Nordic Walking bei Rückenproblemen

Ich schreibe diesen Artikel, da mich es auch persönlich trifft. Nach einem Arbeitsunfall habe ich 2 kaputte Bandscheiben und ein Stück Knochen heraus gebrochen. Ich kenne also die Schmerzen und Verspannungen sehr genau. Aber habe nun seit Jahren keine Beschwerden!!! Wie dabei Nordic Walking hilft und was ihr unbedingt beachten solltet erfahrt ihr hier.

Nordic Walking bei Rückenproblemen


Den Rücken mit Nordic Walking stärken

Nordic Walking bei Rückenproblemen 1Es ist ein Teil der Prävention und wirkt wie kaum ein anderes Training. Dies ist auf die Drehbewegung im Rücken zurück zu führen, welche auch den wichtigen Lendenwirbelsäulenbereich miteinbezieht und trainiert. Beim Nordic Walking wird der Oberkörperbereich ca. 500mal pro Kilometer nach links und nach rechts gedreht. Durch diese Bewegung wird ein Großteil der verschiedenen Muskelpartien entlang der Wirbelsäule und den Schultern sanft trainiert. Auch die Bauchmuskeln werden durch diese kraftvolle Drehbewegung trainiert. Diese werden beim Training immer gerne vergessen, und dass obwohl sie den Rücken maßgeblich stabilisieren, denn sie sind der Gegenpol zur Rückenmuskulatur.

Der besondere Vorteil von Nordic Walking liegt also im sanften Muskelaufbau ohne hohe Impulse. Die 500 Drehungen je Kilometer bauen die Muskulatur zwar langsamer auf als das klassische Krafttraining, dafür aber stetig und gesund.

Nordic Walking bei Verspannungen

Rücken verspannt? Auch hier hilft ein ganz simpler Effekt. Die Bewegungen erzeugen Wärme und jeder kennt deren wirkungsvolle Vorteile. Manche nutzen dazu auch Saunagänge, Packungen, Güsse, Bäder, Rotlicht oder Hot Stone Massagen. Die Bewegungswärme wird jedoch direkt in den Muskeln erzeugt und stellt daher die gesündeste Form dar.

Außerdem wird mit einem trainierten Rücken Verspannungen und den daraus resultierenden Schmerzen vorgebeugt. Auch das ist ein wichtiger Effekt von Nordic Walking.

Dieser hilft natürlich auch bei Verspannungen in der Schulter- und Nackenpartie. Wer sich zusätzlich noch etwas Gutes tun möchte, dem empfehlen wir eine Massage vom Profi.

Nordic Walking bei Bandscheibenproblemen


Die oben genannten Vorteile gelten auch hier. Dennoch sollte ein weiterer Effekt in den Fokus gerückt werden: die stauchenden Impulse beim Auftritt. Diese werden bis zum Erreichen der Wirbelsäule bzw. Bandscheiben zwar gedämpft, bei im Schnitt ca. 1.000 Schritten pro Kilometer wirken sich diese aber natürlich dennoch aus. Im Vergleich gibt es trotz alledem nur wenige Sportarten, wie z. B. Schwimmen oder Skilanglauf, die bei Bandscheibenproblemen noch gesünder sind als Nordic Walking. Der Vorteil des sanften Trainings überwiegt die Impulskraft. Diese kann unter Beachtung der folgenden Tipps sogar noch deutlich gedämpft werden:

 

  • Nutzung von Schuhen mit hoher Dämpfung in der Ferse
  • kurze Schritte
  • weiche Böden beim Training
  • keine Mammuttouren absolvieren
  • Pausen einlegen

Die richtige Technik bei Rückenproblemen


Mit einer guten Technik werden wesentlich bessere Trainingserfolge erzielt. Ein runder Bewegungsablauf ist ebenso wichtig wie eine richtig eingesetzte Oberkörpertechnik. Das Zusammenspiel zwischen Beinen, Rücken und der langen Armbewegung muss einfach stimmen. Das ist wie bei einer Fußballmannschaft die zusammen agiert und der Trainer sorgt für ein perfektes Endergebnis.

Dennoch ist nicht jede Technik geeignet. Aus meiner eigenen Erfahrung rate ich von der ALFA-Technik ab. Lang gestreckte Arme und Beine umgehen eines der wichtigsten Dämpfungsmöglichkeiten: den Winkel. Niemand würde auf die Idee kommen durchgestreckt irgendwo herunter zu springen. Jeder winkelt seine Gelenke an, um diese als Feder zu nutzen. Ein bewährtes System der Natur und es gibt keinen Grund daran etwas zu ändern. – Katzen federn ihre Sprünge ja auch nicht mit starr durchgestreckten Gliedmaßen ab.

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