines davon in die Hand nimmt, wird sofort um eine Spende gebeten.
Eine Rückgabe sei nicht möglich und die Lage wird schnell angespannt, laut und teilweise aggressiv. Touristen sollen auf diese Weise eingeschüchtert und zur Zahlung genötigt werden. Oder sie werden dadurch abgelenkt, während ein Komplize versucht, etwas zu stehlen. Deshalb ist es immer am besten, kostenlose Geschenke jeglicher Art komplett zu ignorieren.
Restaurants, Wechselstuben und Geldautomaten
An einigen beliebten Touristenorten gibt es leider auch Restaurants, die sich auf den Betrug von Urlaubern spezialisiert haben. Sie rechnen Speisen (oft frischer Fisch) nach Gewicht ab oder berechnen hohe Gebühren für Brot und Gedeck. Im Zweifelsfall sollte man online die Bewertungen prüfen und genauestens das Kleingedruckte auf der Karte lesen.
Wechselstuben locken manchmal mit „0% Kommission“, nutzen aber deutlich schlechtere Wechselkurse, ohne darauf hinzuweisen. In einigen Fällen händigen sie Urlaubern auch einfach zu wenig Geld aus und hoffen darauf, dass sie es nicht merken. Man muss also vorsichtig sein und alle Kurse und Ausgaben genauestens prüfen.
Bei Geldautomaten besteht zwar keine direkte Gefahr von Betrug, doch einige Anbieter nutzen gerne einen Trick. Sie bieten eine Umrechnung an, die so gut wie immer ein Vielfaches von dem kostet, was die eigene Bank zur Umrechnung verlangen würde. Es gilt also: Die angebotene Konversion des Geldautomaten überprüfen und ggf. ablehnen.

Fazit: Wenn du dich vorab informierst, kannst du allen Betrugsmaschen aus dem Weg gehen
Der Urlaub soll vor allem eine entspannende und unvergessliche Erfahrung sein. Leider gehören Betrugsmaschen je nach Zielort aber fast schon zum Alltag. Die gute Nachricht: Wenn du dich vorab informierst, hast du eigentlich kaum noch etwas zu befürchten. Die Betrüger haben es nämlich praktisch immer nur auf leichte Ziele abgesehen.
Buche Unterkünfte nur von seriösen Anbietern, nutze für den Transport vor Ort auch gerne mal eine App, schütze dich im öffentlichen WLAN und lass dir keine vermeintlich kostenlosen Geschenke aufdrängen. So gehst du fast allen Betrugsmaschen aus dem Weg.



