Weihnachtsmarkt und Wanderung an einem Wochenende in Franken

Weihnachtsmarkt und Wanderung an einem Wochenende in Franken

Weihnachtsmarkt und Wanderung an einem Wochenende in Franken 1

Franken hat im Advent beides: Märkte, die man gesehen haben muss, und Wege, auf denen es noch ruhig ist. Beides passt in ein Wochenende. Vormittags laufen, nachmittags durch die Altstadt, abends ins Warme. Das klappt, wenn man den Tag richtig aufteilt.

Los geht es am 27. November. Dann öffnet der Nürnberger Christkindlesmarkt, bis zum 24. Dezember. In Coburg startet der Markt am selben Tag und läuft bis zum 23. Dezember. Bei Bamberg und Bayreuth schaut ihr kurz vorher auf die Seite der Stadt, die Termine verschieben sich je nach Jahr. Abends im Hotel bleiben nach dem Glühwein oft noch ein, zwei Stunden. Die einen schauen eine Serie, die anderen lesen oder blättern am Handy durch casinos ohne sperrdatei. Hauptsache, der Wecker für den nächsten Morgen steht.

Coburg: die einfachste Wahl für das ganze Wochenende

Coburg ist klein. Vom Bahnhof kommt ihr zu Fuß in die Altstadt, und die Wanderwege beginnen gleich vor der Stadt. Der Markt hat dazu einen Ruf: Coburg stand sogar in der Liste magischer Weihnachtsorte, die das Magazin von Oprah Winfrey veröffentlicht hat. Wie in Nürnberg wird er vom Christkind eröffnet.

coburger weihnachtsmarkt

Für den Vormittag passt die Runde vom Wasserschloss Untersiemau zum Hexenhäuschen. Sie ist leicht, etwa 8 Kilometer lang und kommt mit rund 100 Höhenmetern aus. Wer den ganzen Tag laufen will, nimmt den Coburger Rundwanderweg C7. Der ist mit 34 Kilometern und gut 450 Höhenmetern eher etwas für den Samstag. Den Markt gibt es dann am Sonntag.

Die Veste Coburg - Liegt auch am C-Weg und ist der Hingucker und immer einen Ausflug wert.
Veste Coburg

Nürnberg: früh hin, sonst ist es voll

Der Christkindlesmarkt ist der bekannteste in Franken, rund zwei Millionen Besucher kommen jedes Jahr. Der Beiname „Städtlein aus Holz und Tuch“ kommt von den rot-weiß gestreiften Ständen. Samstagnachmittag heißt: Schieben im Schritttempo. Besser klappt es unter der Woche oder am Sonntagvormittag.

Ein echtes Wandergebiet ist Nürnberg nicht. Zum Warmlaufen reicht der Weg vom Hauptbahnhof durch die Altstadt hoch zur Kaiserburg, gut 20 Minuten. Wer mehr Strecke will, fährt in den Reichswald am Stadtrand.

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Bamberg und Bayreuth: kleiner, ruhiger, gut zu Fuß

In Bamberg steht der Markt auf dem Maxplatz und dem angrenzenden Grünen Markt. Dazu kommt der Krippenweg durch die Stadt, der sich zwischen zwei Glühwein-Stopps gut mitnehmen lässt. Für die Bewegung geht ihr von der Altstadt hoch zum Michelsberg und weiter zur Altenburg. Das sind Treppen und Anstiege, aber kein Marsch.

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Bayreuth hat neben dem Christkindlesmarkt ein Winterdorf. Von dort ist die Fränkische Schweiz mit ihren Felsen und Höhlen nicht weit. Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, lässt sich das gut verbinden.

So teilt ihr den Tag ein

Ende November wird es in Franken gegen halb fünf dunkel. Plant die Wanderung deshalb so, dass ihr spätestens um 14 Uhr zurück seid. Dann bleibt Zeit zum Umziehen, und ihr geht bei Dämmerung auf den Markt. Dann sieht er auch am besten aus. Wer erst bei Dunkelheit aus dem Wald kommt, hetzt nur noch.

Zwei Nächte sind besser als eine. Dann hetzt ihr am Samstag nicht von der Anreise direkt in die Menge. Ein Quartier in Gehweite zum Markt lohnt sich, dann bleibt das Auto stehen.

Das gehört in die Tasche:

  • Wasserdichte Schuhe mit Profil, Pflaster und Wechselsocken
  • Thermobecher mit Tee für die Wanderung
  • Bargeld in kleinen Scheinen, nicht jeder Stand nimmt Karte
  • Powerbank, Kälte frisst Akkus
  • Zwiebellook mit Mütze und dünnen Handschuhen

Eins noch zum Abend: Alles, was ums Spielen geht, ist erst ab 18 und nur mit Geld, auf das ihr verzichten könnt.

Pinkus Lichtenfels bei Coburg