Wandern im Allgäu – 20 Leichte Wege bis Bergtouren

Wandern im Allgäu

Wandern im Allgäu – Traumhafte Bergwelten erleben.

Die schönsten Wanderungen, Hütten, Seen und Wasserfälle im Allgäu und Tannheimer Tal.

Wandern im Allgäu - 20 Leichte Wege bis Bergtouren 1
Wandern und Kulinarik im Allgäu
Wanderwege in Bayern

Zwischen Schluchten, Hütten und einer grandioser Bergwelt

Schon bei der Anfahrt sieht man die fantastische Bergwelt und denkt sich, was man da alles machen kann? Wanderschuhe schnüren, das eBike nehmen? Mit dem Lift zu einem Gipfel oder die Bergseen besuchen? Die Vielfalt ist beeindruckend, da das Allgäu viele aktive Besucher begrüßt und entsprechend innovativ investiert hat. Hier nun die schönsten Ideen für einen Urlaub im Allgäu.

Wandern im Allgäu

Das Allgäu gehört zu den vielseitigsten und eindrucksvollsten Wanderregionen Europas. Die Landschaft erstreckt sich von sanft geschwungenen Voralpenhügeln im Norden bis hin zu markanten Felsmassiven und hochalpinen Gipfeln im Süden. Die Region überzeugt mit einem vorbildlich gepflegten Wegenetz für jede Konditionsstufe, urigen Einkehrmöglichkeiten und einer lebendigen Alpzeit-Kultur.

Beliebteste Regionen und Orte

Das Allgäu lässt sich grob in vier Hauptregionen gliedern, die jeweils ihren eigenen Charakter aufweisen:

1. Oberallgäu & die Hochalpen (Oberstdorf & Bad Hindelang)

Das Südallgäu bildet das alpine Herzstück der Region.

  • Oberstdorf: Die südlichste Gemeinde Deutschlands ist ein Mekka für Bergsteiger. Sie dient als Ausgangspunkt für alpine Klassiker wie den Heilbronner Höhenweg oder Ausflüge in die tiefen Seitentäler (z. B. das Trettachtal oder Stillachtal).
  • Bad Hindelang: Bekannt für das Ostrachtal und das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Berühmte Gipfel wie der Iseler oder die Rotspitze locken sportliche Wanderer.

2. Westallgäu & Naturpark Nagelfluhkette (Oberstaufen & Immenstadt)

Charakteristisch für diese Region sind die sanfteren Grünten- und Nagelfluhketten, deren Steinformate („Herrgottsbeton“) geologisch einzigartig sind.

  • Oberstaufen: Beliebt für Genuss- und Panoramawanderungen. Ein Highlight ist der Gratwanderweg über die Nagelfluhkette mit Blick vom Hochgrat zum Bodensee.
  • Immenstadt: Am Großen Alpsee gelegen, bietet die Stadt die perfekte Kombination aus Bergsport am Mittag (Berg) und Wassersport im Tal.

3. Ostallgäu (Füssen, Schwangau & Pfronten)

Hier treffen idyllische Seenlandschaften auf romantische Schlosskulissen und schroffe Berge.

  • Füssen & Schwangau: Weltbekannt durch die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Die Wanderwege rund um den Tegelberg bieten spektakuläre Blicke auf das Schlossensemble und die Voralpenseen.
  • Pfronten & Nesselwang: Ideal für Familien und Genusswanderer, geprägt von sanften Matten und den Zugängen zur Breitenberg- und Alpspitzregion.

4. Unterallgäu

Das nördliche Unterallgäu besticht durch sanfte Hügel, Flussauen und Kneipp-Wanderwege rund um Kurorte wie Bad Wörishofen – perfekt für entschleunigte Flachland- und Kulturwanderungen.

Mit dem Lift auf die Gipfel: Sommerbergbahnen

Wer Höhenmeter sparen möchte oder barrierefrei zu grandiosen Panoramen gelangen will, nutzt die zahlreichen Bergbahnen. Viele Unterkünfte bieten im Sommer das Ticket „Bergbahnen inklusive“ an.

Bergbahn / OrtZielgebiet / CharakterHighlights & Aktivitäten
Nebelhornbahn
(Oberstdorf)
Hochalpin (2.224 m)400-Gipfel-Blick, Barrierefreier Nordwandsteig direkt am Fels.
Fellhornbahn & Kanzelwandbahn
(Oberstdorf / Kleinwalsertal)
Deutsch-Österreichisches Zweiländer-WandergebietBotanische Blumenwandermeile, Gratwanderungen zur Kanzelwand.
Tegelbergbahn
(Schwangau)
AmmergebirgeKöniglicher Blick auf Schloss Neuschwanstein, Hotspot für Gleitschirmflieger.
Hochgratbahn
(Oberstaufen)
Naturpark NagelfluhketteHöchster Berg im Westallgäu, Ausgangspunkt für die berühmte Nagelfluh-Gratwanderung.
Hörnerbahn & Ofterschwang
(Bolsterlang / Ofterschwang)
HörnerdörferFamilienfreundliche Höhenwege, Allgäuer Senner-Kultur auf den Alpen.
Alpspitzbahn
(Nesselwang)
VoralpenErlebnisberg mit Sommerrodelbahn und Alpspitz-ZIP (Zipline).

Die schönsten Seen für Ausflüge und Abkühlung

Nach einer Bergwanderung bieten die Allgäuer Seen Erfrischung und malerische Fotomotive.

Kristallklare Bergseen (nur zu Fuß erreichbar)

  • Schrecksee (1.813 m): Oft als einer der schönsten Bergseen Deutschlands bezeichnet. Er liegt eingebettet in einem steilen Kessel oberhalb von Hinterstein. Der Aufstieg erfordert gute Kondition (ca. 1.000 Höhenmeter).
  • Unterer Gaisalpsee: Ein tiefblauer Karsee unterhalb der Rubyhorn-Nordwand nahe Oberstdorf, ideal für eine anspruchsvolle Halbtagestour.

Badeseen und Panoramaseen im Tal

  • Großer Alpsee (Immenstadt): Der größte Natursee des Allgäus. Bietet Promenade, Segel- und Kiteschulen, Bootsverleih sowie Badestrände.
  • Forggensee (bei Füssen): Deutschlands größter Stausee. Bietet vor allem im Sommer Fahrgastschifffahrt und Freibäder mit direktem Blick auf die Königsschlösser.
  • Hopfensee („Allgäuer Riviera“): Bekannt für sein besonders warmes Moorwasser und die Uferpromenade in Hopfen am See mit freier Sicht auf die Ammergauer Alpen.
  • Freibergsee (Oberstdorf): Idyllisch im Wald gelegener Badesee oberhalb von Oberstdorf, direkt unterhalb der Heini-Klopfer-Skiflugschanze.

Praktische Tipps für die Wanderplanung

Ausrüstung: Auch bei sommerlichen Temperaturen gehören wetterfeste Kleidung, Wanderschuhe mit griffigem Profil und ausreichend Wasser in den Rucksack.

Wanderwege-Klassifizierung: Die Wege sind nach dem Schweizer System markiert: Gelb (Leichte Tal- und Spazierwege), Rot (Mittelschwere Bergwege, Trittsicherheit empfohlen), Schwarz (Alpine Steige, Schwindelfreiheit und gute Ausrüstung zwingend).

Einkehr auf der Alpe: Die Allgäuer Kaskultur genießt Tradition. Eine Brotzeit mit regionalem Bergkäse und frischer Milch gehört zu fast jeder Einkehr auf einer der vielen bewirtschafteten Sennalpen dazu.

Wanderwege im Allgäu

Die 15 schönsten Wanderwege im Allgäu

1. Schrecksee ab Hinterstein

Der Schrecksee gilt völlig zu Recht als einer der schönsten Hochgebirgssee Deutschlands. Die Tour startet im romantischen Ostrachtal bei Hinterstein und führt durch abwechslungsreiche Landschaften. Nach dem Aufstieg durch schattigen Wald öffnet sich das Hochtal und offenbart ein eindrucksvolles Alpenpanorama. Wenn Sie die letzte Kante überschreiten, liegt der smaragdgrüne See mit seiner kleinen, grünen Insel eingebettet in eine dramatische Fulskulisse vor Ihnen. Das klare Bergwasser spiegelt die umliegenden Gipfel wider und lädt Mutige zu einer erfrischenden Abkühlung ein. Trotz des kontinuierlichen Anstiegs auf gut ausgebauten Pfaden entschädigt das Naturdenkmal für jede Anstrengung. Ein absolutes Must-Do für jeden Allgäu-Besucher, der alpine Postkartenromantik sucht.

Schrecksee Wanderung ab Hinterstein
Schrecksee Wanderung ab Hinterstein
  • Länge: 12,8 km
  • Höhenmeter: 980 hm
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Highlights am Weg: Smaragdgrüner Schrecksee mit Insel, Taufersberg-Wasserfall, Ausblick ins Ostrachtal
  • Einkehrmöglichkeiten: Sennalpe Hubertus (im Tal), Giebelhaus
  • Parken: Parkplatz „Auf der Höh“ in Bad Hindelang-Hinterstein
  • Start: Hinterstein (Giebelstraße / Busstopp Giebelhaus)

2. Gaisalpsee ab Reichenbach

Diese Tour ist ein Klassiker in den Allgäuer Hochalpen und verbindet kühle Schluchten mit hochalpiner Kulisse. Der Aufstieg führt zunächst durch den schattigen Gaisalpbach-Tobel über gesicherte Stege und naturnahe Wurzelpfade. Nach einem Zwischenstopp an der unteren Gaisalpe schlängelt sich der Steig weiter bergauf, vorbei an stürzenden Wasserfällen und blühenden Almwiesen. Oben angekommen, öffnet sich der Kessel zum unteren Gaisalpsee. Der See liegt spektakulär am Fuße des Rubihorns und glänzt in tiefen Blau- und Grüntönen. Auf den umliegenden Felsen lässt sich perfekt rasten und die alpine Ruhe genießen. Eine abwechslungsreiche Route, die trotz spürbarer Höhenmeter auch für geübte Einsteiger ideal machbar ist.

  • Länge: 9,2 km
  • Höhenmeter: 630 hm
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Highlights am Weg: Gaisalptobel, Wasserfälle, Unterer Gaisalpsee, Blick aufs Rubihorn
  • Einkehrmöglichkeiten: Gaisalpe, Richtalpe
  • Parken: Wanderparkplatz Reichenbach (Oberstdorf)
  • Start: Feuerwehrhaus / Wanderparkplatz Reichenbach

3. Breitachklamm-Runde bei Oberstdorf

Die Breitachklamm ist die tiefste Felsenschlucht Mitteleuropas und bietet ein einmaliges Naturschauspiel. Auf gesicherten Holzstegen und in den Fels gehauenen Pfaden wandern Sie direkt oberhalb der tosenden Breitach. Die meterhohen, moosbewachsenen Felswände rücken stellenweise so eng zusammen, dass kaum Sonnenlicht den Grund erreicht. Gischt und das Dröhnen des Wassers begleiten jeden Schritt. Nach dem Schluchtausgang führt die Route über sonnige Wanderwege und sanfte Höhenzüge zurück, die fantastische Ausblicke auf das Oberstdorfer Becken gewähren. Diese flache bis mäßig ansteigende Runde ist zu jeder Jahreszeit eindrucksvoll und eignet sich hervorragend als entspannte Halbtagestour oder schlechteres Wetter.

  • Länge: 6,5 km
  • Höhenmeter: 190 hm
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Highlights am Weg: Breitachklamm, Zwingsteg, Klammeingang, Klammgalerie
  • Einkehrmöglichkeiten: Gasthof Breitachklamm, Alpe Dornach, Sesselalpe
  • Parken: Parkplatz Breitachklamm Tiefenbach (Tiefenbach 1)
  • Start: Eingang Breitachklamm Tiefenbach

4. Rubihorn über den Wallrafweg

Das Rubihorn ist einer der markantesten Hausberge Oberstdorfs. Die Route führt von Oberstdorf über den malerischen Wallrafweg, der hoch über der Schlucht verläuft und beste Blicke auf das Illertal bietet. Im weiteren Verlauf durchqueren Sie lichte Wälder und blühende Bergwiesen, während das Massiv des Rubihorns immer näher rückt. Der Weg verlangt Trittsicherheit, bleibt aber auf breiten Kehren und Bergpfaden stets gut zu begehen. Am Gipfelkreuz werden Wanderer mit einem unverbauten 360-Grad-Panorama belohnt: Der Blick reicht vom Illertal über die Allgäuer Prominenz wie Nebelhorn und Trettachspitze bis weit ins Unterland. Eine lohnende Gipfeltour für ambitionierte Genusswanderer.

  • Länge: 11,5 km
  • Höhenmeter: 1.100 hm
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Highlights am Weg: Wallrafweg, Gaisalpsee (optionaler Abstecher), Gipfelkreuz Rubihorn mit Rundumblick
  • Einkehrmöglichkeiten: Gaisalpe, Naturhotel Freiberg
  • Parken: Parkplatz Grüne Gasse Oberstdorf oder Nebelhornbahn-Parkplatz
  • Start: Oberstdorf (Mühlenbrücke / Wallrafweg)

5. Grünten-Runde über die Höfle-Alpe

Der Grünten trägt nicht ohne Grund den Beinamen „Wächter des Allgäus“. Als erster markanter Berg am Alpenrand bietet er schon während des Aufstiegs freie Sicht ins flache Voralpenland und tief hinein in die Allgäuer Alpen. Die Tour führt von Burgberg über abwechslungsreiche Wald- und Almpfade an der gemütlichen Höfle-Alpe vorbei. Über den aussichtsreichen Gratrücken erreichen Sie das Jägerdenkmal und das prägnante Gipfelkreuz. Die Wege sind zwar steil, aber technisch unkompliziert. Das Gipfelplateau lädt zum Verweilen und Staunen ein. Wer eine klassische Allgäuer Gipfeltour mit fantastischer Einkehrkultur und reichlich Aussicht sucht, ist am Grünten genau richtig.

  • Länge: 10,2 km
  • Höhenmeter: 820 hm
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Highlights am Weg: Jägerdenkmal am Gipfel, Sendeanlage Grünten, Panoramablick ins Unterland
  • Einkehrmöglichkeiten: Höfle-Alpe, Grüntenhütte, Übelhorn-Hütte
  • Parken: Wanderparkplatz Sägemühle in Burgberg
  • Start: Burgberg im Allgäu (Dorfstraße / Sägemühle)

6. Großer Widderstein (Kleines Walsertal / Allgäu Border)

Obwohl geografisch in Vorarlberg gelegen, zählt der Widderstein zum festen Wanderrevier aller Allgäu-Urlauber. Von Hochkrumbach verläuft die Tour zunächst sanft ansteigend durch ein idyllisches Hochtal hinauf zur Widdersteinhütte. Der mächtige Felsklotz ragt beeindruckend über der Hochebene auf. Der Schlussanstieg verläuft durch eine steile Felsrinne, die etwas Trittsicherheit erfordert, aber ohne schwere Kletterei bewältigt wird. Oben angekommen, bietet der freistehende Gipfel eine der atemberaubendsten Aussichten der gesamten Region. Unter Ihnen liegen das Kleine Walsertal und die Lechtaler Alpen. Eine eindrucksvolle Tour für alle, die echtes Hochgebirgsfeeling schnuppern möchten.

  • Länge: 8,5 km
  • Höhenmeter: 870 hm
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Highlights am Weg: Hochtal Gemstel, Widdersteinhütte, Rundumblick über die Allgäuer und Lechtaler Alpen
  • Einkehrmöglichkeiten: Widdersteinhütte
  • Parken: Parkplatz Hochkrumbach / Hochtannbergpass
  • Start: Hochtannbergpass

7. Breitenberg & Aggenstein ab Pfronten

Diese Tour führt von Pfronten auf den aussichtsreichen Breitenberg und weiter zum kühnen Felsgipfel des Aggensteins. Der Aufstieg verläuft durch schattigen Bergwald und über freie Almwiesen, immer mit Blick auf das Tiroler Tannheimer Tal. Auf dem Hochplateau angekommen, bildet der markante Felszacken des Aggensteins das optische Highlight. Über gesicherte Kehren erreicht man das Gipfelkreuz, von dem der Blick bis zu den Königsschlössern bei Füssen reicht. Wer möchte, kann den Abstieg durch eine Gondelfahrt abkürzen. Diese Route verknüpft saftige Allgäuer Almen mit sanften Felssteigen zu einem perfekten Gesamterlebnis.

  • Länge: 11,0 km
  • Höhenmeter: 1.020 hm (mit Bahn reduzierbar)
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Highlights am Weg: Aggenstein-Felsgipfel, Breitenberg-Hochplateau, Blick auf die Füssener Seenlandschaft
  • Einkehrmöglichkeiten: Ostlerhütte (am Gipfel), Bad Kissinger Hütte, Hochalp Hütte
  • Parken: Parkplatz der Breitenbergbahn Pfronten-Steinach
  • Start: Talstation Breitenbergbahn

8. Saloberkopf & Alatsee ab Füssen

Eine entspannte und landschaftlich ungemein reizvolle Wald- und Seentour nahe Füssen. Der Weg führt vom mystischen Alatsee – bekannt für seine schimmernde, rötliche Färbung – stetig bergan zum Saloberkopf. Durch dichten Mischwald schlängelt sich der Pfad zu historischen Ruinen und malerischen Aussichtspunkten wie dem Vier-Seen-Blick. Von hier oben überblicken Sie den Weissensee, Hopfen- und Forggensee sowie das imposante Schloss Neuschwanstein in der Ferne. Der Abstieg verläuft über sanfte Forstwege zurück zum Alatsee. Eine ideale Tour für heiße Sommertage, Familien oder Genusswanderer, die eine ruhige Naturkulisse abseits der großen Touristenströme schätzen.

  • Länge: 8,0 km
  • Höhenmeter: 320 hm
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Highlights am Weg: Alatsee, Aussichtspunkt Vier-Seen-Blick, Ruine Falkenstein (in Nähe)
  • Einkehrmöglichkeiten: Restaurant Alatsee, Salober Alm
  • Parken: Parkplatz Alatsee Füssen
  • Start: Ufer Alatsee

9. Wertacher Hörnle & Oberjoch

Das Wertacher Hörnle ist einer der beliebtesten Aussichtsberge des Allgäus und besonders für entspannte Bergwanderungen geeignet. Der Weg startet in Oberjoch und führt über sanfte Almböden, vorbei an alten Fichtenbeständen hinauf zum Gipfelplateau. Kurz unterhalb des Gipfels liegt der idyllische Hörnlesee, ein kleiner Moorsee, in dem sich der Himmel spiegelt. Vom Gipfelkreuz aus genießen Sie einen weiten Blick über das Voralpenland, den Grünten und die Tannheimer Berge. Die Neigung der Pfade ist moderat und technisch anspruchslos, was die Tour extrem genussvoll macht. Ideal für einen entspannten Tagesausflug mit ausgiebiger Einkehr.

  • Länge: 9,5 km
  • Höhenmeter: 450 hm
  • Schwierigkeit: Leicht bis Mittel
  • Highlights am Weg: Hörnlesee (Moorsee), Gipfelkreuz Wertacher Hörnle, Panorama Oberjoch
  • Einkehrmöglichkeiten: Buchelalpe, Schnitzler Alpe
  • Parken: Wanderparkplatz Oberjoch / Passhöhe
  • Start: Oberjoch Passhöhe

10. Fellhorn-Gratwanderung (Oberstdorf)

Das Fellhorn ist berühmt für seine blühenden Alpenrosenfelder im Frühsommer und seine leicht zugängliche Gratwanderung. Nach der Auffahrt mit der Fellhornbahn (oder dem Anstieg über die Schlappoldalpe) wandern Sie auf einem hervorragend ausgebauten Panoramaweg entlang des Hauptkamms. Der Steig verläuft direkt auf der deutsch-österreichischen Grenze. Links blicken Sie ins Stillachtal, rechts ins Kleinwalsertal. Die sanften Wellen des Grats erfordern kaum Kletterei, bieten aber ununterbrochen freie Sicht auf die steilen Allgäuer Grasberge wie die Höfats. Dank flexibler Bahnanbindung lässt sich die Tour beliebig verlängern oder verkürzen – Wandern mit Maximal-Aussicht bei überschaubarem Aufwand.

  • Länge: 7,5 km
  • Höhenmeter: 250 hm (bei Bahnutzung) / 900 hm (Komplett zu Fuß)
  • Schwierigkeit: Leicht bis Mittel
  • Highlights am Weg: Schlappoldsee, Gratweg Deutsch-Österreichische Grenze, Alpenrosenblüte (Juni/Juli)
  • Einkehrmöglichkeiten: Station Höchstdorf, Schlappoldalpe, Bergrestaurant Fellhorn
  • Parken: Parkplatz Fellhornbahn Faistenoy
  • Start: Bergstation oder Mittelstation Fellhornbahn

11. Nagelfluhkette: Mittagberg bis Bärenkopf (Immenstadt)

Die Nagelfluhkette ist geologisch einzigartig – die Berge bestehen aus zusammengepresstem Flusskiesel („Herrgottsbeton“). Diese Tour startet an der Bergstation des Mittagbergs bei Immenstadt und verläuft über den Kamm in Richtung Bärenkopf und Steineberg. Der Weg bietet spektakuläre Tiefblicke auf den Alpsee und das Konstanzer Tal. Das wellige Terrain verlangt etwas Ausdauer, belohnt aber auf jedem Meter mit wechselnden Perspektiven. Wer möchte, meistert am Steineberg eine lange, gesicherte Leiter – sie lässt sich jedoch auch bequem umgehen. Eine abwechslungsreiche Kammwanderung, die das Herz jedes Naturbegeisterten höherschlagen lässt.

  • Länge: 10,5 km
  • Höhenmeter: 480 hm Aufstieg / 750 hm Abstieg
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Highlights am Weg: Nagelfluh-Gesteinsformationen, Gratweg mit Alpsee-Blick, Leiter am Steineberg
  • Einkehrmöglichkeiten: Mittaghütte, Sennalpe Steig, Bärenschwand-Alpe
  • Parken: Parkplatz Mittagbahn Immenstadt
  • Start: Bergstation Mittagbahn Immenstadt

12. Starzlachklamm & Buchenberg (Sonthofen)

Die Starzlachklamm bei Sonthofen zählt zu den urigsten Schluchten der Region. Die Starzlach hat sich hier über Jahrtausende tief in den Nummulitenkalk gegraben. Über Brücken, Stege und durch schmale Felsentore geht es dicht am tosenden Wasser entlang. Nach dem kühlen Schluchtabschnitt führt der Weg hinauf in das sonnige Almgelände am Fuß des Grünten. Die Route passiert blühende Wiesen und ruhige Waldstücke mit schönem Blick ins Illertal. Durch die Kombination aus wildem Klammerlebnis und sanfter Almwanderung bietet diese Runde maximale Abwechslung auf überschaubarer Distanz – ideal für heiße Sommertage.

  • Länge: 8,2 km
  • Höhenmeter: 380 hm
  • Schwierigkeit: Leicht bis Mittel
  • Highlights am Weg: Tosende Starzlachklamm, Wasserfall-Kessel, Historische Erzgruben in der Nähe
  • Einkehrmöglichkeiten: Klammwirt, Alpe Topfen, Gasthof Buchenberg
  • Parken: Wanderparkplatz Starzlachklamm Winkel (Sonthofen)
  • Start: Parkplatz Winkel

13. Ofterschwanger Horn & Hörnerpanoramaweg

Die Hörnerdörfer stehen für sanften Tourismus und Traum-Aussichten. Diese Wanderung verbindet das Ofterschwanger Horn mit dem Sigiswanger Horn auf einem leicht begehbaren Höhenweg. Die Route führt über gepflegte Almwege, vorbei an saftigen Weiden und urigen Sennalpen, auf denen frischer Bergkäse hergestellt wird. Der Höhenweg schenkt freien Blick auf die Hochalpenkette von Oberstdorf sowie das breite Illertal. Durch die sanften Steigungen ist die Tour extrem entspannt und eignet sich hervorragend für Genusswanderer, Familien oder als gemütliche Einkehr-Tour, bei der Kulinarik und Naturgenuss Hand in Hand gehen.

  • Länge: 8,5 km
  • Höhenmeter: 340 hm
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Highlights am Weg: Panoramablick auf die Allgäuer Alpen, Hörner-Kammweg, Schaukäserei-Alpen
  • Einkehrmöglichkeiten: Weltcup-Hütte, Fahrenberg-Alpe, Allgäuer Holzhaus
  • Parken: Parkplatz Weltcup-Express Ofterschwang
  • Start: Bergstation Weltcup-Express Ofterschwang

14. Eistobel bei Grünenbach (Westallgäu)

Der Eistobel im Westallgäu zeigt die sanftere, aber nicht minder faszinierende Seite der Region. Das Naturschutzgebiet schützt eine dreieinhalb Kilometer lange Schlucht, durch die sich die Argen schlängelt. Der gut ausgebildete Pfad führt vorbei an rauschenden Wasserfällen, tiefen Strudellöchern und mächtigen Nagelfluh-Felswänden. Im Frühjahr und Sommer blühen seltene Pflanzen am Wegesrand, während das Blätterdach kühlenden Schatten spendet. Informationstafeln erklären die Entstehung der Landschaft. Der Weg weist keine großen Steigungen auf und verläuft sanft am Flussufer entlang. Eine ideale Genusstour für Naturliebhaber, Fotografen und Familien.

  • Länge: 6,0 km (Rundweg)
  • Höhenmeter: 140 hm
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Highlights am Weg: Großer Wasserfall, Zwinger-Felswand, Trettach-Kiesbänke, Infozentrum Eistobel
  • Einkehrmöglichkeiten: Infozentrum Eistobel (Kiosk), Gasthof Adler (Grünenbach)
  • Parken: Parkplatz Eistobel an der Argencenter-Brücke (Schüttentobel)
  • Start: Infozentrum Eistobel (Grünenbach/Riedholz)

15. Niedereblechschrofen & Bleckenau (Schwangau)

Wandern auf den Spuren von König Ludwig II.: Diese Route startet nahe dem berühmten Schloss Neuschwanstein und führt hinein ins Naturschutzgebiet Ammergebirge. Über die historische Wasserleitung oder die Fahrstraße wandern Sie sanft bergan zur Berggaststätte Bleckenau, dem ehemaligen Jagdhaus des Königs. Wer noch etwas weitersteigt, gelangt über idyllische Forstwege in Richtung Niedereblechschrofen mit herrlichen Ausblicken auf die schroffen Wände des Säuling. Der Weg ist hervorragend ausgebaut und verläuft idyllisch entlang des schäumenden Pöllatbachs. Die perfekte Kombination aus Kulturgeschichte, majestätischer Bergkulisse und ruhigen Naturpfaden abseits der Touristenströme.

Start: Hohenschwangau (Parkplatz 4 / Ticket Center)

Länge: 11,2 km

Höhenmeter: 460 hm

Schwierigkeit: Leicht bis Mittel

Highlights am Weg: Pöllatschlucht-Blicke, Berggasthof Bleckenau (Königshaus), Blick auf Säuling

Einkehrmöglichkeiten: Berggasthof Bleckenau, Restauration Hohenschwangau

Parken: kostenpflichtige Parkplätze Hohenschwangau / Schloss Neuschwanstein

Gastgeber im Allgäu

Wandern und Wanderwege im Oberallgäu