Vogtland Panoramaweg – 12 Etappen für alle Sinne

Vogtland Panoramaweg - 12 Etappen für alle Sinne 2
Laila und Mad onTour
Länge: 230 Kilometer  Etappen: 12

Eine gelungene Liaison aus Natur, Landschaft und Wegeführung.

Jaja ich weiß, die Göltzschtalbrücke und die Elstertalbrücke sind die Highlights am Vogtland Panoramaweg. Aber eben nicht nur, auch wenn man zu oft davon liest.

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Nach 4 Tagen am Vogtland Panoramaweg komme ich zu dem Schluss, dass der wahre Schatz in den vielen Facetten liegt. Nicht zuletzt treffen hier 4 Gebirge aufeinander, was zu einer erstaunlichen Hügellandschaft zusammenwächst und mit der Region rund um Klingenthal auch seinen Höhepunkt hat. Das Wortspiel ist Absicht, denn da erwartet euch ein ausgewachsenes Mittelgebirge als Ausläufer des Erzgebirges.

Aber die ansonsten hügelige Bergwelt kann von fast allen mit Leichtigkeit bewandert werden und leicht macht so viel Spaß, wenn man auch sonst alles geboten bekommt. Also kommt mal mit onTour in das Land der Vögte.

Karte mit GPS

Vogtland Panoramaweg Bewertung

Alles ist mit Bildern belegt, daher könnt ihr euch sowohl von meiner Bewertung,
aber auch durch die Bilder inspirieren lassen.

Erlebnisfaktor
Natur / Landschaft
Ausdauergrad
Wegequalität
Beschilderung
Abwechslung
Ausflugsziele am Weg
Gastronomie
ÖPNV

Gesamt

Nit 4,1 Punkten ist der Vogtland Panoramaweg sicherlich einer der schönsten Touren, aber Punkte sind nicht alles, daher schaut auf die Bilder.

4.1

Vogtland Panoramaweg ohne Gepäck

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Vogtland Panoramaweg Blog

Die 1000 Eindrücke lassen nur eines zu, ich muss meinen Hirnfasching sortieren. Gar nicht so leicht, daher fange ich mit einem Spruch an:

Der Vogtland Panoramaweg ist Aktivwellness für Jedermann   
von Markus
Wanderblogger

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Viel Natur und sehr gute Beschilderung
Das Vogtland:

Die Highlights am Vogtland Panoramaweg

  • Landschaftlich sehr reizvoll
  • Nicht zu viele Höhenmeter, was entspanntes Wandern garantiert
  • Sehr schöne Mischung aus Wald / Laubwald, Wiesen, Seen, Bächen, Orten, Ausflugszielen und Ostalgiecharme
  • Immer mal wieder Einkehrmöglichkeiten
  • Oft hat man Wasser für den Hund, teils auch Hundetoiletten
  • Es gibt reichlich Bänke, oft an schönen Aussichten
  • Jede Menge Infomaterial, GPS Daten und Tipps für die Tour
  • Das Beste zum Schluß: Unverlaufbar durch Wanderbares Deutschland Auszeichnung

Natur und Landschaft

Das Vogtland ist ein Treffpunkt von 4 Gebirgen, wobei das um Klingenthal am höchsten ist und knapp an die tausender Marke heran reicht. Dadurch gibt es auch viele Täler, Flüsse, Bäche und Seen. Aber durch die Urbanisierung haben sich auch blühende Wiesen und Ortschaften entwickelt. Besonders gefallen mir die immer wieder zu durchwandernden Laubwälder und Wanderpfade mit Aussichten.  Selbst Laila hat ihren Spaß an Bächen, was auch Abkühlung bringt. Oft liest man den Begriff malerisch, was ich einfach mal so stehen lasse.

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Alles ist hier sehr sanft. Selbst wenn du auf einem Bergkamm mit Panoramablick wanderst, liegst du oft nur 200m über dem Tal und hast dennoch traumhafte Weitsichten. Einige davon hat sich die Natur wiedergeholt, aber es werden neue entstehen. Natur eben.

Das macht die gesamte Landschaft so reizvoll. Selbst auf den 12 Etappen wird es kaum langweilig, da die Natur so viel zu bieten hat und sich abwechselt mit interessanten Ausflugszielen.

Wo ist es am Schönsten?

Ich fand die Ecke Erlbach nach Eubabrunn sehr schön. Das wilde Tal mit dem Hennebach und seinen Seen, dazu die Wiesen und Kulisse. Gehört zusammen mit dem Besuch des Freilandmuseums, sowie dem obligatorischen Softeis auf jede to do Liste.

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Bilder die Inspirieren

Ausflugsziele am Wegesrand

Das Salz in der Suppe sind die kleinen Pausen durch die Ausflugsziele. Hast du schon einmal auf einer Schanze ganz oben gestanden? Über den Springern? Das Raumfahrtmuseum im Heimatort von Siegmund Jähn gesehen? Unter den riesigen Ziegelsteinbrücken gestanden oder einen Zitronenpresseartigen Aussichtsturm gesehen? Vielleicht noch etwas Aktivwellness nach der Tour im historischen Albertsbad?

Auf den 12 Etappen gibt es etwa 100 gute Gründe für eine Pause, um sich solche Schätze anzusehen.

Göltzschtalbrücke

Hier ist der offizielle Start, wobei ihr netterweise überall starten könnt. Als ich ankam, wurde ich mit guter Musik empfangen. Unterhalb der Göltzschtalbrücke fand gerade ein Rockkonzert statt. Ich habe den Parkplatz später noch einmal besucht, während des Abbaus. Hier gibt es kostenlose Parkplätze, einen Kinderspielplatz, eine Aussichtsplattform für Bilder und mit Infotafeln, einen Imbiß ( hatte den Tag leider nicht auf ) und eine Info.

Dabei sind kostenlose Parkplätze bemerkenswert. Selbst als Camper hat man dort scheinbar keine Probleme. Ich hätte es gerne getestet, aber war durch das Festival nicht möglich.

Hier geht es also los auf die Etappe 1 mit seinen 24Km und 530 Höhenmetern in Richtung der Elstertalbrücke. Nach einem sanftem Stelldichein mit dem Vogtland und seiner Hügelform, die euch durch Wälder und auf Wiesen wandern lässt, aber auch manch ostalgische Charme hat, trefft ihr auf den Köhlersteig. Das ist ein kurzer Abschnitt auf dem Panoramaweg, der aber durch seine Felsformation, schluchtenartigen Einschnitten und Stufen zu einem Highlight wird. Etwas Trittsicherheit ist erforderlich.

Nun streift ihr Greiz, wo ihr aber viele der Sehenswürdigkeiten gar nicht merkt. Dazu müsstet ihr in die Stadt, was deutlich Zeit auf der 24Km Wanderung kostet. Mein Tipp wäre da, geht ruhig hinein und teilt die Etappe in Elsterberg. Das liegt etwa mittig.

Unterwegs trefft ihr weiter auf das Gebiet der Weißen Elster rund um Elsterberg. Hier gibt es noch einen Prädikatswanderweg, den Elsterperlenweg.

Am Ende steht ihr fast vor der Elstertalbrücke. Die wird gerade eingerüstet und sieht sogar noch etwas imposanter als sonst aus. Die 300m nach dem Etappenziel lohnen sich also. Oder habt Geduld bis Tags darauf.

Etappe 2

Die ist mit 10Km angenehm kurz, was mir Raum zum Fotografieren gibt. Allerdings ist die Überquerung der Weißen Elster über die Elstertalbrücke nicht möglich und man darf auch nicht in das Tal hinein, worauf ich mich gefreut hatte.

Dann eben anders 😉 und ich ging auf klassische Fototour. Auch auf Etappe 2 haben wir die klassische Liaison aus Hügellandschaften und urbanen Abschnitten. Das Tal an der Elster soll sehr schön sein, danach geht es durch urige Waldabschnitte bis nach Plauen und unterwegs hatte ich einen kleinen Wildpark, Einkehrmöglichkeiten, eine Falknerei und einige natürliche Highlights wie Laubwälder, Bäche und Seen. Es ging sogar ein Stück auf einer ollen DDR-Asphaltstraße entlang, die eine Allee aus Bäumen hatte. Also klassischer geht es wohl kaum.